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Marktinformation Ostdeutschland 23 KW 2019

Brandenburg: Spanische Frühkartoffeln bilden jetzt den Hauptanteil im Packgeschäft

12. Juni 2019

Die Beschaffung ist jedoch sehr schwierig, das Angebot ist knapp ausreichend. Insbesondere die festkochenden spanischen Sortentypen sind kaum verfügbar. Festkochende Speiseware wird derzeit aus Israel bezogen. Das Preisniveau für die spanische und israelische Ware ist identisch und nahezu unverändert im Vergleich zur vergangenen Woche. 

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Bildquelle: Shutterstock.com

Die Nachfrage nach Speisekartoffeln in der vergangenen Feiertagswoche war gut. Trotz der im Vergleich zu den Vorjahren hohen Preise ist der Absatz im LEH und in den Discountern hoch. Ende kommender Kalenderwoche wird Speiseware aus der Pfalz erwartet. Durch die Hitze der vergangenen Tage leiden die Feldbestände, wer kann beregnet.

Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 23. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Mecklenburg - Vorpommern
Hierzulande wird nach wie vor alterntige Kühlhausware abgepackt, welche in diesem Packbetrieb derzeit 60 % der gesamten Packmenge umfasst. Ägyptische und spanische Frühkartoffeln ergänzen dort das Sortiment. Andernorts werden nur noch spanische Importe gepackt. Dort sind weiterhin lose Frühkartoffeln aus dem Breisgau im Angebot. Teils wird von normalem Absatz in der vergangenen Feiertagswoche berichtet. An der Küste hatte der Speisekartoffelabsatz zum Herrentag zugelegt und auch zum kommenden Pfingstfest ist die Nachfrage bereits gut angelaufen. Ab der 26. Kalenderwoche werden schalenfeste Frühkartoffeln aus dem Raum Hannover erwartet. Diese sind dringend nötig, da das Angebot an ausländischen Speisekartoffeln sehr begrenzt ist. Das Preisniveau der verfügbaren Packware ist jedoch stabil. Die Schälkartoffelpreise verharren ebenfalls auf dem Vorwochenniveau. Rohware ist knapp.

Sachsen
Das Angebot an Speisekartoffeln zum Abpacken ist bei großem Mehraufwand gerade bedarfsdeckend. Die knappe Warenverfügbarkeit der spanischen und israelischen Frühkartoffeln und unpünktliche Lieferungen haben erheblichen Einfluss auf den Betriebsablauf. Die Preise der Importkartoffeln bleiben stabil auf Vorwochenniveau. Zum Feiertag in der vergangenen Woche zog der Absatz in den Handelsketten feiertagstypisch leicht an. Da derzeit das Angebot vor allem aus kleinen Gebindegrößen besteht, blieb die Gesamtabsatzmenge auf kleinem Niveau. Die Schälkartoffelpreise sind stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Kartoffelerzeuger hoffen dringend auf Regen. Die Feldbestände leiden unter der derzeitigen Hitzewelle.

Sachsen - Anhalt
Nach wie vor werden hierzulande kleine Mengen alterntige Speiseware bei stabilen Preisen abgepackt. Die Kunden greifen wieder verstärkt nach heimischer Speiseware aus der Ernte 2018, die oft schmackhafter und preiswerter ist. Insbesondere kleinere Handelsmärkte, welche alte und neue Kartoffeln parallel anbieten, haben in den vergangenen zwei Wochen die Bestellungen für alterntige Ware angehoben. Die Lagerbestände an heimischen alten Knollen gehen jedoch diese Woche zu Ende. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau. Alterntige Rohware für die Schälung ist sehr knapp. In der kommenden Woche sollen erste Frühkartoffeln geschält werden.

Thüringen
Am heimischen Speisekartoffelmarkt werden inzwischen überwiegend spanische Importe abgepackt. Israelische und ägyptische Knollen ergänzen das Frühkartoffelsortiment. Das Angebot an alterntiger heimischer Speiseware läuft auf stabilem Preisniveau aus. Der Absatz zum vergangenen Feiertag lag unter den Erwartungen. Infolge der aktuellen Hitzewelle wird auch zu Pfingsten mit keiner hohen Nachfrage gerechnet. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln liegen unverändert auf dem Niveau der Vorwoche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 12.06.2019

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