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Die Entwicklung der afrikanischen Landwirtschaft im Fokus der Macfrut

15. Mai 2019

„Italien-Afrika: eine erneuerte Partnerschaft für Gartenbau und agrarindustrielle Entwicklung“. Das war das Thema des Runden Tisches, der auf der Macfrut, in Rimini stattfand, an dem Minister und Vertreter des afrikanischen Landwirtschaftssektors und italienischer Institutionen, die an der afrikanischen Kooperation und Entwicklung beteiligt sind, zusammenkamen.

Foto © Macfrut
Foto © Macfrut

Emanuela del Re, Italiens Stellvertretende Ministerin für Auslandsangelegenheiten und Internationale Zusammenarbeit, hielt eine einführende Rede, in der sie Italiens Bemühungen betonte, die Fähigkeiten der lokalen Arbeiter durch Schulung (der einzige effektive Weg zur Reduzierung der Geißel der Arbeitslosigkeit) und Technologie und durch Einführung von Lebensmittelsicherheitskriterien und Übertragung von Modellen für die Vernetzung landwirtschaftlicher Versorgungsketten zu entwickeln.

Die potentiellen Vorteile der Italien-Afrika-Partnerschaft erfüllen die Notwendigkeit, die wachsende Bevölkerung des Kontinents zu versorgen, die den Erwartungen zufolge Ende des Jahrhunderts 4,7 Milliarden erreichen wird. Riesige Flächen von anbaufähigem Land wurden noch nicht ausgenutzt, nur 30% genutzt werden: Infrastrukturen müssen verbessert werden und neue Technologien und Fähigkeiten müssen eingeführt werden, sodass Afrika zuerst seine Lebensmittelnachfrage erfüllen und dann andere Märkte beliefern kann. Als ein führendes Land in dem agrarindustriellen Sektor ist Italien der ideale Partner für diesen Prozess.

Auf dem Treffen wurde mit den Ministern für Landwirtschaft und den Vertretern des Landes über italienisch-afrikanische Partnerschaften, Fallstudien und Projekte der Demokratischen Republik Kongo, Äthiopien, Somalia, Mosambik und Angola gesprochen.

„Landwirtschaft ist für den Kongo eine Priorität geworden, aber muss entwickelt werden.“ Das Land will das Kreditsystem zum Nutzen für kleine und mittelgroße Unternehmen unterstützen, einen zweckbestimmten Nationalen Fonds einrichten und Maßnahmen einführen, die auf dem europäischen GAP-Modell basieren.

„In Äthiopien ist Landwirtschaft von oberster Bedeutung und ist für 35% des nationalen BIP verantwortlich, aber es gibt noch riesiges Potential für Entwicklung. Unser Ziel ist es, die Produktivität bezüglich der Qualität zu steigern, indem wir uns auf neue Technologien fokussieren. Äthiopien hat enormes Wachstumspotential.“

In Somalia ist Landwirtschaft für 70% des nationalen BIP und für 90% der Exporte verantwortlich. Heute sind die lokalen Erzeuger immer geneigter, in neue Technologien zu investieren.

Es gibt auch reichlich Möglichkeiten für Mosambik, wo aktuell nur 15% der 36 Millionen ha kultivierbares Land genutzt werden und Biodiversität aufgrund der physischen Gestalt des Landes potentiell sehr hoch ist, das strategisch in Ostafrika bezüglich der Handelsrouten und der Präsenz des Hafens Nacala gelegen ist.

Angola ist ein Land, das bestrebt ist, in Landwirtschaft zu investieren, in lokale und nachhaltige Produktion sowie in Technologien und neue Bewässerungssysteme, weil die Ölkrise seine Wirtschaft schwer beeinträchtigt hat. Es ist bereit, neue Investoren anzulocken, die das meiste aus ihrem Potential herausholen können, wobei die Exporte seiner wichtigsten Produkte, wie Mangos, Banane und Ananas, schrittweise wieder aufgenommen werden, aber es ist noch viel zu tun. Nur 5 von 35 Millionen ha anbaufähiges Land sind kultiviert.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte: www.macfrut.com

Quelle: Macfrut

Veröffentlichungsdatum: 15.05.2019

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