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BLE-Marktbericht KW 04/ 22: Wieder vorrätige italienische Artischocken waren in Hamburg recht beliebt

03. Februar 2022

Die italienischen Birnen blieben knapp und teuer. Verschiedentlich verteuerten sie sich sogar noch, was die Unterbringungsmöglichkeiten postwendend verschlechterte. Türkische Santa Maria und Deveci konnten in Berlin zu 7,- bis 9,- € je 4-kg-Steige flott verkauft werden.

Bildquelle: Shutterstock.com Artischocken
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Einheimische Conference und Alexander Lucas ergänzten die Vermarktung ebenso wie niederländische Conference und Gute Luise, die sich örtlich verteuerten. Insgesamt verliefen die Geschäfte in sehr ruhigen Bahnen. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. Erste Importe aus Übersee sollen in der 5. KW in Erscheinung treten.

Äpfel
Einheimische Chargen bestimmten das Geschehen, allen voran Elstar, Jonagold, Boskoop und Braeburn. Aus Italien stammten vorrangig Granny Smith und Golden Delicious, aus Frankreich Granny Smith und Pink Lady. Abladungen aus den Niederlanden und Belgien rundeten die Warenpalette ab. Spanische Granny Smith kosteten in Frankfurt lediglich 1,- € je kg. Angebot und Nachfrage hielten sich in der Regel die Waage. Die Händler hatten daher nur selten Anlass, ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren. In Frankfurt verteuerten sich Clubsorten aus Italien und Frankreich. Die Notierungen von Kanzi aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland stiegen verschiedentlich ebenso an. In München kletterten vor allem die Bewertungen der einheimischen Produkte mengeninduziert nach oben. In Berlin traten konditionsschwache Artikel vermehrt in Erscheinung.

Orangen
Im Bereich der Blondorangen herrschten spanische Navelina augenscheinlich vor. Aus Spanien stammten außerdem Salustiana und Navel, deren Präsenz merklich anwuchs. Türkische Washington Navel ergänzten die Vermarktung ebenso wie italienische Navel und marokkanische Salustiana. Bei den Blutorangenp konnte vorrangig auf italienische Moro und Tarocco zugegriffen werden. Spanische Cara Cara komplettierten die Szenerie und kosteten in Berlin in der Größe 1/2 ca. 2,- € je kg. Insgesamt war die Nachfrage nicht besonders stark ausgeprägt. Punktuell hatte sie sich infolge der schlechten Witterung leicht verbessert. Die Notierungen veränderten sich nur selten. Verbilligungen waren verschiedentlich zu beobachten, meist hervorgerufen durch eine abschwächende Kondition oder durch ein zu üppig vorrätiges Angebot.

Zitronen
Spanische Primofiori dominierten augenscheinlich die Vermarktung, welche türkische Lama ergänzten. Infolge des Schneefalls in der Türkei hatten sich die Abladungen von dort punktuell begrenzt. Dies hatte in Hamburg Auswirkungen auf die Bewertungen der spanischen Konkurrenz, die leicht anstiegen. Insgesamt tendierten die Preise eher aufwärts als nach unten. Italienische Produkte waren unbehandelt und konnten in einem steten Rahmen abgewickelt werden.

Bananen
Das Interesse war zwar nicht besonders stark ausgeprägt, dennoch konnten die Händler ihre Aufrufe häufig erhöhen. Eine klare Linie war dabei aber nicht zu erkennen: Manchmal verteuerte sich die Erstmarke, ab und zu musste aber auch für die Zweit- und Drittmarken tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Salat
Beim Eissalat gab es ausschließlich spanische Offerten. Stimmte die Qualität, konnten die Vertreiber ihre bisherigen Aufrufe bestätigen. Allerdings etablierte sich mancherorts infolge einer uneinheitlichen Güte und wegen Rückläufern aus dem LEH eine weite Preisspanne. Neben den 10erAbpackungen standen punktuell auch 12er-Aufmachungen bereit. Bei Kopfsalat überwogen belgische vor italienischen Abladungen. Französische und niederländische Anlieferungen trafen nicht auf allen Märkten ein. Die Geschäfte verliefen in ruhigen Bahnen, die Notierungen veränderten sich nicht wesentlich. Ab und an waren die italienischen Produkte zu klein, was sich auf die Bewertungen auswirkte. Das Interesse an Bunten Salaten war zwar durchaus vorhanden, fiel aber nicht so stark aus, als dass die Verkäufer Verteuerungen grundsätzlich hätten durchsetzen können. Lediglich in Hamburg verzeichnete man leicht angehobene Forderungen. Bei italienischen Endivien harmonierten Angebot und Nachfrage miteinander und die Kunden mussten so viel wie in der Vorwoche bezahlen. Einheimischer Feldsalat kostete in Frankfurt 7,- bis 9,- € je kg, kleinblättriger französischer und italienischer lediglich 6,- € je kg.

Gurken
Bei den Schlangengurken dominierten die spanischen Chargen vor den belgischen und griechischen. Niederländische Zufuhren ergänzte das Geschehen. Die Notierungen tendierten aufwärts, zum Teil auch recht kräftig. Die Gründe waren eingeschränkte Anlieferungen, welche wiederum durch fehlende Erntehelfer in Spanien und dem Wintereinbruch in Griechenland verursacht wurden. Mancherorts fehlten einige Sortierungen. Zwar hatten sich bei nasskalten Wetter auch die Unterbringungsmöglichkeiten offensichtlich eingeschränkt, dennoch stiegen die Bewertungen an. Dies war auch bei den Minigurken zu beobachten. Diese stammten aus Spanien, der Türkei und den Niederlanden. In Hamburg trafen jordanische Importe ein: Zu 20,- € je 6-kg-Kollo waren die ansprechend schmeckenden Artikel direkt eine Konkurrenz zu den etablierten Partien.

Tomaten
Es stand ein umfangreiches und vielfältiges Angebot bereit. Rispenware stammte überwiegend aus Spanien und der Türkei, Runde Tomaten kamen vorrangig aus Marokko und Spanien. Bei den Fleischtomaten dominierte Spanien vor Marokko und der Türkei, bei den Kirschtomaten Spanien vor Italien das Geschehen. Offerten aus den Niederlanden und Belgien hatten höchstens ergänzenden Charakter. Da sie weitaus teurer als die Konkurrenz waren, generierten sie nur relativ wenig Zuspruch. Insgesamt verzeichnete man eher ruhige Geschäfte. Bei den Bewertungen war keine klare Linie zu erkennen, man verzeichnete sowohl Verteuerungen als auch Verbilligungen. In Frankfurt gab es spanische Fleischtomaten in sehr üppigem Kaliber: Die 720 bis 820 g schweren Früchte sollten 12,50 € je 6,5-kg-Kiste einbringen, was nur schwer durchsetzbar war. Dort waren marokkanische Runde Tomaten dank ihres niedrigen Preises von 6,- bis 8,- € je 6 kg recht beliebt.

Gemüsepaprika
Spanische Offerten dominierten offensichtlich das Geschehen. Sie vergünstigten sich oftmals. Zum einen lag dies am verstärkten Auftauchen günstiger marokkanischer Importe und zum anderen an einem zu schwachen Interesse. Auch gesenkte Eingangsforderungen wurden punktuell als Grund genannt. In Berlin führten massive Rückläufer aus dem LEH zu einer weiten Preisspanne. Die türkischen Anlieferungen schränkten sich stark ein: Der Wintereinbruch in den Anbaugebieten hatte selbstredend Auswirkungen auf die Bewertungen, die mitunter kräftig nach oben kletterten. Marokkanische Produkte ergänzten die Szenerie.


Weitere Informationen

Frankfurt
Steinobst aus Südafrika generierte kaum Beachtung, sodass mit reduzierten Forderungen der Verkauf angekurbelt werden musste. Kaktusfeigen kosteten 8,90 bis 9,90 € je 14er-, 16er- und 18er-Karton. Das Interesse an Rhabarber aus Treibhäusern hielt sich in Grenzen, sodass die Preisvorstellung von anfangs 4,- € je kg, im weiteren Verlauf auf 3 bis 3,50 € je kg zurückgenommen wurden. Die Notierungen von spanischen Zucchini sanken auf 12,50 bis 16,- € je 5-kg-Kiste und die von marokkanischen auf 10,50 bis 14,- €; die Geschäfte verliefen freundlich. Auberginen verteuerten sich ab Donnerstag. Zu Saisonbeginn musste für niederländische Offerten 14,- € je 5 kg und für marokkanische 12,- € je5 kg bezahlt werden. Radieschen aus der Pfalz konnten zu 0,50 €je Bund flott umgeschlagen werden. Spinat und Mangold aus der italienischen Ernte sowie spanischer Brokkoli waren knapp und teuer. Auch für italienischen Wirsing mussten man mit 1,- bis 1,20 € je kg tiefer in die Tasche gegriffen werden.

Hamburg
Wieder vorrätige italienische Artischocken waren in 24er-Anzahl zu 18,- € je 7,2-kg-Holzkiste recht beliebt. Die Nachfrage nach Spinat, Rettich und Fenchel aus Italien konnte mit dem erheblichen Angebot nicht Schritt halten: Vergünstigungen waren wie auch bei spanischem Brokkoli an der Tagesordnung. Ansprechender Kohlrabi aus Italien und Schalotten aus Frankreich verteuerten sich. Lauchzwiebel aus Ägypten und Chicorree aus Belgien waren reichlich vorhanden und verbilligten sich. Je nach Qualität drifteten die Notierungen von spanischen Gemüsezwiebeln weiter auseinander. Während mangelbehaftete Artikel lediglich 10,- € je 25-kg-Sack kosteten, musste für gesunde Produkte bis zu 12,- € je 25 kg bezahlt werden.

München
Bei temperaturbedingt besserer Aufnahme europäischer Kiwi konnten sich die Notierungen teilweise erneut befestigen. Südafrikanische Pfirsiche und Nektarinen fanden auch bei gesenkten Bewertungen kaum mehr Beachtung. Türkische Erdbeeren konnten sich weiterhin auf einem nur mäßig versorgten Markt weiter behaupten. Die Preisspitze bei spanischen und italienischen Zucchini wurde überschritten, dagegen verteuerte sich türkische Ware. Das Angebot an italienischen und spanischen Artischocken fiel reichlich und insbesondere bei den italienischen Partien sehr vielfältig aus. Ebenfalls reichlich war das Sortiment an italienischen Stangensellerie, Mangold, Cima di Rapa und Petersilie. Wurzelspinat und Blattspinat blieben dagegen eher knapp.

Berlin
Die Präsenz von Erdbeeren wuchs wieder deutlich an, insbesondere ansehnliche 500-g-Schalen aus Griechenland wurden peu á peu häufiger gesichtet. Diese kosteten 2,- bis 4,- € und wurden von Importen aus Marokko sowie ersten Anlieferungen aus Spanien flankiert. Die hohen Bewertungen von Auberginen und Zucchini aus Spanien blieben bestehen. Infolge erneut eintreffender marokkanischer Zucchini sanken die Preise ab Donnerstag dann.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 04/ 22
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Veröffentlichungsdatum: 03.02.2022

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