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BLE-Marktbericht KW 33/ 21: Bei Eissalat führte eine verknappte Verfügbarkeit zu steigenden Preisen

27. August 2021

Bei Eissalat überwogen einheimische Partien, niederländische ergänzten die Szenerie. In Berlin gab es daneben noch spanische Erzeugnisse. Eine verknappte Verfügbarkeit führte vielerorts zu steigenden Preisen. Punktuell erfolgten die Verteuerungen zu Wochenbeginn, vereinzelt zogen die Notierungen aber auch sukzessive an.

Bildquelle: Shutterstock.com Salat
Bildquelle: Shutterstock.com

Bei Kopfsalat verminderte sich die Präsenz der einheimischen Chargen, während die belgischen an Bedeutung gewannen. Die belgischen Artikel ließen hinsichtlich ihrer Qualität keine Wünsche offen und sollten bis zu 17,- € je 12er-Steige kosten. Die einheimischen Produkte waren zwar günstiger, ihre Qualität sprach aber nicht durchgehend an. Auch die Notierungen der Bunten Salate tendierten aufwärts. Als Hauptgrund wurde unisono die verengte Versorgungslage genannt. Bis zu 9,- € je 9er-Steige sollten die Kunden beispielsweise in Frankfurt bezahlen.

Birnen
Türkische und italienische Santa Maria dominierten. Italienische Williams Christ und spanische Limonera ergänzten das europäische Sortiment, Williams Christ aus Deutschland sowie Conference aus Belgien rundeten das Angebot ab. Erste spanische Santa Maria und französische Williams Christ trafen ein. Das Interesse war durchaus freundlich, konnte der angewachsenen Versorgungslage aber nicht folgen. Dementsprechend bröckelten die Notierungen häufig ab; die Händler versuchten durch gewährte Vergünstigungen, den Umschlag zu beschleunigen. Partien aus Südafrika und Chile verschwanden langsam von der Bildfläche. Deren Güte überzeugte meist, dennoch wendeten sich die Kunden eher den europäischen Offerten zu.

Tafeltrauben
Die Präsenz türkischer Sultana wuchs augenscheinlich sehr massiv an, was sich negativ auf deren Preise auswirkte. Crimson Seedless aus der Türkei wurden verstärkt zugeführt. Aus Italien stammten vorrangig Victoria, die jedoch, ähnlich wie nur noch ergänzende Black Magic, an Wichtigkeit einbüßten. Michele Palieri und Italia gleicher Herkunft gewannen indes an Relevanz. Französische Alphonse Lavallée und Muscat d´Hombourg waren zwar teuer, dank einer exklusiven Qualität aber auch begehrt. Die spanischen und griechischen Zuflüsse schränkten sich offensichtlich ein und hatten nur noch komplettierenden Charakter. In Frankfurt tauchten vereinzelt Importe aus Algerien und Usbekistan auf. Ägyptische Früchte hatten sich fast gänzlich aus dem Geschäft verabschiedet. Die Unterbringungsmöglichkeiten passten in der Regel gut zum Angebot, sodass die Bewertungen oftmals konstant blieben. Gesenkte Forderungen seitens der Vermarkter sollten die Abwicklung positiv beeinflussen, was mancherorts auch gelang.

Erdbeeren
Einheimische Produkte dominierten im Sortiment; punktuell trafen zudem polnische, belgische und niederländische Abladungen ein. Es standen ausreichende Mengen bereit, um das durchaus freundliche Interesse zu stillen. Insbesondere an den ersten Wochentagen war die Nachfrage recht ausgeprägt. Zum Wochenende hin stockten dann infolge des schlechten Wetters die Unterbringung. Dementsprechend entwickelten sich auch die Bewertungen, die meistens bis Mittwoch halbwegs konstant blieben, um ab Donnerstag dann abzusacken. Zum Teil fielen die Verbilligungen auch recht kräftig aus. Lediglich exklusive Qualitäten konnten die bisherigen Preise bestätigen. Es waren aber auch Chargen vorzufinden, die unter Notiz umgeschlagen werden mussten.

Aprikosen
Die Saison steht vor ihrem Abschluss: Angebot und Nachfrage schränkten sich ein. Französische Offerten bildeten die Grundlage der Warenpalette, von der Bedeutung her folgten türkische, italienische und, mit weitem Abstand, spanische. Wohlschmeckende inländische Produkte kosteten in Frankfurt 5,50 € je kg und fanden zügig Abnehmer. Die Verfügbarkeit hatte sich zwar begrenzt, sie harmonierte aber dennoch hinreichend mit der Nachfrage. Demzufolge verharrten die Notierungen oftmals auf ihrem bisherigen Niveau. In Hamburg zogen sie mengeninduziert sogar ein wenig an. Auch in München wurden zu Wochenbeginn steigende Preise verzeichnet.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanische und italienische Abladungen waren die Basis des Sortimentes, türkische und französische hatten eher ergänzenden Charakter. Insbesondere die Partien aus Frankreich wussten qualitativ stets zu überzeugen; sie waren dementsprechend teuer. Das Ende der diesjährigen Kampagne liegt in der Luft, denn die Anlieferungen schränkten sich merklich ein und auch das Interesse hatte den Höhepunkt bereits überschritten. Die Vermarkter gerieten aber nur selten unter Druck, sodass sie ihre bisherigen Aufrufe durchaus bestätigen konnten. Sogar Verteuerungen waren manchmal möglich. In Frankfurt tauchten im Wochenverlauf Importe aus Serbien auf, die dank ansprechender organoleptischer Eigenschaften durchaus zügig verkauft werden konnten.

Pflaumen
Es stand ein breitgefächertes Angebot bereit, indem Cacaks Schöne aus dem Inland und der Republik Moldau überwogen. Einheimische Bühler Frühzwetschge und Hanita sowie Stanley aus Serbien folgten von der Bedeutung her. Serbische Cacaks Schöne verloren, nordmazedonische gewannen augenscheinlich an Relevanz. Polnische Anlieferungen ergänzten das bunte Treiben ebenso wie spanische. Mit bosnische, bulgarische und usbekischen Abladungen wurde die Warenpalette abgerundet. Insgesamt genügte die Verfügbarkeit, um den Bedarf zu decken. Infolge der ausgedehnten Anlieferungen waren die Verkäufer hin und wieder gezwungen, ihre Forderungen nach unten zu korrigieren. Doch auch festere Bewertungen waren ab und an zu beobachten.

Zitronen
Spanische Verna und südafrikanische Eureka herrschten vor, Importe aus Argentinien ergänzten das Sortiment. Die Verfügbarkeit genügte, um das mitunter freundliche Interesse zu stillen. Die Notierungen entwickelten sich dabei unterschiedlich: Mal zogen die der spanischen Früchte an, mal verteuerten sich die südamerikanischen Produkte. Ähnliches war auch bei den Vergünstigungen zu verzeichnen.

Blumenkohl
Einheimische Chargen dominierten, belgische, niederländische und spanische rundeten das Geschehen ab. In der Regel überzeugte die Qualität. Die Nachfrage konnte als durchaus freundlich bezeichnet werden; größere Kaliber standen im Mittelpunkt. Die Bewertungen veränderten sich nicht wesentlich. In Frankfurt wiesen die spanischen Offerten Probleme bei der Ausfärbung auf. Die einheimischen Produkte waren dort etwas ungleichmäßiger sortiert als die belgischen und niederländischen.

Gurken
Einheimische, belgische und niederländische Schlangengurken bildeten die Basis des Sortimentes. Der Bedarf konnte ohne Schwierigkeiten befriedigt werden. Die Händler hatten nur selten Anlass ihre bisherigen Forderungen zu modifizieren. Wenn es in dieser Hinsicht Bewegung gab, so fiel sie nur minimal aus. Minigurken kamen aus dem Inland, den Niederlanden und der Türkei. Bei stetig verlaufenden Geschäften veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich.

Tomaten
Das Angebot setzte sich vorrangig aus niederländischen und belgischen Anlieferungen zusammen. Daneben konnte man hauptsächlich auf polnische, deutsche und italienische Abladungen zugreifen. Die Zufuhren schränkten sich summa summarum zwar nicht ein, die qualitativ hochwertigen mitteleuropäischen Artikel waren aber eher knapp. Die Notierungen zogen mehrheitlich an, zum Teil auch recht kräftig. Der Preis von Fleischtomaten lag in Frankfurt etwa bei 19,- € und in Hamburg bei 20,- € je 7-kg-Kollo. Rispenofferten kosteten in Köln bis zu 14,- € je 5-kg-Kiste. Die polnischen Erzeugnisse waren mancherorts zu schwach ausgefärbt und stellten angesichts der hohen Preise der Konkurrenz doch eine ernsthafte Alternative dar.

Gemüsepaprika
Auf sämtlichen Märkten war das Gleiche zu beobachten: Die niederländischen und belgischen Zuflüsse schränkten sich ein und die Nachfrage konnte nicht durchgängig gedeckt werden. Die Preise stiegen daher an, 20,- € je 5-kg-Karton für gelbe und rote Offerten waren keine Seltenheit. Die Kunden wendeten sich daraufhin den wesentlich günstigeren polnischen Chargen zu, die daraufhin zügig umgeschlagen werden konnten.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Türkei lieferte zum ersten Mal seit Jahren Kaktusfeigen. Je 2-kg-Karton wurden 6,- bis 6,50 € gefordert. Die Saison von roten Stachelbeeren und schwarzen Johannisbeeren endete, die Notierungen stiegen auf bis zu 4,50 € je 500 g an. Deutsche Himbeeren waren knapp. Zum Wochenschluss verlangten die Verkäufer 2,80 bis 3,- € je 200-g-Schale und bis zu 3,50 € je 250 g. Inländische Auberginen und Zucchini litten unter dem wenig sommerlichen Wetter und kosteten deutlich mehr als im Vorjahreszeitraum; polnische Anlieferungen ergänzten das Sortiment. Die Verfügbarkeit von Pfifferlingen dehnte sich aus und damit verbunden sanken die Preise auf 10,- bis 18,- € je kg. Steinpilze aus polnischer Ernte wurden zu 26,- € je kg flott umgeschlagen. Premiere feierte deutscher Bockshornklee in 500-g-Bunden. Das weitgehend unbekannte Gemüse wurde von indischen Kunden gerne gekauft.
Hamburg
Inländische Himbeeren waren zum Ende der Woche gefragt und verteuerten sich. Bei zu reichlich vorrätigen Brombeeren sackten die Notierungen hingegen etwas ab.
Köln
An immer mehr Ständen fanden sich erste südafrikanische Mandarinen, meist Nadorcott. Ebenfalls vermehrt in Erscheinung traten südafrikanische Valencia Late. Das Angebot an spanischen und ägyptischen Offerten ging weiter zurück. Belgische lose Möhren und Stangenbohnen aus Marokko ergänzten das Angebot. Ebenfalls erhältlich waren Steinpilze, meist aus Polen. Obwohl sich die Vorgaben im Rahmen hielten, war das Interesse noch nicht sonderlich ausgeprägt.
München
Die anhaltend unbeständige Witterung schlug sich negativ auf die Qualität und positiv auf die Preise von einheimischem Himbeeren und Brombeeren nieder. Der ferien- und urlaubsbedingt stockende Absatz von Limetten ließ die Notierungen absacken. Das Angebot an türkischen Feigen und spanischen Kaktusfeigen weitete sich aus.
Berlin
Ansprechende Pfifferlinge aus Belarus waren sehr üppig verfügbar, stießen jedoch nicht mehr auf so große Resonanz der Gastronomie wie in den Vorwochen, sodass vor allem Abladungen in Gourmetqualität teilweise deutlich an Wert verloren. Steinpilze aus Rumänien hingegen waren äußerst rar, denn die hochsommerlichen Temperaturen vor Ort begrenzten die verfügbaren Mengen, was zusammen mit der robusten Nachfrage für Bewertungen von bis zu 20,- € je kg sorgte.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 33/ 21
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Veröffentlichungsdatum: 27.08.2021

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