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ASAJA Murcia ruft Zitruserzeuger zu Protest vor Europäischer Kommission auf

15. Februar 2019

Der Vorstand von ASAJA Región bestätigte auf dem Treffen, das am 13. Februar stattfand, seine Teilnahme an der für Dienstag, den 19. Februar, einberufenen Kundgebung vor der Delegation der Europäischen Kommission in Madrid.

Bildquelle: Shutterstock.com Zitrus
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Die heftige Preiskrise, die der Zitrussektor erleidet, da die Handelssaison von Mandarinen, Orangen und Zitronen ruinöse Preise brachte, veranlasste ASAJA, von den zuständigen Stellen der EU Lösungen zu fordern und zu verlangen, dass das Landwirtschaftsministerium und die Autonomen Gemeinden Maßnahmen ergreifen, um die wirtschaftlichen Verluste der Erzeuger zu lindern. Zudem fordern sie eine Veränderung in der Landwirtschaftspolitik der EU hinsichtlich der landwirtschaftlichen Freihandelsabkommen mit Drittländern.

Das erklärte der Generalsekretär von ASAJA Murcia, Alfonso Gálvez Caravaca. „Alle spanischen und europäischen Produktionen werden wegen der Produkte aus dem Ausland bei dem Preis bestraft, da es eine ungleiche Konkurrenz bei Produktionskosten, Lohnkosten und den Forderungen nach Sicherheitsgarantien für Lebensmittel und Pflanzenschutz gibt. Die europäischen Behörden sind sich des Schadens nicht bewusst, der für den europäischen Landwirtschaftssektor verursacht wird, und handeln nach den Klängen von Unternehmen mit wirtschaftlichen Interessen in dem Agrarlebensmittelhandel, ohne den Ursprung dieser Produkte und die Kosten ihrer Produktion mit Qualität und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen.“

„Die aktuellen Preise für Orangen und Zitronen decken die Produktionskosten für den Erzeuger oder die Exporteure nicht. Die Präsenz von Zitrusfrüchten in den europäischen Märkten weit über den festgelegten Quoten oder der Eintritt in die EU ohne Kontrollen und die Nichtbeachtung der Eintrittszeitpläne haben zu einem Zusammenbruch der Preise und dem großen Opportunismus der Handelsbetreiber, Großunternehmer und großen Vertriebsketten geführt, deren Gewinnspannen auf Kosten der Erzeuger, Genossenschaften und Exporteure gestiegen sind. Die Qualität der Produkte aus Drittländern ist sehr fraglich und schreckt die Verbraucher ab. Trotz der ruinösen Preise für die Erzeuger zahlen die Verbraucher Preise, die ähnlich wie in anderen Handelssaisons sind“, sagte Gálvez Caravaca.

Zudem sagte Gálvez Caravaca, dass „wir von ASAJA fordern, dass sofortige Maßnahmen ergriffen und effektive Kontrollmechanismen artikuliert werden, sodass fairere Preise für die Erzeuger gewährleistet sind.“

Die Protestaktion wird am Dienstag, dem 19. Februar, vor der Delegation der Europäischen Kommission, in Madrid, Paseo de la Castellana Nr. 46, ab 12:00 Uhr stattfinden. Diejenigen, die Interesse haben, nach Madrid zu reisen, können sich telefonisch anmelden bei ASAJA (968) 284188.   

Quelle: ASAJA Murcia

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2019

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