
Heute geerntet, morgen in London – Großbritanniens wachsendes Interesse an belgischem Obst und Gemüse
Bei dem Gedanken an den Export flämischen Obsts und Gemüses kommen einem schnell Nachbarländer wie Frankreich, die Niederlande oder Deutschland in den Sinn. Großbritannien wird dagegen seltener erwähnt, so berichtet Vilt.be.
„Dennoch verkauft Flandern viel Obst und Gemüse dorthin und das Interesse unserer Agrar- und Lebensmittelunternehmen wächst jedes Jahr“, betont das Flämische Zentrum für Agrar- und Fischereimarketing (VLAM). „Der britische Markt ist für uns besonders interessant.“
Eines der wichtigsten Ziele für flämisches Obst und Gemüse ist Großbritannien. In dem Jahr 2024 wurden Gemüse im Wert von 67,5 Millionen EUR und Obst im Wert von 69,5 Millionen EUR dorthin exportiert. Damit belegt Großbritannien den vierten Platz unter den Exportmärkten.
In dem Obstsegment sind die Briten besonders an Birnen und Erdbeeren interessiert. Bei Gemüse erfreuen sie sich vor allem an Auberginen, Tomaten, Paprikas, Zucchini und Kohl. Fast ein Drittel aller belgischen Auberginenexporte 2024 landeten in Großbritannien. Bei Tomaten waren es 16 %, bei Paprika 13 %. Bei Obst lag der Anteil bei 32 % für Birnen und bei etwa 20 % für Erdbeeren.
Qualität und Nähe als Pluspunkte
Der Brexit gefährdete kurzzeitig Flanderns starke Position. Exporteure befürchteten zusätzliche Formalitäten und Verzögerungen. Insgesamt stellte sich dies jedoch als weniger problematisch heraus und dämpfte den Enthusiasmus der flämischen Exporteure nicht.
Quelle: Vilt.be
Veröffentlichungsdatum: 28.08.2025