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Russische Obstversorgungskette bietet Möglichkeiten für die Niederlande

21. Februar 2019

Die Entwicklung des Obstanbaus in Russland bietet positive Aussichten für niederländische Unternehmen in der Lebensmittelkette. Dies zeigt eine Untersuchung von Rusmarketconsulting aus Petersburg, die von dem Niederländischen Ministerium für Landwirtschaft, Natur und Lebensmittelqualität (LNV) in Auftrag gegeben wurde.


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Die Ergebnisse der Marktstudie, die am 12. Dezember präsentiert wurde, zeigen, dass es besondere Aussichten für niederländische Erzeuger von jungen Obstbäumen und für Unternehmen gibt, die Kühllager und Sortier- und Verpackungsanlagen liefern, wie das Netzwerk Agroberichten Buitenland des LNV berichtet.

Obstproduktion ist stabil

Die Produktion von Obst in Russland war in den letzten Jahren ziemlich stabil und schwankt pro Jahr um etwa 3 Millionen Tonnen. 58% der gesamten Obstproduktion bestehen aus Äpfeln und Birnen (Kernobst). Der Rest ist Beerenobst (25%) und Steinobst (18%). Der gewerbliche Anbau von Kernobst findet vor allem in den südwestlichen Provinzen Russlands statt, hieß es.

Viele Früchte werden von kleinen Familienfarmen auf dem Land erzeugt. Aber es gibt auch große Obstfarmen mit Flächen von bis zu 7.000 ha. In den letzten Jahren wurden jedes Jahr rund 15.000 ha neue Plantagen gepflanzt.

Die Selbstversorgungsrate Russlands in dem Obsthandelssegment ist niedrig. Bei Äpfeln waren es 2017 zum Beispiel 49%, bei Birnen 10% und bei Erdbeeren 6%. Der Marktforschungsagentur Rusmarketconsulting zufolge besteht somit großer Bedarf an einer Expansion der Obstproduktion in Russland, wobei die Niederlande helfen könnten.

2017 importierte Russland vor allem Äpfel aus Serbien (32%), Moldawien (22%) und China (16%). 2013, vor dem Importstopp, kam fast die Hälfte der Äpfel aus Polen. Erdbeeren kommen aktuell aus Serbien (44%), Weißrussland (17%) und Ägypten (13%). 2013 war Griechenland der bedeutendste Lieferant.


Quelle: Min LNV /agroberichtenbuitenland.nl
 

Veröffentlichungsdatum: 21.02.2019

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