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Marktinformation Ostdeutschland 39. KW: Das Erntewetter ist gut

06. Oktober 2023

Die Kartoffelernte in Mecklenburg - Vorpommern kommt zügig voran. Regional haben leichte Niederschläge sowie Beregnung das Roden ermöglicht. Nach wie vor sind die Temperaturen für die Einlagerung zu hoch. Die Qualität der Knollen ist überwiegend gut, vereinzelt tritt Fäulnis auf. Teils wird von einem hohen Anteil großfallender Kartoffeln berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind zur Vorwoche um 2 EUR/dt zurückgegangen. Die Preisspanne für vorwiegend festkochende Knollen liegt zwischen 25 und 30 EUR/dt. Werbeaktionen in 7,5 kg Gebinden haben in der vergangenen Woche für reichlich Absatz gesorgt. Die Schälkartoffelpreise bleiben im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 39. KW 2023 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind wiederholt leicht zurückgegangen. Für vorwiegend festkochende Knollen werden inzwischen 30 bis 35 EUR/dt bezahlt. Für mehlig kochende und festkochende Ware wird vereinzelt noch deutlich mehr gefordert. Die Einlagerung geht gut voran. Es ist reichlich trocken, der überwiegend leichte Sandboden hierzulande ist locker. Die Siebketten sind jedoch gerade noch bedeckt, so dass es nicht zu Beschädigungen der Knolle kommt. Es wird regional von Erntemengen zwischen 30 und 45 t/ha berichtet. Die Kartoffelqualität ist gut, bestimmte Sorten zeigen leichten Schorf. Der Anteil von Übergrößen ist höher als in den Vorjahren. Drillinge sind kaum im Erntegut. Der Absatz von Packware im Lebensmitteleinzelhandel ist ruhig. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert.

Sachsen
Die Erzeugerpreise gehen in kleinen Schritten zurück. Für vorwiegend festkochende Speisekartoffeln werden 30 bis 32 EUR/dt gezahlt, für mehlig kochende und festkochende Knollen zwischen 32 und 34 EUR/dt. Derzeit ist es vielerorts zu trocken zum Roden, die Ernte wurde gebietsweise eingestellt. Erdkluten beschädigen die Knollen. Regenfälle sind nicht in Sicht. Die Erzeuger müssen derzeit das Risiko abwägen, entweder Ernteverluste durch Beschädigungen oder möglicherweise in naher Zeit Frostschäden. Letztendlich sind die Größe der Anbaufläche und die Schlagkraft bei der Ernte entscheidend. Bei Nachttemperaturen von zuletzt 6°C Grad sind die Lagerbedingungen etwas günstiger geworden. Bevorratungsaktionen in 7,5 und 10 kg Beuteln sind zufriedenstellend im Lebensmitteleinzelhandel gelaufen. Die Preise für Schälkartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Nachfrage nach Schälware ist gleichbleibend.

Sachsen - Anhalt
Für Speisekartoffeln wird wiederholt im Schnitt weniger gezahlt, teils blieben die Erzeugerpreise einzelner Melder unverändert auf dem Vorwochenniveau. Für vorwiegend festkochende Knollen werden um die 30 EUR/dt gezahlt, für mehlig kochende und festkochende Kartoffeln um die 32 EUR/dt. Das Erntewetter ist gut, aber an einigen Standorten kann nicht gerodet werden, da der Boden stark verkrustet ist. Bis Ende August hat es dort ständig geregnet, danach haben hohe Temperaturen und Ostwind den Boden ausgetrocknet. Regen ist nicht absehbar und von 170 ha konnte noch kein Quadratmeter gerodet werden. Andernorts geht die Ernte zügig voran, wer kann, beregnet den Boden vor der Ernte. Menge und Qualität der Kartoffeln werden als gut bezeichnet. Auffällig sind ein höherer Teil Übergrößen und geringere Stärkewerte bei den Sorten für die Verarbeitung. Der Kartoffelabsatz im LEH wird als ruhig bezeichnet. Angebotsware wird von den Kunden zum Teil ignoriert.

Thüringen
Am Speisekartoffelmarkt sind die Erzeugerpreise zum Teil weiter zurückgenommen worden. Für vorwiegend festkochende Knollen liegen die Preise zwischen 25 und 30 EUR/dt, für die anderen zwei Sortentypen werden Preise von 27 bis 32 EUR/dt genannt. Die Ernte der Kartoffeln geht vielerorts zügig voran. Die Einlagerung hat begonnen. Derzeit geht Einlagern vor Versandhandel. Es gehen nur kleine Mengen in den Versand. Im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern laufen Bevorratungsaktionen, welche zum kommenden Wochenende die Nachfrage ankurbeln sollen. Am Schälkartoffelmarkt bleibt die Lage unverändert.

Mehr Informationen: www.lallf.de

Quelle: MIO-LALLF

Veröffentlichungsdatum: 06.10.2023

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