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EU-Tomatengruppe sagt Stabilisierung der Sommersaison voraus – gestiegene Importe aus Marokko

19. Juni 2019

Die Tomatenarbeitsgruppe, die zu der Zivil-Dialoggruppe für Gartenbau und Olivenöl der Europäischen Kommission gehört, rechnete mit einer Stabilisierung der Tomatenfläche unter Schutz in den Niederlanden, Belgien und Spanien, mit einer leichten Abnahme in Italien.

Bildquelle: Shutterstock.com Tomaten
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Auf dem Treffen, das am 17. Juni, in Brüssel stattfand, wurden auch Vorhersagen für die Sommersaison gemacht und der Handel innerhalb und außerhalb der Gemeinschaft analysiert.

In der EU beträgt die für den Sommertomatenanbau geplante Fläche in Italien 18.900 ha, mit einer Produktion von 605.000 Tonnen. In den Niederlanden wird von April bis November eine Fläche von 1.800 ha und 765.000 Tonnen erwartet, wovon 11% runde Tomaten, 73% Rispentomaten und 16% Spezialitäten sind. In den Niederlanden gibt es auch einen bedeutenden Anstieg der Winterproduktion, die in den letzten fünf Jahren um 33% zugenommen hat. In Spanien ist eine Sommersaison mit 650.000 Tonnen auf einer Fläche von 8.200 ha geplant. In Frankreich weisen die Sommervorhersagen auf eine Fläche von 2.131 ha mit 526.845 Tonnen hin und in Belgien belief sich die Sommertomatenproduktion letzte Saison auf 511 ha.

Die Vertretung von Marokko kündigte an, dass sich ihre Produktionsvorhersagen für die nächste Saison auf 815.000 Tonnen und eine Fläche von 5.240 ha belaufen werden, ein Anstieg von 1% zu den 806.000 Tonnen des Vorjahres. Von den geplanten Hektaren sind 71% für runde Tomaten, 4% für Rispentomaten und 24% für Spezialitäten, einschließlich Kirschtomaten. Auch erwähnenswert ist die starke Zunahme der Importe aus der Türkei mit 107.799 Tonnen 2018.

Zudem zeigt eine Analyse der Wintersaison 2018/19, der innergemeinschaftliche Handel und die Importe aus Drittländern sowie die Auswirkungen von Schädlingen auf die Gemeinschaftsproduktion ergeben eine starke Schwankung der Preise in allen Märkten, insbesondere für runde Tomaten und in dem Zeitraum zwischen April und September.

2018 und in dem EU-Markt festigten die Niederlande ihre Position als der führende Lieferant in der EU mit 948.654 Tonnen, gefolgt von Spanien mit 777.244 Tonnen, wobei sich die spanischen Exporte in den letzten fünf Jahren stabilisierten. Darauf folgt Marokko mit einem Tomatenexport von 547.584 Tonnen 2018, wobei 450.757 Tonnen für den EU-Markt sind.

FEPEX betonte, dass die Energiepolitiken der verschiedenen Mitgliedsstaaten ihre Wettbewerbsfähigkeit bestimmten, während andererseits eine starke Orientierung der Gemeinschaftsproduktion in Richtung Spezialitäten zu beobachten ist, während es eine Konzentration der Importe von runden Tomaten gibt. Sie betonten auch die negative Auswirkung, die importierte Schädlinge (wie Tutta absoluta) mit doppelter Nachwirkung haben, da sie einen bedeutenden Anstieg der Produktionskosten verursachen und sie stellen auch eine Barriere für den Zugang zu Märkten von Drittländern dar, was die Politik der Marktdiversifikation stark begrenzt.

Die Teilnehmer drückten auch starke Sorge über die Ausbreitung des Schädlings Tomato Brown Rugose Fruit Virus (TOBRFV) aus, der aus Jordanien kommt, über den es in Spanien keine Aufzeichnung gibt und der in Deutschland und Italien präsent ist und auch in Mexiko und den USA entdeckt wurde.

Quelle: FEPEX

Veröffentlichungsdatum: 19.06.2019

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