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Belgien: Rosenkohlerzeuger erleben ein sehr schlechtes Jahr

11. Februar 2026

Rosenkohl verzeichnet seit Saisonbeginn sehr schwache Absatzzahlen. Auktionshäuser nennen als Gründe den hohen Ertrag, die Konkurrenz aus den Niederlanden und den geringeren Konsum, berichtet das Flämisches Infozentrum für Landwirtschaft und Gartenbau (VILT).


Bildquelle: Pixabay

Auch das warme Wetter im letzten Herbst trug nicht zu dem Verzehr von Rosenkohl bei. Obwohl der Winter bereits seit einiger Zeit andauert, entwickelt sich das Gemüse weiterhin schlecht.

„Einige Erzeuger halten die Ernte nicht für lohnenswert und verarbeiten den Rosenkohl stattdessen weiter“, heißt es.
 
Bei einem Durchschnittspreis von 1,061 EUR pro kg entwickelt sich Rosenkohl in diesem Jahr sehr schlecht. Auch in der letzten Saison waren die Preise deutlich niedriger als in den Vorjahren.

Während Rosenkohl 2023 durchschnittlich 1,50 EUR pro kg und 2024 sogar 1,56 EUR kostete, lag der Preis im letzten Jahr bei 1,30 EUR pro kg. 

„Die gesamte Saison war schlecht für Rosenkohl“, sagt Guy Jennes, Verkaufsleiter der Gemüseabteilung der genossenschaftlichen Obst- und Gemüseauktion BelOrta. 

Aufgrund der außergewöhnlich guten Ernte gibt es seit Saisonbeginn Anfang Oktober ein großes Angebot. „Insbesondere das außergewöhnlich große Angebot aus den Niederlanden drückt die Preise“, erklärt er.

Die Niederlande sind ein wichtiger Akteur auf dem Markt für frischen Rosenkohl, bieten aber hauptsächlich maschinell geputzten Rosenkohl an. BelOrta hingegen verkauft vorwiegend handgeputzten Rosenkohl. 

„Jeder einzelne Rosenkohl wird von Hand geputzt, wobei die äußeren Blätter entfernt werden“, erklärt Jennes. Dies führt zu einer höheren Qualität als bei maschinell geputztem Rosenkohl. 

„Diese erzielen zwar auch einen höheren Preis, aber das niederländische Überangebot drückt den Preis dennoch nach unten“, fährt Jennes fort.

Letzte Woche brachten der handgeputzte Rosenkohl nur 80 bis 90 Cent ein. „Dieser Preis müsste mindestens doppelt so hoch sein, um die Kosten des Erzeugers zu decken“, sagt der BelOrta-Mitarbeiter. 

Aufgrund der schlechten Preise ist der Anbau kaum rentabel, insbesondere die günstigeren, maschinell gereinigten Sorten, sind besonders gefragt. „Manche Erzeuger unterbieten ihre Rosenkohlpreise, weil die Erntekosten höher sind als der Ertrag“, sagt der westflämische Gemüseerzeuger Danny Metsu.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 11.02.2026

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