fruchtportal.de

Belgien produzierte fünf Prozent mehr Erdbeeren in 2017

06. Februar 2019

Belgien produzierte in der Saison 2018/2019 Schätzungen zufolge 273.950 Tonnen Äpfel und 369.506 Tonnen Birnen. Damit hat sich Belgien von der schwierigen Vorjahressaison erholt, als ein starker Frühjahrsfrost den Obstbau hart getroffen hat. Die Produktion von Erdbeeren betrug laut VLAM, Flanderns Agrar-Marketing-Büro, in 2017 47.500 Tonnen, ein Plus von fünf Prozent gegenüber 2016.

Quelle: Eurostat und VLAM-Analysen Grafik
Quelle: Eurostat und VLAM-Analysen

Fakten & Zahlen Belgien

Der Export von Äpfeln war 2018 rückläufig. Dies ist in erster Linie den großen Apfelbeständen geschuldet, die nach der 2018er Rekordernte auf den Markt drängten. Die unmittelbaren Nachbarländer bleiben weiterhin die wichtigsten Exportdestinationen für belgische Äpfel. Im Zeitraum November 2017 bis Oktober 2018 entfielen 37 Prozent des Exportvolumens auf Deutschland. Auf den weiteren Plätzen folgten die Niederlande und Frankreich mit einem Anteil von 31 bzw. 15 Prozent. Die Drittlandausfuhren zogen 2018 leicht an, wobei insbesondere die Schweiz, Vietnam und Singapur deutlich mehr Äpfel orderten als vor Jahresfrist. 

Der globale Export von Birnen deutet 2018 auf ein leichtes Minus hin. Auffallend ist die breite Streuung der Exportmärkte, wobei die Ausfuhr in bestimmte Länder an Fahrt gewonnen hat. So verzeichnen die Exporte in das Vereinigte Königreich nach den ersten Zahlen von 2018 (bis Oktober) einen starken Mengenanstieg. Damit liegt das Vereinigte Königreich mit einem Exportanteil von 14 Prozent an zweiter Stelle, hinter den führenden Niederlanden (15 Prozent). Mit einem Anteil von zwölf Prozent belegt Frankreich den dritten Platz auf der belgischen Kundenliste, wenn auch mit einem Rückgang gegenüber 2017. Die osteuropäischen Länder, insbesondere Estland, bleiben auch 2018 wichtige Handelspartner. Auch für Deutschland wird ein deutliches Exportplus verzeichnet, das in erster Linie auf die erfolgreiche Conference-Kampagne hierzulande zurückzuführen ist. Außerhalb der EU-28 sind Norwegen, China, Weißrussland und die Schweiz Hauptabsatzmärkte. Vor allem dorthin nimmt der Export von Birnen 2018 stark zu.

Der Export von belgischen Erdbeeren zeigt einen leichten Rückgang. Die Niederlande sind wichtigster Absatzmarkt (27 Prozent), gefolgt von Frankreich (18 Prozent) und dem Vereinigten Königreich (17 Prozent). Deutschland, die vierte Exportdestination, verzeichnete 2017 einen starken Anstieg, der sich aber bis 2018 nicht fortsetzen dürfte. Die skandinavischen Märkte Schweden, Norwegen und Finnland komplettieren die Liste der belgischen Hauptabsatzmärkte.

FRISCHGEMÜSE

• Die belgischen Gemüsegärtner produzierten 2017 insgesamt 828.217 Tonnen Gemüse für den Frischmarkt, ein Anstieg von 6,5 Prozent gegenüber 2016. Tomaten (255.960 Tonnen) sind die absolute Nummer eins. Lauch (113.750 Tonnen), der 2017 einen starken Produktionsanstieg verzeichnete, Karotten (93.000 Tonnen), Chicorée (36.900 Tonnen), Weißkohl (33.750 Tonnen), Kopfsalat (33.600 Tonnen), Paprika (27.600 Tonnen) und Gurken (25.530 Tonnen) sind die weiteren Verkaufsschlager der belgischen Gemüseproduktion.
• Der belgische Export von Frischgemüse stieg 2017 stark an (+ 12 Prozent), ein Trend, der sich 2018 nicht fortsetzen dürfte. Die Nachbarländer sind die mit Abstand wichtigsten Exportziele für Frischgemüse, allen voran Frankreich, das auch im Zeitraum November 2017 bis Oktober 2018 mit einem Anteil von 33 Prozent des Exportvolumens seiner langjährigen Rolle als Hauptabsatzmarkt gerecht wird. Auf den weiteren Plätzen folgen die Niederlande (27 Prozent) und Deutschland (18 Prozent).

Der belgische Gemüseexport in Drittländer bleibt mit einem Anteil von drei Prozent begrenzt, wobei neben einer Reihe afrikanischer Märkte, die Vereinigten Staaten und Kanada die Hauptziele sind.

KARTOFFELN & KARTOFFELZUBEREITUNGEN

• Nach den vorläufigen Ergebnissen produzierten die belgischen Kartoffelbauern im Jahr 2018 gut 3,5 Millionen Tonnen Kartoffeln.
• Der belgische Export von Frischkartoffeln stieg 2018 an. Die Niederlande haben das Spitzenergebnis des Vorjahres nochmals getoppt und sind (im Zeitraum November 2017 bis Oktober 2018) mit einem Anteil von 75 Prozent der eindeutig wichtigste Abnehmer. Frankreich (17 Prozent) und Deutschland (drei Prozent) folgen mit deutlichem Abstand.
• Belgische Kartoffelzubereitungen sind weltweit weiterhin sehr gefragt. 2014 hat der Export die Zwei-Millionen-Tonnen-Marke erstmals überschritten und steigt stetig an. Bis einschließlich Oktober 2018 verzeichneten die belgischen Betriebe bereits einen Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die benachbarten EU-Länder sind die wichtigsten Abnehmer, wobei Frankreich (18 Prozent), das Vereinigte Königreich (14 Prozent) und die Niederlande (13 Prozent) an der Spitze liegen. Auch außerhalb der EU werden belgische Kartoffelzubereitungen immer beliebter. Bis Oktober 2018 machten Drittländer 28 Prozent der Gesamtexporte aus, ein weiterer Anstieg von fünf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres.

www.freshfrombelgium.com/de

Quelle: VLAM - Flanderns Agrar-Marketing-Büro

Veröffentlichungsdatum: 06.02.2019

Fruchtportal © 2004 - 2019
Online Fachzeitschrift für den internationalen Handel mit frischem Obst und Gemüse