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Abnahme der Kartoffelfläche in Spanien vorhergesagt

01. Februar 2021

Das Kartoffelkomitee (Comité de Patata) von FEPEX sagt für die Saison 2021 einen Rückgang der Fläche von zwischen 5% und 10% für die Frühsorte vorher, die vor allem in Andalusien und Murcia angebaut wird, und 20% für die mittlere Saison oder Spätsorte, die besonders in der Mitte oder nördlich auf der Halbinsel angebaut wird.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Das zeigte eine Schätzung, die auf dem Treffen präsentiert wurde, das vergangene Woche per Videokonferenz stattfand, in der auch die Situation des Kartoffelsektors in der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU analysiert wurde.

Der Leiter des Kartoffelsektors der Vereinigung der Obst und Gemüse erzeugenden und exportierenden Unternehmen von Andalusien und Extremadura (Asociafruit), Marcos Román, berichtete, dass in Andalusien, die wichtigste autonome Gemeinde, die Frühsorten erzeugt, ein großer Teil der Aussaat auf einer Fläche erfolgte, die zwischen 5% und 10% kleiner als 2020 ist. Diese Kartoffel wird ihren Erntebeginn von Ende April bis Juni haben. Darauf startet die Ernte der Kartoffeln der mittleren Saison oder Spätkartoffeln, die vor allem in der zentralen Region des Landes angebaut werden, insbesondere Castilla y León. Für diese Sorte sieht das Komitee eine Abnahme der Fläche von 20% vorher, während die Fläche in dem Baskenland ähnlich wie in den Vorjahren bleiben wird, so Alfonso Saénz de Cámara, der auch Präsident des Komitees von FEPEX ist.

Der Konsum von Frischkartoffeln in Haushalten ist bis November 2020 um 16% gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres auf 891,4 Millionen Kilo gestiegen, wobei der Wert 885 Millionen EUR beträgt (auch +16%). Der Pro-Kopf-Konsum 2020 war 23,7 Kilo pro Person pro Jahr im Vergleich mit 20,2 Kilo pro Person pro Jahr 2019.

Die Kartoffelfläche in Spanien beläuft sich laut des Flächen- und Produktionsüberblicks (Avance de Superficies y Producciones) des Spanischen Ministeriums für Landwirtschaft, Fischzucht und Ernährung (MAPA) vom November 2020 auf 67.300 ha mit einer Produktion von 2,1 Millionen Tonnen. Die spanischen Exporte standen bis November 2020 bei 263.785 Tonnen, 8% weniger als in dem gleichen Zeitraum 2019 für einen Wert von 95,8 Millionen EUR (-35%), so sagen die Daten von dem Zollhauptamt, die von FEPEX aufbereitet wurden. In demselben Zeitraum sind die Importe auf 795.763 Tonnen (-5%) für einen Wert von 243,5 Millionen EUR (-18%) gestiegen.

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 01.02.2021

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