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Gemeinsame Erklärung: Vom Hof auf den Tisch – Es ist and der Zeit, die Daten ernst zu nehmen!

26. Oktober 2021

Die Akteure der Lebensmittelkette pflichten alle den wichtigsten Grundsätzen der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ bei und sind sich vollkommen darüber im Klaren, dass ständige und wesentliche  Verbesserungen  vorgenommen  werden  müssen, um einen nachhaltigeren  Ansatz für  unsere  Lebensmittelsysteme  zu  gewährleisten. 

Bildquelle: Shutterstock.com EU
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Jedoch  weisen  kürzlich  veröffentlichte  Studien zur Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ darauf hin, dass die derzeitigen Ziele, wenn sie wie vorgeschlagen umgesetzt werden,  einen hohen Tribut  von den Landwirten in der EU und der Lebensfähigkeit der gesamten europäischen Agrarindustrie fordern werden.

Die Zeit für politische Botschaften zur Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ ist vorbei. Es ist nun an der Zeit, die derzeit verfügbaren Daten zu analysieren. In den vergangenen Monaten haben verschiedene zentrale Berichte und Studien versucht, die Auswirkungen der Ziele, die die Europäische Kommission im Mai 2020 mit der Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ und der Biodiversitätsstrategie vorgelegt hat, zu bewerten und zu messen.

Die Studien des US-andwirtschaftsministeriums, der HFFA Research, der Gemeinsamen Forschungsstelle  der  EU  (GFS),  der  Universität  Kiel  sowie  der  Universität  Wageningen  (WUR) kommen  alle zu dem Schluss, dass die Ziele beträchtliche Folgen, Zielkonflikte und Schwachpunkte aufweisen, die von den politischen Entscheidungsträgern in der EU (und darüber hinaus) dringend in Betracht gezogen wer en müssen.

Einige Beispiele:

  • Die Studie der GFS prognostiziert, dass der von der Umsetzung der Ziele der Strategie „Vom  Hof  auf  den  Tisch“  erwartete  Rückgang  der  Treibhausgasemissionen  aus  der europäischen  Landwirtschaft  um  40  bis  60 %  zu  einer  Verlagerung  der  europäischen Agrarproduktion einschließlich ihrer Emissionen in Drittländer führen wird.
  • Die  Studie  der  Universität  Kiel  rechnet  damit,  dass  Europa  zu  einem  Nettoimporteur von  Nahrungsmitteln  werden  könnte,  was  in  direktem  Widerspruch  zu  der  von  der Europäischen  Kommission  während  der  COVID-Krise  propagierten  offenen strategischen Autonomie steht.
  • Die Studie des US-Landwirtschaftsministeriums kommt zu dem Schluss, dass die Ziele der  Strategie  „Vom  Hof  auf  den  Tisch“  zu  Ernährungsunsicherheit  für  22 Millionen Menschen führen könnte.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier (Pdf).

Quelle: Copa - Cogeca, 25.10.2021

 

Veröffentlichungsdatum: 26.10.2021

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