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EU-Kommission veröffentlicht Europhyt-Bericht und Factsheet 2018

12. September 2019

Die Europäische Kommission hat ihren Europhyt-Jahresbericht 2018 veröffentlicht, zusammen mit einem Faktenblatt mit Schlüsselzahlen. Es gab insgesamt 8.720 Beanstandungen aus Nicht-EU-Ländern, was einem Anstieg von 13 % gegenüber 2017 entspricht. Die Gründe für die Beanstandungen waren das Fehlen von phytosanitäre Zertifikate 2.994 (34 %), nicht konformes Holzverpackungsmaterial 2.279 (26 %), Befall mit Schadorganismen (Harmful Organisms - HOs) 1.712 (20 %), sowie nicht konforme phytosanitäre Zertifikate 1.585 (18 %), so der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV).

Europäische Kommission hat ihren Europhyt-Jahresbericht 2018
Quelle: Europäische Kommission Europhyt-Jahresbericht 2018

Die meisten Beanstandungen aufgrund des Vorhandenseins von HOs hatten: Obst und Gemüse (62,4 %), Schnittblumen (17,5 %), Holzverpackungsmaterial (12 %) und Pflanzenmaterial (5,3 %). Die wichtigsten Herkunftsländer der beanstandeten Obst und Gemüse (O&G) mit HOs waren: Dominikanische Republik, Suriname, Nigeria, Israel, Brasilien, Ghana und Thailand.

69,2 % der O&G-Beanstandungen mit HOs aus Drittländern bezogen sich auf sechs Pflanzenarten beziehungsweise Artengruppen. Die meisten gab es bei Paprika (Capsicum spp.) mit 173 Fällen gefolgt von Früchten von Nachtschattengewächsen (Solanum spp.) 157, Mango (Mangifera spp.) 141, Citrus spp. 96, Basilikum (Ocimum spp.) 94, sowie Bittermelone (Momordica spp.) mit 79 Fällen. Solanum spp. und Citrus spp. verzeichneten einen Anstieg der Beanstandungen von 84,7 % bzw. 12,9 %. Bei Solanum spp. war dies vor allem auf Befälle mit dem Herbst-Heerwurm (Spodoptera frugiperda) auf Früchten aus Surinam und verschiedenen afrikanischen Ländern zurückzuführen. Bei Citrus spp. war dies vor allem auf einen Anstieg von Citrus black spot auf Früchten aus Argentinien und Brasilien sowie auf bakterielle Zitruskrebsfälle auf Ware aus China und anderen südostasiatischen Ländern zurückzuführen.

Quelle: DFHV Newsletter aktuell  8/2019
 

Veröffentlichungsdatum: 12.09.2019

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