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Südafrikanische Zitruserzeuger-Vereinigung räumt Missverständnisse bezüglich EPA aus dem Weg

29. Januar 2019

„Bei der Suche nach Lösungen für einen schlechten Start in die Saison der Nordhemisphäre 2018/19 ist es wichtig, bei den Fakten anzufangen. Als verantwortlicher Exporteur wird Südafrika mit den Exporteuren und Importeuren aus anderen Ländern zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass wir den Kunden geben, was sie wollen“, sagte Justin Chadwick von der Citrus Growers Association (CGA, Zitruserzeuger-Vereinigung) von Südafrika.

Bildquelle: Shutterstock.com Zitrus
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Chadwick reagiert damit auf Kommentare bezüglich des jüngst eingeführten Wirtschaftspartnerschaftsabkommens (Economic Partnership Agreement, EPA) zwischen der Südafrikanischen Zollunion (Southern African Customs Union, SACU) und der Europäischen Union (EU) seitens der Zitrusindustrie Südafrikas.

„Einige sprechen von der „postfaktischen Ära“, andere reden über „Fake News“. Wenn es um die Wahrheit geht, halten viele lieber an einer guten Geschichte fest. Hier einige Fakten, um die Dinge klarzustellen“, schreibt Chadwick.

  • Das vor kurzem unterzeichnete und umgesetzte EPA beinhaltet eine Änderung für die Importbedingungen von Orangen. Über zehn Jahre verteilt wird die Zollbefreiung für den Zeitraum 17. Oktober bis Ende November von 16% auf null fallen, alle anderen Zitruszölle bleiben unverändert.
  • Das EPA beinhaltet keine Änderungen für die Zölle von Mandarinen. Berichte, dass das EPA sich auf Märkte der Nordhemisphäre für Mandarinen auswirkt, sind somit schlecht recherchiert.
  • 2018 traf die südafrikanische Zitrusindustrie eine Entscheidung, die Exporte von Orangen an die EU Mitte September zu stoppen, womit auf alle Vorteile aus dem EPA verzichtet wurde. Berichte, dass sich das EPA auf die Märkten der Nordhemisphäre für Orangen auswirkt, sind somit inkorrekt.
  • Während Dezember 2016 und wieder im Dezember 2018 wurden Zitrusfrüchte, die der Nordhemisphäre entspringen, in einigen Einzelhandelsläden in Europa mit „Product of South Africa“ gekennzeichnet. Dies macht die Bewertung des Ursprungs der Frucht in der finalen Verkaufsstelle in Europa problematisch. Die Kennzeichnungsregelungen müssen verschärft werden, um sicherzustellen, dass die Verbraucher (und Erzeuger) den Ursprung ihrer Einkäufe kennen.

„Zusammenarbeit zur Anregung der Nachfrage nach Zitrusfrüchten“

logoChadwick betont schließlich: „Obwohl die Zitrusexporteure aus verschiedenen Ländern in dem Markt konkurrieren, stehen wir auch gemeinsam mit Alternativen zu Zitrusfrüchten im Wettbewerb. Wenn ein Verbraucher nicht die gewünschte Qualität (Größe, Farbe, Zuckergehalt, usw.) der Zitrusfrucht bekommt, wird er sich anderen Alternativen zuwenden, die keine Zitrusfrüchte sind. Bei einem Wachstumsspurt in der Zitrusproduktion weltweit ist es jetzt für alle Lieferanten an der Zeit zusammenzukommen und die Nachfrage nach Zitrusprodukten anzuregen. Der Markt gehört den Verbrauchern.“

Quelle: CGA

Veröffentlichungsdatum: 29.01.2019

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