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BLE-Marktbericht KW 10/ 21: Erster deutscher weißer Spargel traf ein

18. März 2021

Birnen: Mittlerweile teilten sich die Anlieferungen aus Europa und Südafrika die Geschäfte untereinander auf. Südafrikanische Williams Christ und Rosemarie wurden dabei meist von Cheeky flankiert, die es in verschiedenen Aufmachungsarten gab.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Williams Christ waren örtlich zu klein und wurden daher manchmal nur langsam umgeschlagen. Erste argentinische Red Bartlett und Williams Christ erweiterten in München und neue chilenische Carmen in Frankfurt das Sortiment. Der Bedarf nach den Früchten aus Übersee war ab und an noch recht gedämpft, da die europäische Konkurrenz hinsichtlich ihrer Qualität durchaus noch überzeugen konnte. In diesem Sektor dominierten italienische Abate Fetel und Santa Maria. Conference aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland verloren an Wichtigkeit. Vereinsdechantsbirnen und Xenia aus Deutschland tauchten nur noch sporadisch auf. Türkische Deveci verschwanden zunehmend aus der Warenpalette. Santa Maria gleicher Herkunft ließen sich meist problemlos unterbringen. Die Notierungen gerieten insgesamt nur selten in Bewegung, da sich Angebot und Nachfrage oftmals die Waage hielten.

Tafeltrauben
Südafrika dominierte augenscheinlich mit Crimson Seedless und Thompson Seedless sowie mit einigen Arra-Varietäten. Großbeerige und kernlose Produkte wurde bevorzugt, Dan Ben Hannah und La Rochelle hatten es daher punktuell schwer, Käufer zu finden. Die organoleptischen Eigenschaften der südafrikanischen Chargen zeigte sich in Berlin recht uneinheitlich, was eine weite Preisspanne nach sich zog. Peruanische Partien zogen sich aus dem Geschäft zurück und auch Offerten aus Namibia waren kaum mehr anzutreffen. Stattdessen traten erste Thompson Seedless aus Indien auf, die in Hamburg 11,50 € je 4,5-kg-Karton kosteten. In Frankfurt verzeichnete man Bewertungen zwischen 11,- und 16,- € je 4,5 kg, hervorgerufen durch eine divergierende Qualität. Erste Zufuhren aus Chile mit Thompson Seedless und Sugraone fielen bislang kaum ins Gewicht. Generell wurde das Interesse ohne Anstrengungen gestillt. Die Notierungen sackten in Frankfurt deutlich und in München ein wenig ab, andernorts kletterten sie ab und an indes aufwärts.

Orangen
Bei den Blondorangen überwogen Navelate, Lane Late und Navel aus Spanien. Ägypten beteiligte sich vorrangig mit Valencia Late und Navel am Geschehen. Aus der Türkei stammten Washington Navel, welche gerne für die Saftproduktion gekauft wurden. Der Bedarf war nicht besonders stark ausgeprägt und konnte problemlos befriedigt werden. Die Notierungen blieben meist stabil. Dies war auch bei den Blutorangen zu beobachten. Hier herrschten italienische Tarocco und Moro vor. Spanische Sanguinelli und Cara Cara hatten ergänzenden Charakter. Insgesamt fiel der Zugriff doch recht bescheiden aus, eine gewisse Kundensättigung war nicht von der Hand zu weisen.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Auch wenn noch recht umfangreiche Mengen bereitstanden, konnte man doch schon das Saisonende erahnen, denn das Interesse schwächte sich ab und die Abladungen schränkten sich ein. Israelische Orri dominierten bei den Mandarinen, türkische Murcott und spanische Nadorcott folgten von der Bedeutung her. Marokkanische Nadorcott waren recht günstig und konnten daher, ebenso wie ägyptische Murcott, meist flott untergebracht werden. In Frankfurt tauchten italienische Ortanique auf, die aufgrund ihrer hervorragenden Schälbarkeit und ihres exklusiven Geschmacks schnell verkauft werden konnten. Die Bewertungen zogen in Frankfurt merklich an, in Hamburg bröckelten sie leicht ab. Andernorts verharrten die Notierungen meist auf dem bisherigen Niveau. Dies war auch bei den Clementinen zu verzeichnen. Diese tauchten nur noch in Frankfurt und München in einem kleinen Rahmen auf. Ihre Unterbringung verlief ohne Schwierigkeiten.

Zitronen
Spanische Chargen dominierten, türkische ergänzten die Szenerie. Bedarfsgerechte Zufuhren führten zu unveränderten Bewertungen. Lediglich die Partien aus der Türkei, welche mancherorts konditionelle Schwächen zeigten, verbilligten sich punktuell. Italienische hochwertige und unbehandelte Artikel kosteten in Frankfurt bis zu 2,25 € je kg.

Bananen
Die Geschäfte verliefen in sehr ruhigen Bahnen. Die Bereitstellung wurde hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Demzufolge veränderten sich die Notierungen nur sehr selten. Örtlich versuchten die Händler, durch Vergünstigungen die Vermarktung zu beschleunigen, was aber nicht immer gelang. In München verteuerte sich indes die Erstmarke aufgrund einer verbesserten Nachfrage. Auch in Berlin verzeichnete man steigende Preise, allerdings nur bei den Zweit- und Drittmarken.

Salat
Kopfsalat stammte meist aus Belgien. Die Saison von italienischen Chargen bog langsam auf die Zielgerade ein. Produkte aus dem Inland, Frankreich und den Niederlanden hatten komplettierenden Charakter. Die Versorgung genügte, um die Nachfrage zu decken, daher waren preisliche Veränderungen nur sehr selten auszumachen. Falls diese doch einmal auftraten, dann waren sie minimal. Spanischer Eissalat verteuerte sich, zum Teil auch recht massiv. Dies gründete auf reduzierten Zugängen, hervorgerufen durch das schlechte Wetter in den Anbauregionen. Auch die Notierungen der Bunten Salate aus Frankreich, Belgien und Italien kletterten ein wenig aufwärts, meist allerdings erst zum Wochenende hin. Feldsalat aus Italien und Frankfurt vergünstigte sich in Frankfurt auf 5,- bis 7,- € je kg; die Vertreiber versuchten so, die Unterbringungsmöglichkeiten zu verbessern. Einheimische Offerten kosteten hingegen stolze 11,- € je kg. In ruhigen Bahnen erfolgte die Abwicklung von Endivien aus Italien und Frankreich.

Gurken
Die Saison von spanischen Schlangengurken endete: Es standen nur noch Restmengen bereit. Federführend waren inzwischen die niederländischen Produkte, die von belgischen und einheimischen flankiert wurden. Griechenland hatte sich bereit aus den Geschäften komplett verabschiedet. Obwohl sich die Verfügbarkeit summa summarum begrenzt hatte, konnte das Interesse ohne Anstrengungen gestillt werden. Allerdings waren punktuell manche Sortierungen knapp, was die Preise dann postwendend ansteigen ließ. In München waren große Kaliber knapp und teuer, hier fiel der Abschluss der spanischen und griechischen Kampagne besonders ins Gewicht. Hier dehnte sich die Präsenz der deutschen Minigurken stark aus, weshalb die niederländischen Partien an Einfluss verloren. Türkische und spanische Abladungen rundeten das Sortiment ab. Generell gestaltete sich die Abwicklung ohne spezielle Höhepunkte.

Tomaten
Auch wenn sich die Versorgung verminderte, konnte der Bedarf meist ohne Anstrengungen befriedigt werden. Es stand ein vielfältiges und breit aufgefächertes Angebot bereit, an dem die Niederlande, Belgien und Spanien dominierten. Doch auch Marokko und Italien beteiligten sich mit umfangreichen Mengen am Geschehen. Die Bedeutung türkischer Rispenware wuchs zwar an, die Früchte konnten hinsichtlich ihrer Ausfärbung aber nicht durchgängig überzeugen, weshalb ihr Umschlag eher langsam vonstattenging. Infolge der verknappten Anlieferungen konnten die Händler oftmals Verteuerungen durchsetzen. In Frankfurt fielen diese recht kräftig aus, die Preise von Rispenofferten zogen dort um bis zu 40 % an.

Gemüsepaprika
Schlechte Erntebedingungen in Spanien verursachten begrenzte Mengen an den Märkten. Die Bewertungen zogen aufwärts, mitunter auch recht stark. Bis zu 19,- € je 5-kg-Karton sollten die Kunden beispielsweise in Frankfurt für gelbe California bezahlen. Auch Berlin berichtete von ähnlichen Preisen. Grüne Offerten waren dabei noch am günstigsten; sie verbilligten sich mancherorts ein wenig. Auch die türkischen Importe verteuerten sich aufgrund eingeschränkter Abladungen. Niederländische und belgische Zufuhren hatten ergänzenden Charakter. Auch marokkanische Partien kamen über einen komplettierenden Status nicht hinaus.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
So langsam kam das Geschäft mit italienischen und spanischen Erdbeeren in Schwung. Trotz weniger sonniger Wetteraussichten griffen die Händler gerne zu. Erste Offerten aus niederländischen Treibhäusern waren mit 4,- bis 4,50 € je 250 g noch viel zu teuer. Einheimischer Rhabarber generierte bei Forderungen von 3,50 bis 4,50 € je kg eine freundliche Beachtung, niederländischer sollte bis zu 4,75 € je kg einbringen. Bei Steinobst wurden überwiegend Nektarinen aus Chile bereitgehalten, nur vereinzelt traten auch Pfirsiche in Erscheinung. Neu in die Kampagne startete man mit spanischen Nisperos zu 5,80 € je kg. Neben üppig vorrätigen Zucchini aus Italien und Spanien erreichten mittlerweile erste Glashauserzeugnisse aus Belgien und den Niederlanden den Platz. Spanische Artischocken verteuerten sich um 25 % im Vergleich zur Vorwoche. Die Nachfrage nach Bleichspargel und Grünspargel verbesserte sich erst zum Wochenende hin. Italien stellte dabei neben Deutschland, Belgien und den Niederlanden den Hauptteil der weißen Stangen. Pfifferlinge aus Portugal wurden zu 35,- bis 40,- € je kg umgeschlagen. Für knappe Morcheln bezahlte man stolze 90, bis 95,- € je kg.
Hamburg
Erster deutscher weißer Spargel traf ein. In den Vorwochen noch unter Verkaufsdruck, konnte man bei spanischen Artischocken mittlerweile wieder steigende Preise verzeichnen, da sich deren Verfügbarkeit vermindert hatte.
Köln
Mangold aus dem Inland wurde ab Mittwoch offeriert. Spanischer Spitzkohl ergänzte das portugiesische Angebot. Neben einheimischen, italienischen und belgischen Offerten konnte die Kundschaft auch auf spanischen Wirsing zurückgreifen. Auberginen aus Spanien bekamen allmählich die Konkurrenz aus den Niederlanden zu spüren, inländische Offerten gesellten sich ebenfalls dazu. Der erste einheimische Spargel von beheizten Feldern traf ein: Die Einstandspreise waren recht hoch. Niederländische sowie belgische Ware ergänzten in kleinerem Umfang das Angebot.
München
Trotz nur geringer Abladungen und einer ruhigen Aufnahme blieben spanische Erdbeeren teuer. In Italien gepackte albanische sowie griechische Partien ergänzten das Geschäft. Aus der italienische Basilikata stiegen die Zuläufe markttäglich an. Spanische Kulturheidelbeeren waren weiterhin recht überschaubar vertreten; Südamerika dominierte noch immer das Angebot. Das Sortiment an chilenischem Steinobst blieb trotz Vergünstigungen nahezu unbeachtet. Spanische und türkische rotfleischige Grapefruits wurden anhaltend gut nachgefragt und hoch bewertet. Mit bayrischem Bierrettich und Bärlauch aus gärtnerischer Kultur sowie erstem bayrischem Spargel aus beheizten Anlagen nahm die Saison für einheimisches Gemüse Fahrt auf. Bei inländischem Chinakohl wurde langsam das Saisonende eingeläutet; Polen bot noch Lagerware an und aus Spanien, Portugal und Italien traf neuerntige Ware ein. Italien schickte neben frisch geerntetem Weißkohl und Rotkohl auch Spitzkohl und Palmkohl. Bei Rosenkohl entwickelten sich Menge und Interesse rückläufig. Während inländischer, belgischer und französischer Lauch sein festes Preisniveau beibehielt, wurden Auberginen und Zucchini aus Südeuropa mit Vergünstigungen abgewickelt. Die Präsenz von Buschbohnen aus verschiedenen afrikanischen Anbauländern verknappte sich, die Bewertungen zogen daraufhin deutlich an.
Berlin
Die Vermarktung von Erdbeeren aus Spanien, Italien, Griechenland und Marokko gewann an Schwung: 4,- € je 500-g-Schale sollten die Kunden für exklusive griechische Artikel bezahlen, Rückläufer aus dem LEH aus Marokko kosteten hingegen lediglich 0,20 € je 500 g. Auberginen aus Spanien bekamen zunehmend Konkurrenz aus Belgien und den Niederlanden, was für sukzessive sinkende Notierungen sorgte. Die Anlieferungen von Spargel intensivierten sich und brachten äußerst attraktive weiße, violette Stangen aus Deutschland, den Niederlanden, Italien und Griechenland. Die Bewertungen reichten dabei von 2,70 € je 500-g-Bund aus Griechenland bis zu 19,- € je kg aus beheiztem bayerischen Anbau. Die Kauflust war äußerst wetterabhängig, aber insgesamt doch ziemlich freundlich.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 10/ 21
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Veröffentlichungsdatum: 18.03.2021

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