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BVLH: Nahrungsmittelverluste im Lebensmitteleinzelhandel weiter auf geringem Niveau

01. März 2021

Dialogforum Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung zieht Zwischenbilanz: Der organisierte Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland arbeitet weiter intensiv daran, Nahrungsmittelverluste in Supermärkten, Discountern und SB-Warenhäusern zu reduzieren.

Bildquelle: Shutterstock.com Nahrungsmittelverluste im Lebensmitteleinzelhandel
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Menge der Produkte, die im Jahr 2019 nicht mehr verkauft werden konnte, lag bei 418.000 Tonnen. Zieht man die Spenden an karitative Einrichtungen ab, wurden nur noch 290.000 Tonnen einer Abfallverwertung zugeführt.

Diese Daten gehören zu den Kernerbefunden einer aktuellen Erfassung von Nahrungsmittelabfällen im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Die Untersuchung wurde vom bundeseigenen Johann Heinrich von Thünen-Institut im Rahmen des Dialogforums Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung durchgeführt. Der Monitoring-Bericht wurde kürzlich zur Halbzeitbilanz des Forums veröffentlicht.

Unnötigen Ressourcenverbrauch und Umsatzverlust verringern

„Die Daten des aktuellen Thünen-Reports bestätigen die zentralen Aussagen bisheriger Untersuchungen, nach denen im Lebensmitteleinzelhandel geringe Verluste entlang der Lebensmittelwertschöpfungskette anfallen“, sagt Franz-Martin Rausch, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH). Sie seien aber auch kein Grund zur Freude. „Hinter dieser Verlustmenge stecken Abschreibungen in Höhe von fast 2,5 Milliarden Euro. Sowohl dieser Umsatzverlust als auch die umsonst verbrauchten Ressourcen schmerzen“, bemerkt Rausch.

Deshalb engagieren sich namhafte Lebensmittelhändler im Dialogforum Groß- und Einzelhandel zur Reduzierung von Lebensmittelverschwendung, um die Verluste in den eigenen Unternehmen weiter zurückzufahren. Die Zwischenbilanz des Forums kann sich sehen lassen. Alle 21 Mitglieder haben die Vorgaben für eine Beteiligung erfüllt. Verbindlich sind für die Unternehmen eine Datenerfassung im eigenen Unternehmen und eine Kooperation mit einer sozialen Einrichtung. Insgesamt setzen die Unternehmen 156 Maßnahmen um: 70 zur Optimierung interner Prozesse, 49 an den Schnittstellen zu Lieferanten und 37 zur Verbesserung der Lebensmittelweitergabe.

Positive Zwischenbilanz:

Alle Mitglieder des Dialogforums haben die Vorgaben für eine Beteiligung erfüllt. 156 Maßnahmen in der Umsetzung.
„Die Zusammenarbeit mit karitativen Einrichtungen wie den Tafeln funktioniert bereits gut. Dennoch könnten sowohl Anreizsysteme als auch der Abbau von rechtlichen Hürden helfen, die Menge der Lebensmittelspenden zu erhöhen. Darauf sollte ein Hauptaugenmerk in der kommenden Arbeit des Dialogforums liegen“, so BVLH-Hauptgeschäftsführer Rausch.

Weiterführende Informationen:
https://www.thuenen.de/de/infothek/publikationen/thuenen-working-paper/

https://www.rewe-group.com/de/presse-und-medien/newsroom/pressemitteilungen/rewe-group-erfolgreich-im-kampf-gegen-lebensmittelverschwendung/

Quelle: Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH)

Veröffentlichungsdatum: 01.03.2021

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