Stürme verursachen alarmierenden Rückgang der O&G-Produktion in Almería
Der Landwirtschaftsverband COAG warnt, dass die Kombination aus extremen Wind und anhaltender Feuchtigkeit durch Dauerregen das Auftreten von Pilzkrankheiten begünstigt sowie Überschwemmungen und Schäden an Folien und Strukturen verursacht, berichtet Hortoinfo.es.
Die Koordination der Bauern- und Viehzuchtorganisationen (COAG) in Almería warnt vor einer kritischen Situation nach dem Sturm Leonardo.
Der Sturm, der die Region kürzlich in höchste Alarmbereitschaft versetzte, gefährdet Ernten und Infrastruktur und betrifft sowohl ältere Gewächshäuser als auch modernere Betriebe.
Der Wind – der Hauptfeind
Obwohl die Niederschlagsmengen hoch waren, bezeichnet COAG Almería den Wind als den zerstörerischsten Faktor.
Besonders betont wird, dass die starken Windstöße des Sturms Leonardo Schäden an Folien und Strukturen verursacht haben, vor allem bei Betrieben mit traditioneller Bauweise – also niedrigeren und flacheren Anlagen.
Allerdings habe die Intensität des Sturms nicht zwischen den Technologien unterschieden, so COAG, denn auch in modernen Anlagen, einschließlich der neueren Multitunnel-Modelle, seien erhebliche Schäden an Dächern, Folien und Belüftungssystemen gemeldet worden.
Neben diesen strukturellen Schäden ist ein weiteres großes Problem die Feuchtigkeit. Die anhaltenden Regenfälle und der Mangel an Sonnenlicht verhindern das Trocknen der Ernte und begünstigen somit Pilzkrankheiten und Fäulnis.
Folglich führt das Fehlen wirksamer phytosanitärer Maßnahmen gegen die extreme Feuchtigkeit zu einem drastischen Produktionsrückgang, der im Vergleich zum Erntevolumen des Vorjahreszeitraums um über 50 % sinken könnte.
Obwohl die Ernteschäden weit verbreitet sind, warnt COAG Almería vor der besonderen Anfälligkeit von Kulturen wie Wassermelonen, da deren frisch gepflanzte Setzlinge noch sehr klein sind und durch die Feuchtigkeit infolge der wiederholten und anhaltenden Stürme stark in Mitleidenschaft gezogen werden.
COAG Almería gibt an, derzeit Schadensdaten zu sammeln, wobei die anhaltenden Unwetter eine endgültige Bewertung noch verhindern.
Daher betont der landwirtschaftliche Verband, dass betroffene Landwirte den geforderten Schadensbericht ausfüllen müssen, um die Probleme der Branche zu dokumentieren.
Es wird erwartet, dass die verringerte Angebotsmenge an Obst und Gemüse in den kommenden Wochen direkte Auswirkungen auf die Märkte haben wird.
Quelle: Hortoinfo.es
Veröffentlichungsdatum: 09.02.2026