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Deutsche Wetterdienst-Dürreprognose hochinteressant für den Freilandgemüsebau

29. März 2019

Für den Freilandgemüsebau könnte sich ein neues Instrument in der Risikovorsorge auftun. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) entwickelt derzeit eine neue Langfristvorhersage, die Landwirten und Gärtnern die Bodenfeuchte bis zu sechs Wochen im Voraus vorhersagt und über potentielle Dürregefahren informieren soll. Das neue operationelle Programm wird aller Voraussicht nach 2020 starten.

Die Abbildung stellt oben die vorhergesagte und in der unteren Reihe die tatsächliche Bodenfeuchte dar. Rot zeigt an, dass der Boden sehr trocken ist und die Bodenfeuchte einen für die Pflanzen kritischen Wert unterschreitet. Auch in den ockerfarbenen Bereichen ist mit Trockenstress zu rechnen. Je größer die Kreise oben sind, desto besser stimmt die Vorhersage mit den tatsächlichen Werten des Bodenfeuchte in der unteren Reihe überein. Foto © DWD
Die Abbildung stellt oben die vorhergesagte und in der unteren Reihe die tatsächliche Bodenfeuchte dar. Rot zeigt an, dass der Boden sehr trocken ist und die Bodenfeuchte einen für die Pflanzen kritischen Wert unterschreitet. Auch in den ockerfarbenen Bereichen ist mit Trockenstress zu rechnen. Je größer die Kreise oben sind, desto besser stimmt die Vorhersage mit den tatsächlichen Werten des Bodenfeuchte in der unteren Reihe überein. Foto © DWD

Neues operationelles Programm des Deutschen Wetterdienstes ab 2020

Christian Ufen, Vorsitzender der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) und im Bundesausschuss Obst und Gemüse (BOG) stuft den Sachverhalt als „hochinteressant für den Freilandgemüsebau ein“.

„Erst der Praxistest wird aber zeigen, welche tatsächlichen Möglichkeiten sich umsetzen lassen", so Ufen.

Die der Prognose zugrunde liegende Bodenfeuchte beschreibt, wieviel Wasser im Boden gespeichert ist. Trotz wochenlanger Trockenheit können die Pflanzen durch die gespeicherte Bodenfeuchte aus Niederschlägen des Winters und Frühlings über genug Wasser für ihr Wachstum haben. Da sie eine sich nur langsam verändernde Speichergröße ist, lässt sie sich laut DWD-Einschätzung gut für die Berechnung langfristiger Vorhersagen verwenden. DWD-Vizepräsident Prof. Dr. Paul Becker ist überzeugt, dass der Wetterdienst mit der Vorhersagetechnik die in großen Teilen Deutschlands anhaltende Dürre im vergangenen Jahr schon sechs Wochen vorher mit guter Qualität vorhersagen hätte können. Der DWD will nun im laufenden Jahr das Programm weiter optimieren und die Prognose dann im nächsten Jahr anbieten.

Quelle: ZVG/DWD

Veröffentlichungsdatum: 29.03.2019

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