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AMI: Äpfel im Fokus, aber weniger Werbeanstöße als im Vorjahr

13. Januar 2020

Am 11. Januar war es wieder soweit – Deutschland feierte eine der meistgekauften Obstarten mit dem Tag des Deutschen Apfels. Und das bereits zum 10. Mal. Wie schon im Vorjahr begleitet der Lebensmitteleinzelhandel den Feiertag die gesamte Woche über mit zahlreichen Angebotsaktionen. Allerdings bleibt die Zahl der Werbeanstöße in diesem Jahr doch deutlich hinter der des Vorjahres zurück, so die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI). Doch unterscheiden sich auch die Aktionspreise von denen im Vorjahr?

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Mit insgesamt 57 Angebotsaktionen hat der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in Deutschland den Apfel in der 2. Woche in den Fokus genommen. Damit erreicht die Werbeaktivität pünktlich zum Tag des Deutschen Apfels ihren Höhepunkt. Das war auch im Vorjahr so. In keiner anderen Woche sind Äpfel häufiger beworben worden. Allerdings bleibt die Zahl der Werbeanstöße in diesem Jahr um fast 21 % hinter der des Vorjahres zurück. Das zeigt eine Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH. Im Januar 2019 war der Abgabedruck angesichts großer Ernte- und Lagermengen etwas höher als in diesem Jahr, so dass aktuell nicht zwingend auf Angebotsaktionen zur Vermarktung gesetzt werden muss.

Auch wenn die Zahl der Werbeanstöße gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, haben sich Äpfel in der 2. Woche doch an die Spitze der Rangliste der am häufigsten beworbenen Obst- und Gemüsearten gesetzt und damit sogar die Tomaten überflügelt. Von der Gesamtzahl der Werbeanstöße für Obst und Gemüse entfielen in der 2. Woche rund 7 % auf Äpfel. Auf den weiteren Plätzen folgten Tomaten, Orangen, Easy Peeler und Mischsalate. Auch aufs gesamte Jahr gesehen, gehören Äpfel zu den meistbeworbenen Obst- und Gemüsearten. Im vergangenen Jahr waren Äpfel insgesamt 2.093-mal in den Werbezetteln vertreten. Nur Tomaten kamen mit 3.276 Werbeanstößen auf einen höheren Wert.

Herkunft Deutschland stark vertreten

Der Großteil der Äpfel in den Aktionen stammt in der 2. Woche aus Deutschland. Mit knapp 88 % ist der Anteil deutscher Äpfel allerdings etwas niedriger als im Vorjahr, als er noch 92 % erreicht hatte. Weitere Herkünfte sind Italien mit einem Anteil von 9 % sowie Frankreich und die Niederlande mit jeweils gut 1 %. Auch der Anteil von Bio-Äpfeln an den Angebotsaktionen fällt mit 16 % rund 3 Prozentpunkte niedriger aus als in der 2. Woche 2019. Weitere Unterschiede zeigen sich bei den Packungen und bei den Preisen. In diesem Jahr haben sich die Angebotsaktionen mit Äpfeln in der 2. Woche eher in den Bereich kleinerer Packungen oder loser Ware verschoben. Dafür haben Packungen mit einem Inhalt von mehr als einem Kilogramm Anteile verloren. Lose Ware und 1kg-Packunge machen jeweils rund 23 % der Werbeanstöße aus.

Die Aktionspreise für Äpfel liegen in der 2. Woche 2020 höher als im Vorjahr. Aktionspreise unterhalb der Marke von 1,- EUR/kg machten 2019 rund 54 % der Werbeanstöße für Äpfel in der 2. Woche aus. In diesem Jahr liegt dieser Anteil gerade einmal bei 28 %. Schwerpunktpreise in der Werbung sind in diesem Jahr 0,74 EUR/kg, 0,99 EUR/kg und 1,99 EUR/kg.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 10.01.2020)

 

Veröffentlichungsdatum: 13.01.2020

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