BGA-Geschäftsführerkonferenz
BGA-Hauptgeschäftsführer Antonin Finkelnburg eröffnete am 13. Januar 2026 die Konferenz mit einer Einschätzung zur Lage Deutschlands. Er führte aus, dass das Jahr 2025 international von großer Unsicherheit geprägt gewesen sei, ausgelöst durch US-Zölle und die zunehmende Infragestellung des Multilateralismus, berichtet der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) in seinem Newsletter.
Antonin Finkelnburg (l) und Tino Sorge. (Foto © DFHV)
„Auf EU-Ebene sorgten das Omnibus-Verfahren, geänderte Nachhaltigkeitsvorgaben, Verzögerungen bei der EUDR sowie ein komplexer und schlecht kommunizierter CBAM für zusätzliche Belastungen.
Neue und laufende Freihandelsabkommen, unter anderem mit Mercosur, Indonesien, Malaysia, Singapur und Indien, setzten zumindest wichtige handelspolitische Impulse, auch wenn das Zollabkommen mit den USA Einschränkungen enthalte.
Der Blick auf das Jahr 2026 sei von offenen Reformfragen bei Arbeitszeit, Steuern, Energie und Rente geprägt. Klar sei nach seinen Worten, dass ohne echte strukturelle Reformen ein wirtschaftlicher Aufbruch nicht gelingen werde.
Gast auf der Geschäftsführerkonferenz war MdB Tino Sorge (CDU), parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Gesundheit.
Die vom Gesundheitsministerium eingesetzte "FinanzKommission Gesundheit" soll bis März 2026 kurzfristig wirksame und bis Ende des Jahres grundlegende Reformvorschläge dazu erarbeiten.
Aus Sicht der Teilnehmer müssen vor allem Effizienzpotentiale gehoben, Eigenverantwortung gestärkt und versicherungsfremde Leistungen ordnungspolitisch korrekt finanziert werden.
Das zweite, intensiv diskutierte Thema war der hohe Krankenstand in den Unternehmen, der diese organisatorisch und finanziell deutlich belastet.“
Quelle: DFHV
Veröffentlichungsdatum: 03.02.2026