EPR verändert die Verpackung von Frischwaren – „Weniger ist schließlich mehr“
Die Verpackung von Frischwaren war im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) schon immer ein Balanceakt und wirkt sich laut Duncan Jones, Senior Marketing Manager bei Sinclair, nun direkt auf den Gewinn aus.
Foto © Sinclair
„In Großbritannien, der EU und einigen US-Bundesstaaten tragen die Erzeuger die Kosten für die Entsorgung von Verpackungsabfällen. Jedes zusätzliche Gramm Gewicht, jede zusätzliche Komplexitätsschicht führt direkt zu höheren Gebühren und größeren Konformitätsrisiken. Weniger ist buchstäblich mehr – optimieren Sie jetzt oder zahlen Sie später mehr“, so Duncan Jones in seinem Meinungsbeitrag darüber, wie EPR die Verpackung von Frischwaren verändert und einen Wandel hin zu Verpackungsminimierung vorantreibt.
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„Im Gegensatz zu vielen anderen verpackten Lebensmitteln benötigen Frischobst und -gemüse oft nur minimale Verpackungen. In manchen Fällen können Verpackungen Frischwaren schützen oder deren Haltbarkeit verlängern, doch häufig werden sie immer noch hauptsächlich für Markenpräsentation und Rückverfolgbarkeit verwendet. Die EPR stellt diesen Ansatz in Frage, indem sie der Vermeidung Vorrang vor dem reinen Recycling einräumt.“
Infolgedessen rücken Obstetiketten wieder stärker in den Fokus. Moderne Etiketten enthalten Markeninformationen, Rückverfolgbarkeit, Entsorgungshinweise und digitale Links (QR-Codes, Barcodes).
„Vergleichsanalysen zeigen, dass Etiketten im Vergleich zu anderen Verpackungen nur einen Bruchteil eines Gramms wiegen. Dieser Unterschied ist vergleichbar mit dem Versand eines Artikels in einem Umschlag anstatt in einem großen Versandkarton – beide können die gleichen Informationen und den gleichen Wert vermitteln, aber eines benötigt nur einen Bruchteil des Materials.“
Obstetiketten und - abpackungen dienen oft demselben Zweck – Identifizierung und Information –, doch der Materialeinsatz ist völlig anders.
„In einer Welt mit EPR ist dieser Unterschied nicht mehr nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich relevant“, erklärt Duncan Jones. „Infrastrukturelle Engpässe bremsen den Fortschritt jedoch weiterhin“, fügt er hinzu.
Duncan Jones, Senior Marketing Manager bei Sinclair. (Foto © Sinclair)
Seiner Meinung nach kann Frischobst eine Vorreiterrolle bei der Minimierung von Verpackungen einnehmen.

„Verpackungen können eingeführt werden, ohne Kompromisse bei Sicherheit, Rückverfolgbarkeit, Qualität, Kundenbindung oder Produktdifferenzierung einzugehen. Dies stellt politische Entscheidungsträger vor die Herausforderung, bei der Umsetzung oder Gestaltung von Richtlinien die Absicht mit den realen Auswirkungen in Einklang zu bringen“, so Duncan Jones.
Lesen Sie den vollständigen Meinungsbeitrag.
Quelle: Sinclair
Veröffentlichungsdatum: 20.02.2026