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Belgien: Mercosur bewilligt – „Ein sehr dunkler Tag für Landwirte und Verbraucher“

13. Januar 2026

Aufgrund eines „Positionswechsels“ Italiens bewilligten die EU-Mitgliedstaaten am Freitagnachmittag das Mercosur-Freihandelsabkommen. Die belgischen Landwirtschaftsverbände ABS und Boerenbond reagierten empört, berichtet Vilt.be. Sie warnten, dass nicht nur Landwirte, sondern auch Verbraucher darunter leiden.

„Wo stehen jetzt die Verbraucherorganisationen, die sich stets gegen Pflanzenschutzmittel ausgesprochen haben?“, sagte der Sprecher des ABS, Marc Wulfrancke.

Ende 2024 schloss die Europäische Kommission nach über 25 Jahren Verhandlungen ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) ab. Dieses Abkommen musste noch offiziell unterzeichnet werden, doch bis zum vergangenen Freitag hatte die EU-Kommission kein Mandat dazu.

Für die Annahme war eine qualifizierte Mehrheit erforderlich. Dies erforderte die Zustimmung von mindestens 15 Mitgliedstaaten, die mindestens 65 % der EU-Bevölkerung repräsentierten. Am Freitag stellte sich heraus, dass diese Mehrheit gegeben war.

Dies ermöglichte es der zyprischen Ratspräsidentschaft, den Botschaftern die Texte zur Abstimmung vorzulegen.

Letztendlich stimmten nur Frankreich, Polen, Österreich und Ungarn gegen das Abkommen. Italien, das sich lange dagegen gewehrt hatte, stimmte schließlich dafür. Belgien musste sich der Stimme enthalten, da zwischen den verschiedenen Regierungen keine gemeinsame Position gefunden werden konnte.


Quelle: Vilt.be

 

Veröffentlichungsdatum: 13.01.2026

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