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BLE-Marktbericht KW 21: In München trafen erste Kakis aus Spanien ein

03. Juni 2021

Die Apfel-Importe aus Übersee gewannen an Bedeutung: Neben Royal Gala aus Südafrika, Chile und Neuseeland konnte vorrangig auf neuseeländische Cox Orange und neuerdings auch südafrikanische Braeburn zugegriffen werden. Chilenischen Elstar und argentinischen Pink Lady blieb höchstens eine komplettierende Rolle.

Bildquelle: Shutterstock.com Kaki
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Erste chilenische Pink Lady trafen in Hamburg ein. Die Qualität der Früchte ließ oftmals keine Wünsche offen und die Vermarktung verlief recht problemlos. Natürlich waren die Partien von der südlichen Hemisphäre teurer als die europäische Konkurrenz. In diesem Sektor prägten noch immer inländische Artikel das Geschehen: Elstar, Jonagold und Golden Delicious bildeten die Basis der Warenpalette. Italienische und französische Pink Lady rundeten sie ab. Die Kondition der einheimischen Artikel schwächelte punktuell, weshalb sie sich ab und an vergünstigten.
Insgesamt gestaltete sich der Handel aber ohne größere Schwierigkeiten, die Notierungen bestätigten oftmals ihr bisheriges Level.

Birnen
Abate Fetel und Forelle herrschten vor, Packham`s Triumph ergänzten die Szenerie. Dabei spielten chilenische und südafrikanische Importe die Hauptrolle. Argentinische Chargen ergänzten. Die Geschäfte verliefen ziemlich ruhig. Die Verfügbarkeit harmonierte in der Regel mit den Unterbringungsmöglichkeiten. Die Bewertungen blieben daher meistens konstant. Dies war auch bei den letzten verbliebenen europäischen Partien zu beobachten: Italienische Abate Fetel sowie niederländische Conference wurden in einem steten Rahmen abgesetzt. Auch die Vermarktung türkischer Santa Maria gestaltete sich unspektakulär und weitgehend zu den bisherigen Bewertungen.

Tafeltrauben
Die chilenischen und südafrikanischen Anlieferungen schränkten sich augenscheinlich ein; auf manchen Plätzen wurden sie im Wochenverlauf ausgelistet. Zum einen zogen deswegen die Bewertungen mengeninduziert an, zum anderen sanken sie qualitätsbedingt aber auch ab. Die ägyptischen Offerten gewannen an Bedeutung und auch ihre Notierungen tendierten sowohl aufwärts als auch nach unten. Indische Thompson Seedless verloren an Relevanz, was sich stützend auf die Preise auswirkte. Die italienische Saison gewann an Fahrt: Victoria und Black Magic wurden verstärkt gesichtet. Vergünstigungen waren die Folge. In Hamburg verteuerten sie sich indes infolge verbesserter organoleptischer Eigenschaften. Zuflüsse aus Brasilien und Peru kamen über einen komplettierenden Status nicht hinaus.

Zitronen
Spanische Verna dominierten vor Primofiori gleicher Herkunft. Wenige türkische Importe tauchten lediglich in Berlin auf. Für die 22. KW werden erste südafrikanische und argentinische Abladungen erwartet. Die Geschäfte verliefen in ruhigen Bahnen, Angebot und Nachfrage harmonierten hinreichend miteinander. Die Notierungen veränderten sich nicht wesentlich, lediglich in München verteuerten sich Kleinsteigen ein wenig.

Bananen
Die Bereitstellung der Reifereien stimmte mit dem Interesse überein. Der Bedarf hatte sich vermindert, da Steinobst eher im Fokus der Kunden stand. Dennoch mussten die Händler ihre Aufrufe nur selten modifizieren. In Köln verbilligten sich Drittmarken und in München wurde die Erstmarke günstiger. In Berlin mussten die Kunden indes für Drittmarken etwas tiefer in die Tasche greifen.

Gurken
Einheimische, niederländische und belgische Anlieferungen bildeten die Basis des Sortimentes. Das Interesse war ziemlich ruhig und konnte ohne Anstrengungen gestillt werden. Die Bewertungen verharrten meistens auf ihrem bisherigen Niveau. In Hamburg stiegen sie mengeninduziert leicht an. In München sanken sie hingegen etwas ab, da sich die Abladungen zu stark ausgedehnt hatten. In Berlin war das Angebot recht knapp, was aber keine Auswirkungen auf die Notierungen hatte. Bei den Minigurken dominierten einheimische und niederländische Offerten, türkische rundeten die Warenpalette ab. Eine etwas zu üppige Versorgung führte in Hamburg zu sinkenden Preisen. Ansonsten mussten die Händler ihre Aufrufe nicht verändern.

Tomaten
Die Märkte waren mit niederländischen und belgischen Produkten hinreichend eingedeckt. Italienische, spanische und deutsche Zuflüsse kamen über einen ergänzenden Charakter nicht hinaus. Die Verfügbarkeit wuchs an. Die Nachfrage verharrte hingegen auf dem Level der 20. KW. Vergünstigungen waren die Folge. Vor allem Rispenware verbilligte sich. In Hamburg kosteten niederländische Rispenofferten letztlich bloß noch 2,- € je 5-kg-Karton. Auch die Notierungen der eher komplettierenden einheimischen Früchte sanken ab, meist allerdings nur in einem kleinen Rahmen.

Gemüsepaprika
Niederländische Chargen dominierten das Geschehen, welches von türkischen und belgischen ergänzt wurde. Spanische und einheimische Artikel tauchten nur punktuell auf. Die Verfügbarkeit hatte sich nicht wesentlich verändert. Das Interesse war dennoch zu schwach, um mit den Anlieferungen mitzuhalten. Die Notierungen bröckelten daraufhin ab, zum Teil auch recht deutlich. Verschiedentlich setzten die Vertreiber ihre Aufrufe zum Wochenende hin wieder hinauf, was aber keine Auswirkungen mehr auf den Handel hatte.

Spargel
Eine umfangreiche Warenpalette stand bereit. Die Verfügbarkeit hatte sich zwar leicht eingeschränkt, sie genügte aber, um die Nachfrage ohne Schwierigkeiten zu befriedigen. Eine gewisse Kundensättigung war nicht von der Hand zu weisen: Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich verschiedentlich begrenzt. Direkt nach dem Feiertag mussten die dominierenden einheimischen Stangen in der Regel mit Vergünstigungen abgegeben werden. Erst zum Wochenende hin intensivierte sich der Bedarf und die Verkäufer konnten ihre Forderungen wieder leicht anheben. Auch beim Grünspargel war Ähnliches zu beobachten: In diesem Sektor hatten Importe aus Polen und Italien eine komplettierende Rolle inne. Im Sektor der weißen und violetten Produkte ergänzten am ehesten polnische und niederländische Chargen.


Weitere Informationen
Hamburg
Aprikosen aus Italien und Frankreich kosteten zwischen 15,- und 18,- € je 5-kg-Verpackung. Für türkische Kiwis musste man 21,- € je 10-kg-Karton bezahlen. In Kürze sollen Importe aus Chile eintreffen. Erste Kirschen aus der Türkei in der Größe 24mm+ kamen in einem ungenügenden Reifegrad an und generierten daher nicht mehr als 4,50 € je kg. Satsumas aus Peru in 66er- bis 75er-Sortierungen überzeugten hinsichtlich Saftgehalt und Geschmack und wurden zu 18,50 € je10-kg-Packstück umgeschlagen. Die anfänglichen Forderungen für Litschis aus Mexiko waren mit 18,50 € je 2-kg-Kollo zu hoch angesiedelt und mussten schon nach kurzer Zeit auf 2,- € je 2 kg reduziert werden.
Köln
Bei Aprikosen dominerten spanische Offerten das Geschehen, gefolgt von allmählich zunehmenden französischen Anlieferungen. Während Letztere preisstabil gehandelt wurden, ging der Trend für spanische Ware aufwärts. Vereinzelt konnten erste italienische Partien eingekauft werden. Insgesamt blieb der Handel die Woche über noch hinter den Möglichkeiten zurück.
München
Zu Wochenbeginn trafen aus Spanien erste Kakis ein, die sich schalenrein und in gleichmäßiger Sortierung präsentierten. Knappe Himbeeren und Kulturheidelbeeren von der iberischen Halbinsel blieben weiterhin recht teuer. Das Angebot an spanischen Süßkirschen legte hingegen weiter zu und stellte mit griechischen Ankünften den Großteil des Sortimentes. Italienische Pfirsiche und Nektarinen hielten sich noch im Hintergrund. Aus der Pfalz wurden die ersten Abladungen von Spitzkohl verzeichnet. Südafrikanische Steinpilze waren wieder ein. Aus Portugal und Bulgarien stammten Pfifferlinge.
Berlin
Spanische Kirschen waren in üppigen Mengen vorrätig; sie wurden nur punktuell durch griechische Burlat ergänzt. Der Zugriff gestaltete sich freundlich, was nicht zuletzt an den deutlich abgesenkten Aufrufen lag. Das weiterhin nasskalte Wetter bremste abermals den Verkauf von Steinobst aus: Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien waren reichlich vorhanden, ihre Güte verbesserte sich langsam und mit dem vermehrten Aufkommen weißfleischiger Partien zogen die Bewertungen leicht an. Der Umschlag von Aprikosen gestaltete sich freundlicher als zuvor, so gingen exklusive spanische Colorado für rund 2,- bis 4,- € je kg an die Interessenten. Seltene französische Pricia und Colorado kosteten sogar runde 4,50 € je kg. Die italienischen Produkte hatten in dieser Konstellation das Nachsehen, denn deren breite Qualitätsspanne beeinflussten die Notierungen negativ. Ebenfalls wetterbedingt verloren Wassermelonen aus Spanien und Italien massiv an Relevanz; letztlich wurden sie zu 1,- bis 1,80 € je kg abgewickelt.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 21/ 21
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Veröffentlichungsdatum: 03.06.2021

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