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Spanien: Knoblauchproduktionsmenge trotz schwieriger Saison deutlich zugenommen

13. Januar 2026

Die Erzeuger waren gleichzeitig von Klimaschocks, zunehmendem Importwettbewerb und einem verschärften regulatorischen Umfeld betroffen. Laut José López de la Fuente, Hauptgeschäftsführer (CEO) der Grupo Lomar, war Hagelschaden eine der gravierendsten Umweltauswirkungen der Knoblauchsaison 2025 in Spanien.


Bildquelle: Pixabay

Hagelstürme, die während der Wachstumsperiode in mehreren Regionen auftraten, reduzierten die Größe der Knoblauchknollen erheblich, was die Ausschussquote erhöhte und die Rentabilität verschlechterte. 

Dies berichtet der ungarische Fachverband Obst und Gemüse (FruitVeb). Die geringere Größe des Knoblauchs verursachte nicht nur Ernteverluste, sondern erschwerte auch die Sortierung und Vermarktung. 

Der Ertragsrückgang wurde durch die größere Anbaufläche, insbesondere für violetten Knoblauch, kompensiert.

Trotz der schwierigen Anbaubedingungen bleibt Spanien mit einer Jahresproduktion von 315.000 Tonnen mit Abstand der größte Knoblauchproduzent in der EU. Das Rückgrat der spanischen Produktion bleibt die Region Kastilien - La Mancha, die 59,7 % der nationalen Produktion und fast 68 % der Anbaufläche ausmacht. 

Die Marktposition spanischer Waren gerät jedoch zunehmend durch die Konkurrenz aus Drittländern unter Druck. Länder mit deutlich niedrigeren Produktionskosten – vor allem China und Argentinien – gewinnen Jahr für Jahr einen größeren Anteil an dem europäischen Markt, während Ägypten ebenfalls zu einem immer wichtigeren Lieferanten wird.

Laut López de la Fuente sind die Wettbewerbsbedingungen ungleich, da spanische Erzeuger gezwungen sind, mit höheren Kosten zu arbeiten und strengere Vorschriften einzuhalten. 

Nach deutlichen Preisanstiegen in den vergangenen Jahren prognostizieren Sektoranalysten, dass sich die Verbraucherpreise 2026 etwas entspannen könnten, vorausgesetzt, die Produktion normalisiert sich und extreme Wetterereignisse treten nicht erneut auf. 

Dies mag zwar die Verbraucher entlasten, könnte aber die Gewinnmargen der Erzeuger weiter schmälern.


Quelle: FruitVeb.hu

 

Veröffentlichungsdatum: 13.01.2026

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