Spanien: Ungewöhnliche Paprikasaison
Niedrigere Erträge als üblich und ein zunehmender Befall mit Thripsen haben Paprikaerzeugern in der Region Almería vor Probleme gestellt – viele haben stattdessen ihre Melonenanbaufläche vergrößert, so berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeB).
Bildquelle: Pixabay
Paul van Groningen, Händler bei Hudepa, zufolge erlebte Almería erneut eine ungewöhnliche Saison. Schon zu Beginn der Saison war klar, dass Thrips parvispinus erhebliche Probleme in der Paprikaproduktion verursachen würde, was letztendlich den Anteil an Ware der Klasse I deutlich reduzierte. Die Früchte weisen viele Oberflächenschäden auf, was ihre Marktfähigkeit mindert.
Neben der Qualität sind auch die Erträge deutlich geringer als üblich. Van Groningen nennt das Beispiel eines größeren Erzeugers, der seine Anbaufläche in diesem Jahr um 25 % vergrößerte und sein Sortiment um Chili- und Gemüsepaprikas erweitert hat, aber dennoch etwa die gleiche Erntemenge wie im Vorjahr einbrachte.
Der Rückgang ist durch den Thripsbefall und die ungünstigen Wetterbedingungen in der gesamten Region zu erklären.
In den kommenden Wochen wird keine wesentliche Besserung erwartet. Die Nachfrage ist derzeit verhalten, was zu einem Preisrückgang bei Paprikas unsicherer Qualität geführt hat. Die Marktteilnehmer sind jedoch zuversichtlich, dass sich die Lage Anfang Februar verbessern wird.
Meteorologische Prognosen zeigen jedoch Regen, Kälte und starken Wind an, was weiter mit geringen Erträgen rechnen lässt. Verschärft wird die Situation dadurch, dass weniger Ware aus Marokko eintrifft und die Qualität der dortigen Ernte durch den starken Regen ebenfalls beeinträchtigt wurde.
Ausblick auf den Frühling: Wassermelonen werden dieses Jahr voraussichtlich früher auf den Markt kommen, da mehrere Erzeuger Melonen anstelle der durch das Virus vernichteten Paprikaerträge angebaut haben und mit einer frühen Ernte rechnen.
Insgesamt stehen noch einige schwierige Wochen bevor, aber die Erzeuger sind zuversichtlich, dass die Wassermelonensaison richtig in Schwung kommt und günstiges Wetter in den nordeuropäischen Märkten eine starke Nachfrage auslösen wird.
Quelle: Fruitveb.hu
Veröffentlichungsdatum: 02.02.2026