Streben nach Marktanteilen für spanische Nüsse in der EU
Der Produktionstrend der letzten Jahre ist positiv, insbesondere bei Pistazien und Mandeln: beide verzeichnen laut der neuesten offiziellen Daten steigende Produktionsmengen, wie FyH berichtet.
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Für spanische Nüsse soll angesichts eines sich verändernden internationalen Umfelds, das von US-Zöllen, aber auch die Öffnung neuer Märkte, wie jene der Mercosur-Länder und Chinas, in der EU Marktanteile gewonnen werden.
Das Wort des Jahres 2025 war für FundéuRAE „Zoll“, ein latentes Konzept in diesem neuen Jahr, das mit einem Fokus auf den internationalen Handel aufgrund der Unterzeichnung des Abkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Uruguay und Paraguay) am vergangenen Samstag begann.
Wie viele Agrar- und Lebensmittelprodukte sind auch Nüsse von diesen Handelsfragen betroffen.
Während die USA beispielsweise einen Zoll von 15 % auf bestimmte europäische Produkte erhoben haben, haben das Europäische Parlament und der Rat ein Zollkontingent für 500.000 Tonnen US-Nüsse vorgeschlagen, die zollfrei in die EU eingeführt werden sollen.
Die Auswirkungen dieses Zolls sind noch nicht sichtbar, erklärte Josep María Pelegri, Direktor des spanischen Verbandes der Trockenfrüchte (AFSE).
„Was sich aus internationaler Sicht jedoch zeigt, ist ein größeres Interesse von Zutatenherstellern und europäischen Einzelhändlern an Mandeln aus dem Mittelmeerraum und regionalen Produkten der mediterranen Ernährung“, so erklärt der Vertreter des AFSE.
EDEKA mit der spanischen Mandel
Dieses Interesse zeigt sich bereits in konkreten Maßnahmen, wie der Entscheidung des deutschen Unternehmens EDEKA, iberische Mandeln in seinen Supermärkten zu verkaufen.
Pelegri erwartet mittelfristig eine stärkere Präsenz spanischer Mandeln in Europa. Das Mercosur-Handelsabkommen öffnet neue Türen für den spanischen Nusssektor, erklärte er, da es sich um einen Markt mit einem Potenzial von 700 Millionen Menschen handelt.
Quelle: FyH.es
Veröffentlichungsdatum: 20.01.2026