EU-Mercosur-Abkommen: Von der Leyen kündigt vorläufige Anwendung
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die vorläufige Anwendung des Mercosur-Abkommens angekündigt. Die EU und der Mercosur hatten die historische Vereinbarung am 17. Januar unterzeichnet.
Uruguay und Argentinien haben das Abkommen als erste Länder ratifiziert, Brasilien und Paraguay werden voraussichtlich bald folgen.
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Von der Leyen erklärte: „Im Januar hat der Europäische Rat die Kommission ermächtigt, das Abkommen vorläufig anzuwenden, sobald es von einem Mercosur-Land ratifiziert wurde. Ich habe bereits gesagt: Wenn sie bereit sind, sind wir bereit. Daher habe ich in den vergangenen Wochen intensive Gespräche mit den Mitgliedstaaten und den Mitgliedern des Europäischen Parlaments geführt. Auf dieser Grundlage wird die Kommission nun mit der vorläufigen Anwendung fortfahren.“
Vorläufige Anwendung bis zur Zustimmung des Europäischen Parlaments
Die Kommissionspräsidentin betonte weiter: „Vorläufige Anwendung“ ist naturgemäß vorläufig. Das sagt schon der Name. Gemäß den EU-Verträgen kann das Abkommen erst dann vollständig geschlossen werden, wenn das Europäische Parlament seine Zustimmung erteilt hat. Die Kommission wird daher weiterhin eng mit allen EU-Institutionen, Mitgliedstaaten und Interessengruppen zusammenarbeiten, um einen reibungslosen und transparenten Prozess zu gewährleisten.“
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Abkommen eröffnet unzählige Möglichkeiten
Von der Leyen begrüßte die Ratifizierung der Mercosur-Länder Uruguay und Argentinien: „Das sind wirklich gute Nachrichten. Denn sie zeigen das Vertrauen und den Willen unserer Partner, unsere Beziehungen voranzubringen und dieses wegweisende Abkommen zum Erfolg zu führen.
Das Mercosur-Abkommen schafft einen Markt mit 720 Millionen Menschen. Es eröffnet unzählige Möglichkeiten. Es senkt Zölle in Milliardenhöhe.“
Unternehmen und Bürger sollten so schnell wie möglich von Abkommen profitieren
Abschließend sagte die Kommissionspräsidentin: „Mercosur verkörpert den Geist, in dem Europa auf der globalen Bühne agiert. Europa wird stärker und unabhängiger. Unsere Unternehmen, unsere Arbeitnehmer und unsere Bürgerinnen und Bürger werden davon profitieren – und sie sollten dies so schnell wie möglich tun. Es geht um Resilienz. Es geht um Wachstum und Europa, das seine eigene Zukunft gestaltet.“
Quelle: Vertretung in Deutschland
Veröffentlichungsdatum: 02.03.2026