
Spanien: Verordnung zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten in dem Kartoffelsektor tritt im Oktober in Kraft
In den letzten Monaten wurde an der Entwicklung der neuen Version der RUCIP-Verordnung gearbeitet, dem Standard zur Beilegung von Handelsstreitigkeiten in dem Kartoffelsektor, der am 1. Oktober 2025 in Kraft treten wird, berichtet RevistaMercados.com.
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Der RUCIP-Kodex, kurz für „Rules and Practices of Inter-European Trade in Potatoes“ (die Gesamtheit der Geschäftsbedingungen des Intereuropäischen Kartoffelhandels), umfasst eine Reihe von Standards, die von Branchenexperten ausgearbeitet wurden und Lösungen für häufige Probleme im Kartoffelhandel bieten sollen, wie z. B. die Nichteinhaltung vertraglich vereinbarter Qualität, Nichtlieferung oder Nichtzahlung.
Die erste Version dieser Standards wurde 1956 von der damaligen Europäischen Kartoffelgroßhandelsgewerkschaft (später EUROPATAT, der Europäische Kartoffelhandelsverband) entworfen.
Seitdem wurden sie jedoch mehrfach überarbeitet, was zu weiteren Versionen führte, mit dem Ziel, sie an die veränderte Situation des Sektors und seine technologische Entwicklung anzupassen und bestehende Rechtslücken zu schließen.
Unter den jüngsten Versionen sind besonders jene von 2012, 2017 und 2021 hervorzuheben. Diese Änderungen dienten der Anpassung des Standards an die damalige Situation im Kartoffelhandel, spiegelten die Verlegung des europäischen RUCIP-Sekretariats von Paris nach Brüssel, die Erstellung europäischer Experten- und Schiedsrichterlisten wider, um Experten für Streitigkeiten in Ländern ohne nationales Sekretariat zur Verfügung zu haben, sowie Vereinfachungen des Standards.
Die neueste Version von 2021 ist derzeit in Kraft, bis die neue Version in Kraft tritt.
Die technischen Arbeiten an dieser neuen Version, RUCIP 2025, wurden in den letzten Monaten durchgeführt und kürzlich abgeschlossen. Nach der Übersetzung ins Spanische tritt sie am 1. Oktober dieses Jahres in Kraft.
Quelle: RrevistaMercados.com
Veröffentlichungsdatum: 18.08.2025