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BfG-Vorstand appelliert: Ausnahmen für Gemüse bei der PPWR dringend nötig

16. Februar 2026

Eine geringere Haltbarkeit und Frischeverlust bei vielen Gemüsekulturen und damit einhergehend eine massive Lebensmittelverschwendung befürchtet der Vorstand der Bundesfachgruppe Gemüsebau (BfG) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) infolge des drohenden Verbots von Kunststoffverpackungen ab 2030 im Rahmen der Vorstandssitzung am 3. Februar 2026 in Berlin.


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Dass Verpackungsmüll angegangen werden muss, daran besteht aus Sicht der Gemüseanbauer kein Zweifel. „Doch die Schutzfolien für Frischgemüse machen nur einen Bruchteil des Verpackungsmülls aus und haben sinnvolle Funktionen“, betonte Prof. Claus Bull von der Berliner Hochschule für Technik. 

„Schutz vor Schäden, Erhalt der Frische und längere Haltbarkeit sowie als Informationsquelle sind hier zu nennen. Eine Mono-Kunststoff-Folie sei bei vielen Produkten im Gemüsebau absolut notwendig, um die Frische zu erhalten und den Anforderungen der gesamten Lieferkette standzuhalten“, führt Bull anhand seiner Untersuchungen aus.

Die Bundesfachgruppe wird sich dem Thema gemeinsam mit den Dachverbänden und dem Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) annehmen, um notwenige Ausnahmemöglichkeiten für die betroffenen Gemüsekulturen zu erhalten.

Weitere Themen der Vorstandssitzung waren die aktuelle Düngegesetzgebung sowie der gestiegene Mindestlohn und Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften.


Quelle: ZVG

Veröffentlichungsdatum: 16.02.2026

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