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BLE-Marktbericht KW 06 / 19: Genügend Äpfel um das Interesse zu stillen

14. Februar 2019

Auch wenn sich die Versorgung minimal einschränkte, genügte sie, um das Interesse zu stillen. Aus dem Inland standen speziell Elstar, Boskoop, Jonagold und Braeburn bereit. Italien steuerte vorrangig Granny Smith und Golden Delicious zum Sortiment hinzu. Aus Frankreich kamen unter anderem Jazz und Pink Lady. 

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Niederländische Boskoop und Elstar verloren leicht an Wichtigkeit. Lose aufgemachte belgische Jonagold gesellten sich zu den schon etablierten Granny Smith derselben Herkunft. Günstige polnische Zufuhren gab es nur in Berlin. 

Die Unterbringung verlief unspektakulär, aber doch mit einer gewissen Konstanz. Die Notierungen verharrten somit in der Regel auf dem bisherigen Niveau. Verschiedentlich tendierten sie aufwärts, so etwa in Köln für inländische Elstar. In Berlin wiesen einige einheimische Produkte konditionelle Probleme auf, was sich natürlich negativ auf deren Bewertungen auswirkte.

Birnen
Italienische Abate Fetel und Santa Maria herrschten vor, ihre Bedeutung begrenzte sich aber ein wenig. Niederländische und belgische Conference sowie deutsche Alexander Lucas rundeten das Angebot ab. Türkische Santa Maria und Devici verteuerten sich örtlich; ihre Saison bog auf die Zielgerade ein. Die Importe aus Übersee dehnten sich aus: Neben südafrikanischen Bon Chretien, die in Berlin zu 16,50 € je 12,5-kg-Karton eine freundliche Beachtung generierten, trafen inzwischen auch kleinfallende Rosemarie aus Südafrika ein, die in Hamburg zu 13,- € je 6,5-kg-Karton umgeschlagen wurden. Generell gestaltete sich der Verkauf ohne besondere Höhepunkte. Die Bewertungen veränderten sich dabei nur selten. Infolge verringerter Mengen konnten die Vertreiber ihre Aufrufe manchmal anheben. In Hamburg war die Nachfrage recht gedämpft und stabile Notierungen wurden bloß durch eine verminderte Verfügbarkeit erreicht.

Tafeltrauben
Südafrika dominierte augenscheinlich das Geschehen und stellte vorrangig Thompson Seedless, Flame Seedless und Prime Seedless bereit. Die Präsenz von Arra 13 und Arra 15 schrumpfte in Frankfurt; dort ergänzten kernlose FireStar das Sortiment. Die peruanischen Zuströme ebbten ab und auch Brasilien verabschiedete sich zunehmend aus der Vermarktung. Zufuhren aus Namibia komplettierten. Insgesamt verlief der Handel in ruhigen Bahnen. Qualitätsinduziert weitete sich in Frankfurt die Preisspanne von einigen südafrikanischen Früchten aus. An den übrigen Plätzen fielen die Notierungen oftmals ab. Dies gründete zum einen auf einem zu schwachen Interesse und zum anderen auf einer nicht durchgängig überzeugenden Güte. In Hamburg verharrten die Bewertungen auf bisherigem Niveau, lediglich Partien mit konditionellen Problemen mussten vergünstigt abgewickelt werden.

Orangen
Das Angebot der Blondorangen war sehr vielfältig: Spanische Navelina prägten die Szenerie. Türkische Washington Navel spielten eine größere Rolle, ihre organoleptischen Eigenschaften sprachen aber nicht immer an. Spanische Salustiana, Lane Late, Navel und Navelate rundeten die Warenpalette ab. Marokkanische Salustiana und griechische Navel waren bloß punktuell erhältlich. In Hamburg startete die ägyptische Saison mit ersten Valencia Late, die 9,75 € je 15-kg-Kollo kosteten. Im Segment der Blutorangen bestimmten italienische Moro und Tarocco die Geschäfte. Seltener anzutreffende Sanguinelli aus Spanien waren günstiger als die Konkurrenz, was die italienischen Mitbewerber unter Druck setzte. Die Bedeutung von Cara Cara aus Spanien und Italien hatte sich nicht wesentlich verändert. In beiden Sektoren, Blond und Blut, konnte die Nachfrage summa summarum gedeckt werden. Der Bedarf war örtlich infolge der nasskalten Witterung angestiegen. Die Bewertungen bestätigten in der Regel das Level der 05. KW.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Importe von Clementinen verminderten sich kontinuierlich: Clemenules aus Spanien verloren ebenso an Wichtigkeit wie Nour aus Marokko. Spanische Hernandina verstärkten derweil ihre Präsenz und kosteten in Hamburg maximal 13,50 € je 10-kg-Holzkiste. Die italienischen Erzeugnisse begrenzten sich. Bei den Mandarinen überwogen spanische Anlieferungen: Clemenvilla und Nadorcott traten am häufigsten auf. Dank ihrer exklusiven Güte weiterhin beliebte israelische Orri verteuerten sich ab und an. In Berlin wurden sie indes aufgrund eines geschrumpften Interesses günstiger. Offerten aus Marokko, der Türkei und Italien komplettierten das Sortiment. Generell war eine gewisse Sättigung seitens der Kunden nicht von der Hand zu weisen; die Abwicklung hätte durchaus schneller vonstattengehen können. Die Notierungen tendierten, dem Rechnung tragend, dann auch mehrheitlich abwärts.

Zitronen
Die Abladungen aus Spanien verringerten sich augenscheinlich und die türkischen Zuströme schränkten sich ebenso ein. Griechische Chargen waren nur punktuell am Geschehen beteiligt; sie kosteten in Frankfurt lediglich 15,- € je 15-kg-Kiste und wurden gerne mitgenommen. In Berlin gelangten sehr viele türkische Artikel aus dem polnischen LEH an den Platz, die für eine regelrechte Angebotsschwemme sorgten. Die Bewertungen mussten hier merklich reduziert werden und die Unterbringung der spanischen Partien bremste sich offensichtlich ab. Ansonsten zeigten die Notierungen ebenso eher nach unten, da die Bereitstellung etwas zu umfangreich ausfiel.

Bananen
Der Vermarktung fehlte es an Schwung. Der Vertrieb verlief andauernd relativ schleppend, denn die Ware hatte es schwer, gegen Äpfel, Trauben und Zitrusfrüchten anzukommen. In Berlin herrschten zudem verkaufsentschleunigende Ferien. Dennoch berichtete man oftmals von einer steten Abgabe. Der Zufluss aus den Reifereien korrelierte in einem genügenden Maß mit dem unaufgeregten Bedarf. Daher oszillierten die Notierungen für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Niveau. Lokal ließen sich sogar für alle Marken und Herkünfte leichte Verteuerungen etablieren. Mit einer Aufwärtsbewegung der oberen Grenze weitete sich örtlich die Preisspanne für die Zweitmarken aus.

Blumenkohl
Frankreich dominierte, Italien und Spanien ergänzten das Sortiment. Belgische Abladungen traten ausschließlich in Frankfurt auf. Die Qualität überzeugte in der Regel. Die Nachfrage konnte ohne Probleme befriedigt werden. Trotzdem tendierten die Preise verschiedentlich nach oben, was auf verdichtete Unterbringungsmöglichkeiten sowie einer verbesserten Güte basierte. In Frankfurt vergünstigten sich derweil ab Donnerstag die italienischen Produkte ein wenig, während sich die französischen zum Wochenende hin verteuerten.

Salat
Bei Eissalat konnte bloß auf spanische Offerten zugegriffen werden. Das Interesse hielt mit den Anlieferungen nicht Schritt, sodass die Vertreiber oftmals gezwungen waren, ihre Aufrufe zu reduzieren, wenn sie Bestände vermeiden wollten. In Berlin weitete sich Preisspanne auf 6,- bis 9,- € je 10er Aufmachung aus, in Frankfurt musste man bis zu 7,- € je 10 Stück bezahlen. Bei Kopfsalat prägte Belgien vor Italien und Frankreich das Geschehen. Mengeninduzierte Verteuerungen waren üblich, so kosteten in Frankfurt belgische Partien bis zu 18,- € je 12er-Steige. Zu kleine Artikel vergünstigten sich in Hamburg. Die Notierungen von französischen und in der Folge auch von italienischen Bunten Salaten stiegen punktuell aufgrund angezogener Eingangsforderungen an. Feldsalat verbilligte sich örtlich wegen eines eingeschränkten Zuspruchs. Endivien waren in Frankfurt beliebt und wurden daher flott umgeschlagen, in Köln ließen sie sich hingegen nur mit herabgesetzten Bewertungen gut verkaufen.

Gurken
Bei den Schlangengurken herrschte Spanien augenscheinlich vor; die Niederlande hatten ergänzenden Charakter. Belgien, Griechenland und Frankreich komplettierten das Sortiment mit spärlichen Abladungen. Die Qualität der spanischen Chargen überzeugte nicht immer, sodass sich in Frankfurt die Preisgrenzen in beide Richtungen verschoben. In Hamburg kam es zunächst zu Verteuerungen, die bis Freitag aber stagnierten. In Köln war eine sehr gedämpfte Nachfrage zu beobachten. Bei den Minigurken dominierte die Türkei vor den Niederlanden. Mit Marokko, Griechenland und Spanien beteiligten sich weitere Länder an den Geschäften. Angesichts einer angewachsenen Konkurrenzsituation tendierten die Notierungen häufig abwärts. In Frankfurt kosteten die marokkanischen Importe lediglich 8,- € je 4-kg-Kiste. Dort wurden niederländische Krumme Gurken zu maximal 2,10 € je kg untergebracht.


Weitere Informationen

Frankfurt
Das Interesse an Erdbeeren in 250-g-Schalen war ab Donnerstag freundlich, leider ging die Bereitstellung seitens der spanischen Exporteure deutlich zurück. Israel sendete erstmals in diesem Jahr Sharonfrüchte zu 9,50 € je 14 bis 16 Stück. Himbeeren und Heidelbeeren vergünstigten sich nachfrageinduziert. Erste niederländische Auberginen wurden ab Dienstag in kleinen Mengen zu 11,- bis 12,- € je 5 kg platziert. Ansonsten gaben die Bewertungen für alternativ umgeschlagene spanische und italienische Artikel nach. Auch Zucchini verbilligten sich kontinuierlich. Kohlrabi wurde mit 0,53 bis 0,65 € je Stück immer noch gut bezahlt. Die Notierungen von reichlich vorrätigem Lauch bröckelten ab. Die Forderungen für lose Möhren, glatte Petersilie und Dill stiegen.

Hamburg
Litschis aus Madagaskar, Limetten aus Brasilien sowie Sharonfrüchte aus Israel verteuerten sich infolge einer verbesserten Qualität. Haushaltszwiebeln aus den Niederlanden in 35 bis 50 mm kosteten 15,50 € je 25-kg-Sack. Die Saison von spanischen Möhren startete zu 9,- € je 9-kg-Verpackung.

Köln
Neben den vorherrschenden spanischen und ergänzenden türkischen Auberginen gab es auch wieder die ersten niederländischen Offerten. Ebenfalls aus den Niederlanden kam der zum Ende der Woche angebotene Rhabarber sowie der Spargel, die beide aber nur mäßig beachtet wurden.

Berlin
Ausfärbung und Geschmack der ägyptischen, griechischen und spanischen Erdbeeren waren sehr uneinheitlich, was die Kunden von einem beherzten Zugriff abhielt. Einige spanische Produzenten lieferten für die in Berlin stattfindende Fruit Logistica zwar hervorragende Früchte, diese landeten aber nicht in der regulären Vermarktung, obwohl die Nachfrage und auch die Bereitschaft, höhere Einkaufspreise zu zahlen, durchaus vorhanden war. Kiwis aus Griechenland unterbrachen zeitweilig die Dominanz der italienischen Partien. Allerdings zeigte sich das Interesse derart schleppend, dass selbst die geforderten 9,- € je 10-kg-Karton keine Abnahme garantierten. Verstärkte Importe aus Marokko ließen die Bewertungen von Stangenbohnen auf 5,- bis 5,50 € je kg sinken. Bei den Buschbohnen war es der gleiche Mechanismus, jedoch vergünstigten sich in diesem Segment ab Donnerstag die senegalesischen Zufuhren. Bei Zucchini gesellten sich italienische Artikel zu den etablierten spanischen, was postwendend für Verbilligungen sorgte.

Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 06 / 19
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Veröffentlichungsdatum: 14.02.2019

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