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Marktinformation Ostdeutschland 8 KW: Die Lage am Speisekartoffelmarkt bleibt stabil

03. März 2021

Mecklenburg - Vorpommern: Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren stabil auf dem Niveau der Vorwoche. Derzeit besteht wenig Aussicht auf steigende Preise. Das Angebot an Speiseware aus der Region ist gut bedarfsdeckend. Der Lagerabbau erfolgt stetig und liegt saisongerecht im Zeitplan. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 8 KW 2021 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Kartoffelqualität ist zufriedenstellend. Der Absatz von Packware im Lebensmitteleinzelhandel, im Discountbereich und teils auch in der Direktvermarktung ab Hof verläuft auf gutem bis sehr gutem Niveau. Erste Frühkartoffeln aus Ägypten werden voraussichtlich in der zweiten Märzwoche das Sortiment im Lebensmitteleinzelhandel ergänzen. Die Schälkartoffelpreise bleiben ebenfalls unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Ganz langsam steigt der Bedarf an Schälkartoffeln.

Brandenburg
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln haben sich in der aktuellen Woche nicht geändert. Die Qualitäten schwanken nach wie vor infolge nicht optimaler Bedingungen zum Zeitpunkt der Ernte und Einlagerung. Daran wird sich bis zum Ende der Kampagne wenig ändern. Standardqualitäten sind ausreichend vorhanden. Da in der Vorwoche diverse Aktionsangebote im Handel präsentiert wurden, ist die Nachfrage in dieser Woche wieder etwas zurückgegangen. Kommende Woche sind zum Monatsanfang 10 kg Gebinde im Angebot der Handelsketten geplant. Die Preise für Schälkartoffeln verbleiben auf dem bisherigen Niveau. Die Bestellmengen für Schälkartoffeln haben mit eingeschränkt beginnendem Unterricht an den Schulen leicht zugenommen.

Sachsen
Die Lage am Speisekartoffelmarkt bleibt stabil. Die von Packern und Lagerhaltern genannten Erzeugerpreise sind unverändert im Vergleich zur Vorwoche. Die Nachfrage nach Speisekartoffeln in den Handelsketten liegt leicht über dem gewohnt ruhigen Februarniveau der Vorjahre. Es ist ausreichend Speiseware in guter Qualität verfügbar. Problematisch sind die hohen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht. Sortimentsergänzend ist mit Beginn der Spargelsaison mit den ersten ägyptischen Frühkartoffeln zu rechnen. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware verharren auf Vorwochenniveau. Noch bleibt der Schälkartoffelabsatz auf schwachem Niveau.

Sachsen - Anhalt
Das Angebot an Speiseware ist weiterhin mehr als ausreichend. Die Qualitäten werden nicht besser. Erntebeschädigungen und Kluten sind hinderlich bei der Vermarktung. Höhere Preise für Kühlhausware haben sich noch nicht durchsetzen können. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verbleiben auf dem Niveau der vergangenen Wochen. Die Nachfrage der Handelsketten wird immer wieder durch Werbeaktionen angeheizt. Der Versandhandel läuft auf schwachem Niveau, teils wird Süddeutschland beliefert. Dem Export fehlt es weiterhin an Impulsen. Für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln hat sich das Preisniveau zur Vorwoche nicht geändert. Der Absatz von Schälware bleibt auf ganz schwachem Niveau.

Thüringen
Sowohl preislich als auch qualitativ bleibt die Situation am Speisekartoffelmarkt unverändert. Auch für die kommende Woche ist von stabilen Preisen auszugehen. Ausreichend gute packfähige Ware steht einer weitestgehend ruhigen Nachfrage gegenüber. Der Absatz von frischen Speisekartoffeln in den Handelsketten nimmt von Jahr zu Jahr ab, es fehlen die kochwilligen Verbraucher. Schälkartoffelproduzenten berichten von unveränderten Preisen. Die Nachfrage nach Schälkartoffeln bleibt durch den anhaltenden Lockdown weiterhin auf sehr schwachem Niveau.

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Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 03.03.2021

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