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Fokus auf drei Schlüsselmärkte: Deutschland, Polen und Mexiko

Chile: Neue Perspektiven auf die Nachfrage nach Pflaumen in internationalen Märkten

17. Februar 2026

Einer der mit Spannung erwarteten Redner der kommenden ChilePrunes EXPO „Ciruelas Secas 2026“ (der 13. Messe für Trockenpflaumen 2026), die im März stattfindet, ist Sebastián Valdés.  Valdés ist ein Wirtschaftsingenieur und Geschäftsführer von Unternehmen, der für seine frischen und mitunter überraschenden, aber stets fundierten Sektoranalysen bekannt ist, so informiert Christian von der Forst, Kommunikationsdirektor von PuertoC.


Foto © ChilePrunes

Bei dieser Gelegenheit wird Valdés einen beispiellosen Blick auf die internationale Nachfrage nach chilenischen Trockenpflaumen präsentieren und sich dabei auf drei Schlüsselmärkte konzentrieren: Deutschland, Polen und Mexiko. Diese Länder zählen seit Jahren zu den zehn wichtigsten Abnehmerländern für das nationale Produkt. 

Aus konzeptioneller Sicht stellt Valdés eine gängige Annahme in der Branche in Frage: die Vorstellung, dass der Konsum eines Marktes direkt seiner Importmenge entspricht.


Sebastián Valdés. (Foto © ChilePrunes)

„Es ist ein Irrtum zu behaupten, ein Markt verbrauche eine bestimmte Tonnenzahl. In den meisten Fällen, insbesondere in der Landwirtschaft, hängt der Verbrauch direkt vom Angebot ab. Letztendlich wird alles verkauft, was sich ändert, ist der Preis“, erklärt er. 

Nach dieser Logik fungiert der Preis als Anpassungsvariable in Szenarien von Überangebot oder Knappheit. Für Valdés geht der Kernpunkt jedoch weit darüber hinaus: Die Bereitschaft eines Marktes, für Trockenpflaumen zu zahlen, reagiert auf strukturelle und kulturelle Faktoren, die sich von Land zu Land erheblich unterscheiden. 

„Jeder Markt gibt ein relativ stabiles Niveau für dieses Produkt aus. Bei einem höheren Angebot sinkt der Preis, bei einem geringeren steigt er. Die eigentliche Frage ist jedoch, was diese Zahlungsbereitschaft bestimmt und warum sie in Deutschland, Mexiko oder Polen unterschiedlich ist“, argumentiert er. 

Um diese Frage zu beantworten, entwickelte Valdés ein ökonometrisches Korrelations- und Regressionsmodell auf Basis historischer Datenreihen über 30 bis 40 Jahre.

Dabei kombinierte er Wirtschafts-, Demografie- und Industriestatistiken von Quellen wie der Weltbank mit Methoden der künstlichen Intelligenz.

Das Ergebnis: Modelle mit hohen Korrelationen, die erklären können, wie sich die Pro-Kopf-Ausgaben für Trockenpflaumen entwickeln und welche Variablen in den einzelnen Märkten mehr Gewicht haben. 

Zu den Ergebnissen zählt die bemerkenswerte Erkenntnis, dass nicht alle Märkte auf dieselben Faktoren reagieren. 

„Während in Schwellenländern wie Polen und Mexiko das Pro-Kopf-Einkommenswachstum weiter der Haupttreiber des Konsumwachstums ist, verliert dieser Effekt in Deutschland – einer etablierten Volkswirtschaft – zunehmend an Bedeutung. Dort gewinnen demografische und kulturelle Faktoren an Bedeutung, beispielsweise die alternde Bevölkerung, die den Konsum steigert, und ein gegenläufiger Trend bei jüngeren Generationen, insbesondere den Millennials, die weniger Affinität zu Trockenpflaumen zeigen als zu anderen Produkten, die als besser mit den neuen Gesundheitstrends vereinbar gelten.“


Foto © ChilePrunes

„Das bedeutet, dass jeder Markt anhand unterschiedlicher Variablen prognostiziert werden muss. Preis, Einkommen sowie kulturelle und demografische Trends haben nicht in allen Ländern das gleiche Gewicht“, betont Valdés.

„Sein Vortrag auf der EXPO Ciruelas Secas 2026 verspricht, einen neuen Dialog anzustoßen, basierend auf quantitativen Daten und langfristigen strategischen Analysen. Er lädt Produzenten, Exporteure und Akteure des Sektors dazu ein, ihr Verständnis und ihre Prognose der internationalen Nachfrage zu überdenken“, so Christian von der Forst. 

„Verpassen Sie diese neue Perspektive nicht. Wir sehen uns auf der EXPO 2026!“

Veröffentlichungsdatum: 17.02.2026

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