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BLE-Marktbericht KW 42 / 18

Das Apfelsortiment wurde vom Inland geprägt und wuchs an

25. Oktober 2018

Elstar, Boskoop und Jonagold bildeten die Basis. Italien beteiligte sich vorrangig mit Granny Smith und Royal Gala, Frankreich mit Braeburn und Granny Smith an der Vermarktung. Aus den Niederlanden kamen hauptsächlich Elstar und Boskoop. Polen schickte erste Boskoop und Golden Delicious, die es in Berlin und Hamburg gab. Gelegte griechische Granny Smith mit 80/85 mm komplettierten in Frankfurt zu 1,15 € je kg die Warenpalette.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die üppige Versorgung überragte die Nachfrage, welche sich mancherorts eingeschränkt hatte. Um Überhänge zu vermeiden, mussten die Vertreiber häufig ihre Aufrufe reduzieren. Französische und italienische Chargen waren davon punktuell nicht betroffen, da sie hinsichtlich ihrer Güte mehr ansprachen. Die vorrätigen Partien aus Übersee verschwanden zusehends von der Bühne: Bei einer sehr ungenügenden Platzierung sanken die Preise weiter ab.

Birnen
Italien herrschte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ vor. Aus Deutschland stammten unter anderem Alexander Lucas und Boscs Flaschenbirne und aus den Niederlanden sowie Belgien Conference. Türkische Deveci waren in Frankfurt recht großfruchtig. Spanien sendete ergänzende Abate Fetel. Die Geschäfte verliefen fast überall in einem ruhigen Rahmen. Erst ab Donnerstag intensivierte sich verschiedentlich das Interesse. Überzeugte die Qualität, konnten die bisherigen Forderungen bestätigt werden. In Berlin griffen die Kunden ziemlich stark bei den großfallenden italienischen Williams Christ zu, die somit schnell ausverkauft waren. Dies wirkte sich jedoch nicht grundsätzlich auf die Notierungen aus. 

Tafeltrauben
Italien dominierte mit Michele Palieri, Italia und Crimson Seedless. Griechische Thompson Seedless, französische Alphonse Lavallée und spanische Crimson Seedless rundeten das Sortiment mehr oder minder ab. Türkische Sultana gab es noch ausreichend und in einer überzeugenden Güte, Red Globe gleicher Herkunft verknappten sich aber zusehends. Insgesamt gestaltete sich die Vermarktung unspektakulär. Örtlich beschleunigte sich ab Mittwoch die Abwicklung und so konnten die Vertreiber in Köln ihre Forderungen ein wenig anheben. In Berlin vergünstigten sich indes einige Chargen infolge einer ausgedehnten Verfügbarkeit. In München stießen zu teure französische Produkte nur auf einen eingeschränkten Zuspruch. In Frankfurt zogen die Preise für dunkle kernlose Offerten etwas an. Mit dem Auftauchen erster brasilianischer Zuflüsse begann die Saison aus Übersee: Thompson Seedless kosteten in Frankfurt zwischen 15,- und 19,- € je 4,5-kg-Karton. In München generierten die Importe bloß selten Beachtung. Hier wurden lieber die bewährten europäischen Partien georder

Zitronen
Spanische Abladungen überwogen vor türkischen. Südafrika rundete das Sortiment ab. Die Verfügbarkeit dehnte sich aus. Da sich das Interesse indes nicht wesentlich veränderte, baute sich ein gewisser Abgabedruck auf. Um Überhänge zu vermeiden und die Abwicklung zu intensivieren, senkten die Händler daraufhin auf breiter Front ihre Forderungen. Lediglich in Berlin bestätigten die Notierungen ihr altes Level, zumindest bei den türkischen und spanischen Produkten. In München lösten Primofiori mittlerweile Verna aus Spanien ab. In Frankfurt wurden die türkischen Erzeugnisse inzwischen vermehrt in 14,5-kg-Kisten und 30x500-g-Netzen umgeschlagen, welche auf einen freundlichen Zuspruch stießen.

Bananen
Der Verkauf verlief für gewöhnlich in ruhigen Bahnen. Kontinuierliche Vertriebsmöglichkeiten sicherten aber in der Regel relativ konstante Bewertungen, die bloß selten graduelle Schwankungen aufwiesen. Örtlich hatte sich das spätsommerliche Wetter entschleunigend auf die Nachfrage ausgewirkt. In der Folge vergünstigte sich dort das gesamte Angebot. Manchmal schwächelten die Notierungen ein wenig wegen einer leicht angewachsenen Bereitstellung. Punktuell verteuerte sich die Erstmarke aus Costa Rica. Nachdem der erste Hype abgeflaut war, gelang es den europäischen Offerten aus Teneriffa nur noch mit Mühe, genügend Beachtung zu generieren. Ihre Preise tendierten daher abwärts.

Salat
Eissalat stammte hauptsächlich aus Deutschland. Die Niederlande und Spanien gewannen an Bedeutung. Bei einer ereignisarmen Vermarktung zeigten die Notierungen einer eher nach unten gerichteten Trend, da sich das Interesse begrenzt hatte und die Güte ab und zu nicht überzeugte. Für einheimischen und belgischen Kopfsalat musste man in etwa so viel wie zuvor bezahlen; die Versorgung reichte aus, um den Bedarf zu decken. Hier und da sanken die Bewertungen auch minimal ab, mal für die belgischen und mal für die inländischen Chargen. Ein zu langsamer Zugriff beeinträchtigte bei den deutschen Bunten Salaten die Preise, die somit vor allem in Frankfurt und Köln ihr bisheriges Niveau nicht halten konnten. Belgische Endivien gesellten sich zu den etablierten einheimischen. Mit italienischen Zuflüssen wird in der 43. KW gerechnet. An einigen Plätzen verbesserten sich zum Wochenende hin die Unterbringungschancen, ansonsten gestalteten sich die Geschäfte beschwerlich.

Gurken 
Mittlerweile prägten die spanischen Abladungen das Angebot, welches die Niederlande und Belgien fast gleichrangig ergänzten. Die Präsenz der inländischen Artikel schmolz augenscheinlich. Auf das Auftauchen erster griechischer Partien musste weiter gewartet werden. Hinsichtlich der verfügbaren Größen hatten die Niederlande und Belgien die besten Karten; einheimische Produkte gab es nur in bestimmten Sortierungen. Die Vertreiber waren bei den folierten spanischen Offerten infolge einer entschleunigten Nachfrage manchmal gezwungen, ihre Aufrufe zu reduzieren, was die anschließende Umschlagsgeschwindigkeit jedoch nicht erhöhte. Minigurken kamen speziell aus den Niederlanden und Deutschland. Die Abwicklung verlief ohne nennenswerte Besonderheiten. Trotzdem zogen die Preise an, was auf einer eingeschränkten Bereitstellung gründete.

Gemüsepaprika
Die Verfügbarkeit der niederländischen und spanischen Abladungen wuchs an. Die Türkei und Belgien komplettierten das Sortiment. Die Nachfrage befriedigte zwar, konnte mit den umfangreicheren Mengen aber nicht Schritt halten. Daher fielen die Notierungen ab, was die anschließende Abwicklung punktuell beschleunigte. In Frankfurt stiegen die Bewertungen ab der Wochenmitte wieder an. In Berlin schwankten die Preise der türkischen Chargen infolge einer divergierenden Versorgungslage. Hier konnten polnische Offerten, obwohl mit Konditionsproblemen behaftet, ziemlich flott in Richtung Gastronomie untergebracht werden. 


Weitere Informationen

Frankfurt
Trotz stark reduzierter Forderungen belebte sich der Handel mit Erdbeeren nicht. Neben südafrikanischen waren inzwischen auch mexikanische und ab Freitag türkische Grapefruits greifbar. Die Qualität der italienischen Feigen verschlechterte sich zusehends. Türkische Früchte verteuerten sich auf 10,- bis 13,- € je 18 bis 25 Stück. Spanien dominierte das Geschäft mit Auberginen, so hatten Belgien, die Niederlande und Griechenland nur Ergänzungscharakter. Zunehmend ersetzten marokkanische Buschbohnen und Stangenbohnen die einheimischen Partien. Die Notierungen von grünen Zucchini verfestigten sich mit dem Ende der inländischen Kampagne merklich; bis zu 12,- € je 5-kg-Gebinde mussten bezahlt werden. Eine ausgedehnte Verfügbarkeit führte bei Steinpilzen zu Vergünstigungen auf 30,- bis 35,- € je kg; bei einem verknappten Angebot zogen die Bewertungen ab Donnerstag indes auf 45,- € je kg an. Aufgrund eines freundlichen Interesses wurden französische schwarze Trüffel zu 390,- bis 400,- € je kg und die weiße Variante zu 2.900,- € je kg vermarktet. Der Bedarf an Pfifferlingen schränkte sich kontinuierlich ein.

Hamburg
Schmackhafte Pfirsiche aus Südafrika starteten zu 15,- € je 2,8-kg-Karton mit 18 bis 20 Stück in die Saison. Die Verteuerungen von spanischen Zucchini waren eher mit der fehlenden Konkurrenz und nicht mit einer intensivierten Nachfrage zu erklären.

Köln
Wenige Brombeeren und Himbeeren genügten, um den ruhigen Bedarf zu decken. Der Verkaufszeitraum von Pflaumen endete am Mittwoch. Obwohl zumindest das Wetter noch recht freundlich war, konnten optisch einladende Erdbeeren trotz gewährter Vergünstigungen kaum mehr vermarktet werden. Spanische Zucchini komplettierten ab Montag das überwiegend inländische Sortiment, welches sich verteuerte.

München
Die Kampagne von Pflaumen neigte sich unausweichlich ihrem Abschluss entgegen. Die Läger waren infolge der umfangreichen Ernte voll; die fortgeschrittene Reife und die Mengen sorgten also für einen gewissen Absatzdruck. Da die Qualität aber noch immer überzeugte, konnte man zu Wochenbeginn die Aufrufe anheben. Moldawische Früchte litten unter trockenem Fleisch; selbst Vergünstigungen belebten deren Umschlag nicht. Griechische Kiwis zeigten sich mangelhaft gereift, sodass sich die Nachfrage auf italienische versteifte. Die Saison von Himbeeren und Kulturheidelbeeren war beendet, abgesehen von iberischer Ware. Italienische Kakis wurden eingeschränkt, spanische Offerten indes freundlich beachtet. Bei Orangen kamen die Geschäfte nicht ins Laufen, da die sommerlichen Temperaturen die Platzierung beeinträchtigten. Für inländische Zucchini trudelte der Vertrieb aus, bei anziehenden Notierungen füllten spanische, italienische und türkische Partien die Lücke. Die Forderungen für Weißkohl und Rotkohl wurden von den Händlern erhöht. Auberginen verteuerten sich etwas. Steinpilze waren begrenzt vorrätig und man musste tiefer in die Tasche greifen. Zuflüsse an Pfifferlingen bewertete man fester und je nach Güte mit einer breiten Preisspanne.

Berlin
Es wurden weiterhin Erdbeeren angeboten. Diese stammten aus Belgien, Deutschland, Italien und den Niederlanden. Qualitativ ließen diese keine Wünsche offen; für dunkelrote und mit ihrem Duft lockende Produkte mussten rund 0,90 € je in 250-g-Schälchen gezahlt werden. Die Präsenz von Orangen intensivierte sich: Inzwischen waren südafrikanische Importe im Kaliber 1/2 verfügbar. Mit spärlichen Navel startete Spanien in die diesjährige Kampagne, jedoch verhinderten die aufgerufenen 2,50 bis 3,- € je kg eine flotte Abwicklung. Grüner und weißer peruanischer Spargel generierte nicht viel Zuspruch. Für die weißen Stangen wurden 2,- € je 500-g-Bund gefordert, für die grünen deutlich weniger. Der Verkauf von edlen Pfifferlingen und Steinpilzen bog auf die Zielgerade ein, denn sie verknappten sich und waren nur noch für Stammkunden interessant. Daher konnten für Steinpilze problemlos 32,- bis 45,- € je kg erzielt werden.


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 42 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 25.10.2018

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