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Marktinformation Ostdeutschland 37. KW: Die Erzeugerpreise für Kartoffeln bleiben unverändert

19. September 2022

In einigen Teilen Brandenburgs wurde mit der Einlagerung begonnen. In anderen Gebieten ohne Niederschlag hat die Hauptrodung noch nicht begonnen. Es wird teils von erhöhter Stresskeimung und Drahtwurmbefall der frisch eingelagerten Knollen berichtet. Erzeuger rechnen mit einer unterdurchschnittlichen Ernte.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln und auch die Preise für rohe und gedämpfte Kartoffeln verharren auf dem Niveau der Vorwoche. Der Absatz bei den Schälkartoffeln in Richtung Berlin läuft etwas schleppend, da Fahrer krankheitsbedingt ausfallen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 37. KW 2022 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg-Vorpommern
Die Erzeugerpreise für Kartoffeln bleiben unverändert. Die Hauptrodung ist mit dem Regen letzte Woche nun in allen Landesteilen voll im Gange. Bei gesunkenen Temperaturen hat auch die Einlagerung in diesen Tagen begonnen. Es wird mit leicht unterdurchschnittlichen Erträgen im Vergleich zum Jahr 2021 gerechnet. Von einem Minus von 10 -20 % wurde berichtet. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel ist unverändert. Es laufen Werbeaktionen, um diesen anzukurbeln. Die Schälkartoffelpreise bleiben auf gleichem Niveau.

Sachsen
Die Haupternte kann in einigen Landesteilen langsam beginnen. Es gibt dagegen auch Gebieten in den noch nicht gerodet wird, da die Böden weiterhin zu trocken sind. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln und die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert. Der Absatz ist ruhig.

Sachsen-Anhalt
In einigen Regionen sind die Witterungsbedingungen gut, so dass die Ernte unvermindert weiter läuft, in anderen Teilen gab es keinen Niederschlag, wo auf staubtrockenen Böden versucht wird, die Knollen möglichst unverletzt aus dem Boden zu holen. Es gibt starke regionale Unterschiede. Bei beregneten Flächen sind die Erträge gut, ohne Bewässerung sind die Knollen sehr klein. Der Absatz ab Hof ist normal, im Lebensmitteleinzelhandel wird von "Einkellerungsaktionen" berichtet. Das Preisniveau der Speisekartoffeln bleibt unverändert.

Thüringen
Nach wie vor fehlt es in vielen Regionen an ausreichend Niederschlägen für eine verlustarme Kartoffelernte. Die Zeit drängt, diverse Feldarbeiten stehen an. So rodet, wer kann, teils inmitten von Staubwolken und mit hohem Klutenanteil im Erntegut. Hiesige Lagerhalter und Versandhändler bangen um ausreichende Erntemengen. Die Speisekartoffelpreise und auch die Preise für rohe und geschälte Knollen verharren auf dem Niveau der Vorwoche.

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Quelle: MIO-LALLF

Veröffentlichungsdatum: 19.09.2022

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