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Belgien / Ingro-Genossenschaft zu geplanten Preissenkungen: „Sie pressen die Gemüsebauern aus“

29. Januar 2026

Die Verhandlungen über Vertragspreise für Industriegemüse gestalten sich schwierig. „Einige Fabriken versuchen, die Situation auszunutzen und bieten Preissenkungen von bis zu 15 Prozent an. Sie wollen die Landwirte auspressen. Das ist für uns völlig inakzeptabel“, sagt die Ingro, die Genossenschaft, die die Interessen der Industriegemüseanbauer vertritt, berichtet Vilt.be.  

Mit anderen Fabriken wurde bereits eine Einigung über geringere Preissenkungen erzielt.  

Nach dem Vorbild von Kartoffel- und Rübenanbauern scheinen auch die Industriegemüseanbauer mit Vertragspreissenkungen konfrontiert zu sein. 

Die Landwirte, vertreten durch die Erzeugergenossenschaft Ingro, befinden sich derzeit in Gesprächen mit Verarbeitern. Der Trend ist jedoch nicht vielversprechend. Laut Luc De Waele von Ingro ist mit einem Rückgang zu rechnen.  

„Die Betriebe stehen unter dem Druck des intensiven internationalen Wettbewerbs und schrumpfender Margen, die sie zu Preissenkungen zwingen“, so De Waele.

Im Namen von Ingro führt er Gespräche mit rund acht Fabriken, den größten Verarbeitern in Flandern. Zudem gibt es mehrere kleinere Akteure, die sich in der Regel an die mit den größeren Fabriken vereinbarten Preise halten.  

Laut Ingro halten zwei Fabriken weiterhin an Preissenkungen fest, die bis zu 15 Prozent betragen könnten. Und das ist für Ingro „völlig inakzeptabel“, insbesondere bei arbeitsintensivem Gemüse wie Blumenkohl, Rosenkohl, Zucchini und verschiedenen Kohlsorten.  

Diese Preissenkungen würden die Landwirte zwingen, ihre Produktionskosten zu senken. Der Vorschlag der beiden Fabriken stößt bei den Erzeugern auf massive Ablehnung. 

Am Stand von Ingro auf der Agro Expo in Roeselare wurde vergangenes Wochenende ein dringender Brief der Landwirte an die Verarbeiter ausgestellt.  

Laut De Waele liefern die Einkäufer keine fundierte Begründung, sondern „nutzen die bestehende Situation aus“. Er erklärt: „Auch Kartoffeln bringen kaum noch etwas ein, und diese Fabriken glauben, die Landwirte würden trotzdem einfach Gemüse anbauen.“  


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 29.01.2026

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