Brandenburg: Erstmals in drei Jahren mehr Gemüsefläche
Die Brandenburger Betriebe bauten 2025 wieder mehr Freilandgemüse an. Die Fläche wuchs auf rund 6.040 Hektar. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren das über 100 Hektar mehr als im Vorjahr.
Die Gesamterntemenge stieg um knapp 3 % auf rund 101.500 Tonnen. Insgesamt bauten 170 Freilandbetriebe Gemüse an, zwei weniger als ein Jahr zuvor.

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Im geschützten Anbau (vor allem Gewächshäuser und Folienzelte) arbeiteten 69 Betriebe und damit drei weniger als im Vorjahr.
Die Gesamtanbaufläche vergrößerte sich erstmals seit drei Jahren, lag aber um 350 Hektar unter dem sechsjährigen Durchschnitt (2019–2024).

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Anbau- und Ernterückgang bei Spargel
Spargel blieb mit 67 % der gesamten Anbaufläche die bedeutendste Gemüsekultur in Brandenburg und wurde auf rund 3.400 Hektar gestochen, 100 Hektar weniger als 2024.
Mit 19.000 Tonnen fiel die Ernte geringer als im Vorjahr aus. Das entsprach einem Minus von fast 1.200 Tonnen sowie 1.600 Tonnen gegenüber dem sechsjährigen Durchschnitt.

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Anbau von Einlegegurken stieg das dritte Jahr in Folge
Einlegegurken als zweitwichtigste Gemüsekultur wurden auf rund 580 Hektar angebaut, ein Anstieg von fast 16 % gegenüber dem Vorjahr.
Aufgrund der größeren Anbaufläche und des sehr guten Ertrages von fast 680 Dezitonnen je Hektar war auch die Erntemenge mit 39.400 Tonnen um 17 % höher.
Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt waren es fast 10.300 Tonnen bzw. 35 % mehr.
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Rückgang des Anbaus von Speisekürbissen
Speisekürbisse wurden auf einer Fläche von 430 Hektar angebaut. 2024 war die Anbaufläche mit fast 450 Hektar etwas größer. Aufgrund des niedrigen Ertrages von 160 Dezitonnen je Hektar fiel die Erntemenge mit 6.900 Tonnen um fast die Hälfte geringer aus als im Vorjahr.
Im Vergleich zum sechsjährigen Durchschnitt war die Ernte dagegen um 11 % höher.
Möhren lagen mit rund 370 Hektar Anbaufläche an vierter Stelle. Hier gab es einen Rückgang um über 40 Hektar gegenüber 2024.
Der Ertrag stieg um fast 90 Dezitonnen je Hektar auf 664 Dezitonnen. Dadurch erhöhte sich die Erntemenge um knapp 800 Tonnen auf fast 24.400 Tonnen.
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Anstieg des ökologischen Anbaus
Der ökologische Anbau machte mit knapp 640 Hektar 11% der gesamten Freilandfläche des Gemüseanbaus aus. Im Vorjahr waren es knapp 510 Hektar.
Die Gesamterntemenge an ökologisch produziertem Gemüse stieg damit um fast 1.500 Tonnen auf 7.100 Tonnen.
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Gemüse in Gewächshäusern auf niedrigstem Stand seit 2007
Die Fläche des geschützten Anbaus sank gegenüber 2024 um fast 14 Hektar auf 37 Hektar. Das war die geringste Anbaufläche seit 2007.
Die Ernte fiel mit 11.100 Tonnen um 1.300 Tonnen geringer aus als im Vorjahr. Davon entfielen 6.200 Tonnen auf Tomaten und 1.400 Tonnen auf Gurken.
Regionale Schwerpunkte
85 % der Gemüsefläche lagen in den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark und Spree-Neiße. Das entsprach rund 5.200 Hektar.
Allein in Potsdam-Mittelmark befanden sich 40 % der Gemüseflächen. Mit rund 2.500 Hektar lag hier der Schwerpunkt beim Spargel.
Auch im Landkreis Oberhavel war Spargel mit 840 Hektar die anbaustärkste Kultur. Der Anbau von Einlegegurken konzentrierte sich mit rund 300 Hektar auf den Landkreis Dahme-Spreewald und mit knapp 280 Hektar auf den Landkreis Spree-Neiße.
Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Veröffentlichungsdatum: 03.03.2026