Strauchbeerenernte in Niedersachsen: Johannisbeerenertrag stark gestiegen
Niedersachsens Strauchbeerenernte fällt 2025 deutlich höher aus. Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, bauten 221 landwirtschaftliche Betriebe auf insgesamt 2.600 Hektar Strauchbeeren an. Die Erntemenge stieg gegenüber dem Vorjahr um 9,2% auf 12.860 Tonnen – ein spürbarer Zuwachs nach 11.774 Tonnen im Jahr 2024.
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Die Kulturheidelbeere bleibt dabei unangefochten die wichtigste Strauchbeerenart im Land. Rund 86,1% der gesamten Anbaufläche entfielen auf die blaue Beere. Auf 2.239 Hektar wurden 10.460 Tonnen geerntet – etwas mehr als im Vorjahr (10.027 Tonnen).
Niedersachsen bleibt damit auch national führend: Rund 60,6% der bundesweiten Kulturheidelbeeren sind niedersächsisch.
Neben Heidelbeeren spielen weitere Strauchbeerenarten wie Johannisbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren sowie Aroniabeeren eine Rolle. Besonders die Johannisbeeren legten 2025 außergewöhnlich stark zu. Grund dafür sind vor allem Jungpflanzen, die nun erstmals voll tragen.
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Die Erträge bei roten und weißen Johannisbeeren kletterten von 78 auf 103 Dezitonnen pro Hektar, bei schwarzen Johannisbeeren sogar von 12 auf 46 Dezitonnen je Hektar. Damit stieg die Erntemenge bei Johannisbeeren insgesamt um beeindruckende 85,7%.
Ambivalent verläuft der Anbau der Aroniabeere. Zwar stieg dank weiterer Standjahre der Pflanzungen und passender Witterungsbedingungen auch hier der Ertrag von 13 Dezitonnen je Hektar auf 38 Dezitonnen je Hektar, die Anbaufläche nahm aber im vierten Jahr in Folge ab und lag 2025 bei 81 Hektar (Vorjahr 90 Hektar).
Der ökologische Anbau gewinnt hingegen weiter an Bedeutung. Auf 575 Hektar wurden Strauchbeeren, auch hier vor allem Heidelbeeren, ökologisch erzeugt – ein Plus von 2,7% gegenüber dem Vorjahr. Mit 1.791 Tonnen machten die ökologischen Beeren knapp 14% der gesamten Strauchbeerenernte aus.
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN)
Veröffentlichungsdatum: 23.02.2026