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DSLV zur EU-Strategie "Sustainable and Smart Mobility"

Aktionsplan ist äußerst ambitioniert, aber machbar
11. Dezember 2020

Der DSLV Bundesverband Spedition und Logistik unterstützt die am 9. Dezember 2020 von der Europäischen Kommission vorgelegte 'Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität' im Grundsatz. Auch wenn die darin aufgeführten Vorhaben überwiegend bekannt sind, bekommt das Ziel des nahezu emissionsfreien Verkehrssektors als Teil des EU Green Deal damit eine koordinierte Agenda, die sämtliche Verkehrsträger einbezieht.

Bildquelle: Shutterstock.com Klima Logistik
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Zur Bewältigung dieser Herausforderungen formuliert die EU-Kommission äußerst ambitionierte Zielvorgaben für die Jahre bis 2050, die den Umstieg auf Nullemissionsfahrzeuge fördern, Mobilität nachhaltiger gestalten, multimodale Ansätze in den Mittelpunkt rücken und die Vernetzung im Verkehrssektor verstärken sollen. Damit unterstreicht die Brüsseler Behörde ihr politisches Bemühen, das CO2-Reduktionsziel bis 2030 (bezogen auf 1990) von derzeit 40 Prozent auf 55 Prozent anzuheben.
 
Hierzu DSLV-Hauptgeschäftsführer Frank Huster: „Der Klimaschutz bleibt eine der größten Herausforderungen für die Logistik in den kommenden Jahren. Unsere Branche wird ihren Beitrag natürlich intensivieren. Was die Unternehmen aber brauchen, ist Planungs- und Investitionssicherheit. Die Bemühungen der Speditions- und Logistikbranche werden nur mit einer koordinierten Vorgehensweise durch die EU und ihre Mitgliedstaaten erfolgreich. Hierzu zählen nicht nur nachhaltige Investitionen der öffentlichen Hand in Verkehrsinfrastrukturen, in Versorgungsinfrastrukturen für grüne Energien sowie in stabile und dichte digitale Netze, sondern auch ausreichend dimensionierte Förderprogramme als zusätzliche Anreiz- und Lenkungsinstrumente für die Wirtschaft zur Beschleunigung der grünen Verkehrswende. Und schließlich brauchen wir einen verlässlichen europäischen Rechtsrahmen.“
 
Die Komplexität dieser Aufgabe wird durch den Umfang der mit der Strategie verbundenen Gesetzesvorhaben deutlich: mit insgesamt 82 Gesetzesvorschlägen will die EU-Kommission den Güter- und Personenverkehr nachhaltiger und intelligenter machen.

Hierzu gehört auch die Internalisierung externer Kosten nach den Verschmutzer- und Nutzer-Prinzipien (,Poluter Pays‘ und ,User Pays‘). Dies ist ein richtiger Schritt, vorausgesetzt, alle Verkehrsteilnehmer sämtlicher Verkehrsträger werden konsequent und ohne Ausnahmen einbezogen. Auch den Vorschlag, den Güterverkehr in das europäische EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) aufzunehmen, ist allein schon aus Wettbewerbsgründen grundsätzlich sinnvoll.

Quelle: DSLV

Veröffentlichungsdatum: 11.12.2020

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