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Verstärkter Wettbewerb aus China für spanischen Knoblauch in der EU

11. März 2026

In den letzten Jahren hat China seine Produktion gesteigert und seine Exporte nach Trumps protektionistischen Maßnahmen nach Europa umgeleitet, was den Wettbewerb für spanische Landwirte verschärft hat, so berichtet RevistaMercados.com.


Bildquelle: Pexels

In dieser Saison hat sich die andalusische Knoblauchproduktion nach mehreren Jahren des Rückgangs aufgrund von Dürre, die die verfügbare Bewässerungsmenge verringerte, leicht erholt. 

Die Exportmengen aus Andalusien sind laut Daten der Preis- und Marktbeobachtungsstelle der Regionalregierung (Junta) von 62.525 Tonnen in der Saison 2020/21 auf 38.785 Tonnen in der Saison 2024/25 gesunken. 

Der Hauptkonkurrent der Region auf dem europäischen Markt, China, hat seine Lieferungen in die EU erhöht.

Obwohl Spanien für 42 % der europäischen Produktion verantwortlich ist, befürchten spanische Landwirte bereits, durch den Wettbewerb Chinas in Europa ins Hintertreffen zu geraten, was laut des Präsidenten des Nationalen Verbandes der Knoblaucherzeuger und -vermarkter (ANPCA), Juan Salvador Peregrín, „irreversible Folgen“ hätte.

Der Anstieg der Importe aus China, das seinen Handel angesichts des von Präsident Trump in den USA angezettelten Zoll-Handelskriegs nach Europa verlagert hat, bedeutete den Verlust der Position, die andalusischer Knoblauch in Europa innehatte, einem Kontinent, der traditionell die Qualität des in dieser Region angebauten Produkts schätzte.

Die Landwirte müssen sich auf einem Markt behaupten, der zwar preisgünstigere Produkte bevorzugt, diese aber auch an Wert verloren haben. Die Preise der letzten Saison von 1,95 EUR/kg spiegeln eine besondere Situation wider: ein begrenztes Angebot aufgrund von Wassermangel. 

Es wird erwartet, dass sich der Erzeugerpreis halbiert, sobald die Produktion wieder normale Werte erreicht. 

Die geopolitischen Veränderungen der letzten Jahre wirken sich auf die Knoblaucherzeuger aus, die mit vermehrten Importen von außerhalb der EU konfrontiert sind. 

Dies verstärkt die Unsicherheit in einem Sektor, der dringend Vertrauen benötigt, um sich nach den durch niedrige Produktion infolge von Dürre und schlechten Wetterbedingungen gekennzeichneten Saisons weiter zu erholen.


Quelle: RevistaMercados.com

 

Veröffentlichungsdatum: 11.03.2026

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