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"Nationale Strategische Agenda gegen Cadmium 2025–2030"

Peru: Produzenten und MIDAGRI wollen das Vorkommen von Schwermetallen in Hass-Avocados angehen

25. Februar 2026

ProHass und MIDAGRI arbeiten zusammen, um den Zugang zu Europa und anderen Märkten unter strengeren Standards zu sichern. Peruanische Hass-Avocados stehen vor einer Herausforderung, die ihre Wettbewerbsfähigkeit beeinträchtigt: die Kontrolle des Cadmium-Gehalts, eines Schwermetalls, dessen Überwachung in den Zielländern, insbesondere in der EU, verschärft wurde, berichtet FrutasdeChile.cl


Bildquelle: Pixabay

Sowohl öffentlicher als auch privater Sektor haben begonnen, eine nationale Strategie zu bündeln, um den Ruf des Produkts hinsichtlich Qualität und Sicherheit zu wahren.

Laut der Peruanischen Vereinigung der Produzenten und Exporteure von Hass-Avocados arbeitet sie mit dem Ministerium für Agrarentwicklung und Bewässerung zusammen, um die Nationale Strategische Agenda gegen Cadmium '25–'30 zu konsolidieren. 

Der Plan ist in einem technischen Ausschuss angesiedelt, der öffentliche Einrichtungen wie SENASA, INIA und Agromercado vereint, mit einem klaren Ziel: die Bioakkumulation des Metalls in Böden und Früchten zu erforschen, zu verhindern und zu mindern sowie die Zugänge zu strategischen Märkten wie Europa, den USA und Asien offen zu halten.

In Europa gelten Höchstgrenzen für Kontaminanten in Lebensmitteln, geregelt durch die Verordnung (EU) 2023/915. Für Avocados wird in der Branche ein Grenzwert von 0,05 mg/kg genannt – ein Wert, der die Branche stärker in den Fokus gerückt hat und koordinierte Maßnahmen ausgelöst hat, um Rückweisungen und Grenzmeldungen zu vermeiden.

Im Jahr 2025 verzeichnete die EU 14 Warnmeldungen zu Cadmium in peruanischen Avocados. Daraufhin hat die peruanische Regierung eine Arbeitsgruppe sowie eine nationale Agenda ins Leben gerufen, um das Problem anzugehen, unter anderem durch Maßnahmen wie die Kartierung von Böden und Wasserquellen, die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit sowie Praktiken zur Reduzierung der Aufnahme durch die Pflanzen.

Europa ist der Hauptabnehmer für peruanische Exporte, daher ist das "Marktrisiko" nicht zu unterschätzen.

In den „ProHass Reports“ berichtete die Organisation, dass Rückweisungen und Grenzmeldungen in Europa die Hauptursache für Druck auf die Branche sind. Zudem treibt die Branche eine umfangreiche Datenerhebung voran, um Risiken zu zonieren und fundierte Entscheidungen zu treffen – mit dem Ziel, die Probenahmen sogar auf sehr große Stückzahlen auszuweiten.

Ende 2025 veröffentlichte SENASA ein „Handbuch der Guten Landwirtschaftlichen Praxis zur Minderung von Cadmium in Avocado- und Spargelkulturen“, das auf der offiziellen Plattform des peruanischen Staates verfügbar ist. Es enthält Empfehlungen zur Verringerung der Verfügbarkeit und Aufnahme des Metalls durch Bodenmanagement, Düngung, Bewässerung und Monitoring.

Schließlich haben jüngste Forschungen die räumliche Verteilung von Cadmium in den Böden der peruanischen Avocado-Regionen sowie deren Zusammenhang mit geologischen Faktoren untersucht – eine wertvolle Grundlage für die Planung effizienterer Probenahmen und die Priorisierung von Interventionsgebieten.


Quelle: FrutasdeChile.cl

 

Veröffentlichungsdatum: 25.02.2026

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