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Marktinformation Ostdeutschland 05. KW 2019

Mecklenburg - Vorpommern: Erzeugerpreise wurden angehoben

05. Februar 2019

Die Erzeugerpreise wurden, dem deutschlandweitem Trend folgend, angehoben. Die Handelsketten tragen die Preiserhöhung mit, teils jedoch erst ab der kommenden Woche. Die durch die knappe Ernte 2018 bedingte geringe Kartoffelverfügbarkeit hat auch die Rohwarenpreise für die Schälung stark ansteigen lassen. Die Schälausbeuten sind zudem oft höher als üblich zu dieser Jahreszeit.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffel
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Für die kommende Woche sind daher Preiserhöhungen für Schälkartoffeln zu erwarten. Der Absatz von Packware im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern läuft auf gutem Niveau, auch Kleingärtner sind in dieser Saison vorzeitig Käufer. Probleme bereitet in diesem Jahr das vorzeitige Keimen der Knollen. Dies geht aus dem "Marktinformation Ostdeutschland 05. KW 2019 " des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (LALLF) in Rostock hervor.

Brandenburg
Trotz knapper Kartoffelvorräte werden von den Handelsketten immer wieder Werbeaktionen geplant. Längst beteiligen sich nicht mehr alle Zulieferer an diesen Aktionen. Regionalware schwindet zunehmend. Mehlig kochende Speiseware aus der Region steht kaum noch zur Verfügung. Speisekartoffeln werden überwiegend aus Niedersachsen zugeführt. Bei steigenden Rohwarenpreisen sind auch die Schälkartoffelproduzenten gezwungen, die Preise anzuheben. Vereinzelt sind die Forderungen für rohe Schälware bereits erhöht worden. Für die kommende Woche haben weitere Schälkartoffelproduzenten Preiserhöhungen angekündigt. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben stabil auf dem Vorwochenniveau.

Sachsen
Die Nachfrage nach Packware ist rückläufig. Möglicherweise weichen die Endkunden aufgrund des höheren Preisniveaus auf Nudeln und Reis aus. Letztendlich entspricht der schwache Absatz der knappen Warenverfügbarkeit in dieser Saison. Werbeaktionen vom Lebensmitteleinzelhandel erscheinen daher nicht sinnvoll. Zum Saisonende wird die Speiseware fehlen. Ob Frühkartoffelimporte zeitig die Lücke schließen können, ist noch unklar. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln verharren auf dem Vorwochenniveau. Die Preise für rohe Schälkartoffeln werden in der ersten Februarwoche teils bis zu 15 Cent/kg angehoben.

Sachsen - Anhalt
Die Preiserhöhungen für Speisekartoffeln infolge knappen Angebotes reduzieren inzwischen den Abverkauf durch die Konsumenten im Lebensmitteleinzelhandel. Packer berichten von sehr schwachem Absatz. Die Kunden weichen vermutlich auf andere Produkte aus. Die Händler versuchen mit Werbeaktionen gegen zu steuern, was aber nach hinten raus die Kartoffelläger noch zeitiger räumen wird. Tschechen und Polen suchen Speisekartoffeln, so dass höhere Preise akzeptiert werden. Hiesige Versandhändler können die Nachfrage aufgrund schwindender Vorräte teils nicht bedienen. Für die kommende Woche planen Schälkartoffelproduzenten Preiserhöhungen. Rohware ist sehr teuer, das Angebot ist klein und der Schälabfall sehr hoch.

Thüringen
Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Kalenderwoche. Die Großhandelsabgabepreise haben nachgezogen. Der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel und in den Discountern verläuft auf schwachem Niveau, was teils auf das erhöhte Preisniveau für die Verbraucher zurückgeführt wird. Das Angebot an packfähiger Speiseware schwindet zunehmend. Die durch die Dürre verursachte kleine Ernte 2018 wird deutlich. Die Rohware für Schälkartoffeln ist ebenfalls knapp und teuer. Für die kommende Woche sind höhere Preise für geschälte Knollen angekündigt worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 05.02.2019

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