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Rheinland: Radicchio - bitter und gesund

23. September 2019

Radicchio ist sicher nicht jedermanns Sache. Denn das Gemüse schmeckt leicht bitter. Aber Radicchio ist aufgrund seiner Inhaltsstoffe sehr gesund, so der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer (Bonn). Seit den 80er Jahren wird Radicchio auch im Rheinland angebaut. Die Ernte dauert noch bis weit in den Herbst hinein, heißt es.

Foto © Sabine Weis
Foto © Sabine Weis

Der meist rote Radicchio enthält Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C sowie Kalium, Calcium und Eisen. Der Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen macht das Gemüse zu etwas Besonderem. Neben dem roten Farbstoff Anthocyan ist Intybin enthalten, ein Bitterstoff, der die Produktion von Gallenflüssigkeit und die Verdauung anregt und den Cholesteringehalt des Blutes senken soll. Über diesen Bitterstoff kann man die Verwandtschaft zu anderen Gemüsearten der Zichoriengewächse, wie etwa Chicorée, regelrecht schmecken.

Im Rheinland wird Radicchio meist in Mischsalaten verzehrt, denen er Farbe und Knackigkeit verleiht. Auch als Dekoration auf dem Teller oder dem Buffet wird das Gemüse verwendet. In seiner Heimat Italien ist Radicchio auch gedünstet oder im Risotto beliebt. Durch die Verwendung von Früchten kann die Bitterkeit in einem reinen Radicchio-Salat genommen werden.

Wie fast alle Gemüsearten sollte Radicchio möglichst frisch verzehrt werden. Eingeschlagen in ein feuchtes Tuch hält sich der Kopf einige Tage im Kühlschrank. Es können leicht immer nur so viele Blätter vom Kopf gelöst werden, wie gerade benötigt werden. So reichen die sehr festen Köpfe oft für eine Reihe von Salatmahlzeiten.

Mit Radicchio lassen sich Erinnerungen an den Italien-Urlaub wecken. Versuchen Sie es doch auch einmal!

Quelle: RLV

Veröffentlichungsdatum: 23.09.2019

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