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BLE-Marktbericht: Wichtige Präsenz Deutsche Williams Christ und Conference

20. September 2018

Italienische Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria bildeten die Basis des Birnen Angebotes. Deutsche Williams Christ und Conference waren eine wichtige Stütze. Die Präsenz niederländischer Gute Luise und einheimischer Alexander Lucas wuchs an.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Die Türkei, Belgien, Frankreich und Spanien komplettierten das Geschehen mit geringen Mengen. Die Nachfrage war begrenzt, die Vermarktung wollte nicht so recht an Fahrt gewinnen, bloß punktuell beschleunigte sich der Verkauf. Meist stimmte man die Bereitstellung auf den Bedarf ab, sodass die Veränderungen der Preise nicht besonders stark ausfielen; sie tendierten jedoch eher abwärts als nach oben. Gelang eine Räumung nicht gänzlich, mussten die Forderungen kräftiger heruntergeschraubt werden. In Frankfurt wirkte sich die mangelnde Ausfärbung der türkischen Santa Maria negativ auf die Abwicklung aus. Dies geht aus dem "BLE-Marktbericht KW  37 / 18" hervor.

Tafeltrauben
Italien prägte mit einigen Varietäten, allen voran Italia, Michele Palieri und Crimson Seedless, die Szenerie. Victoria verloren indes an Bedeutung. Türkische Sultana spielten eine größere Rolle; Crimson Seedless derselben Herkunft eine kleine. Abladungen aus Griechenland, Frankreich und Spanien rundeten das Sortiment ab. Die Verfügbarkeit dehnte sich etwas aus und genügte, um das Interesse zu stillen. Die Unterbringungsmöglichkeiten hatten sich dabei infolge der spätsommerlichen Witterung verbessert. Überzeugte die Qualität, konnten die Offerten ab und an mit Verteuerungen abgegeben werden. Sinkende Notierungen waren aber ebenso zu beobachten, hervorgerufen durch eine zu umfangreiche Warenpalette.

Erdbeeren
Deutsche Früchte dominierten; belgische, niederländische und italienische ergänzten. Die Anlieferungen schränkten sich saisonbedingt ein und der Bedarf verringerte sich merklich. Eine gewisse Sättigung konnte man nicht von der Hand weisen. In München wurde an manchen Tagen die Disposition von einheimischen Partien ausgesetzt, da eine Räumung sonst nicht geklappt hätte. In Berlin waren Aufrufe von 4,95 € je 500-g-Schale für die niederländischen Chargen trotz einer überraschend freundlichen Nachfrage zu viel. Insgesamt tendierten die Preise sowohl nach oben als auch nach unten und sogar Artikel mit exklusiver Güte mussten vereinzelt mit Verbilligungen umgeschlagen werden.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien prägte vor Italien das Geschehen. Frankreich und die Türkei rundeten das Sortiment ab, Griechenland komplettierte es. Die Abladungen begrenzten sich parallel zum Interesse. Die Kampagne endet langsam. Punktuell wurden keine französischen Zuflüsse mehr verzeichnet. Die Qualität überzeugte generell nicht durchgängig, Konditionsprobleme machten sich breit. Dennoch konnten auf einigen Märkten bei konstant laufenden Geschäften die Forderungen ein wenig angehoben werden. In Köln hatten die Vertreiber damit indes keinen Erfolg, da die Kunden prompt mit einer Kaufzurückhaltung reagierten.

Bananen
Für gewöhnlich korrelierte das Maß der steten Nachfrage hinlänglich mit dem des adäquaten Angebotes. Die Notierungen oszillierten daher in den meisten Fällen auf dem bisherigen Level. Im Süden endeten die Ferien. Daraufhin verbesserte sich die Abnahme in München. Die Händler konnten dort somit für das gesamte Sortiment problemlos höhere Forderungen etablieren. In Frankfurt hoben die Vertreiber die Preise für die Zweit- und Drittmarken an. Den Umsatzzahlen tat dies aber nicht gut, denn bloß am Freitag konnte man mit den Verkäufen halbwegs zufrieden sein.

Blumenkohl
Lediglich in Frankfurt tauchten belgische Offerten auf, ansonsten waren einheimische allein auf weiter Flur. Aufgrund einer knappen Verfügbarkeit blieben die Bewertungen der Vorwoche oftmals bestehen. Punktuell zogen sie sogar ein wenig an, so kosteten in Frankfurt 6er-Steigen bis zu 11,50 €. Die Qualität ließ nur selten Wünsche offen, dem entgegen wurde in München ab und an das Kaliber bemängelt. In Hamburg verfestigten sich die Preise, was die Abwicklung merklich bremste.

Zitronen
Die Präsenz argentinischer, spanischer und türkischer Importe wuchs an, demgegenüber reduzierte sich die Wichtigkeit von Südafrika. Aus Israel, Uruguay und Griechenland stammten nur geringe Mengen. Die Vermarktung verlief sehr uneinheitlich: In München zogen die Notierungen infolge knapper Abladungen an. Derweil musste man in Berlin die Forderungen senken, da das Interesse zu schwach war. In Hamburg und Köln verharrten die Bewertungen auf dem Niveau der Vorwoche. In Frankfurt bröckelten sie für die südafrikanischen und argentinischen Partien ab. Dort kosteten MeyerZitronen aus der Türkei bis maximal 12,- € je 9-kg-Steige. In München generierten diese eine positive Beachtung und auch in Berlin griffen die Kunden zu 1,35 € je kg gerne zu

Tomaten
Die Niederlande und Belgien herrschten vor, Italien ergänzte die Warenpalette. Die Geschäfte verliefen uneinheitlich. Summa summarum zeigten die Bewertungen einen ansteigenden Trend. In Frankfurt kam es am Montag zu Verteuerungen, die man aber nur bis Mittwoch aufrecht zu erhalten vermochte. München und Berlin berichteten von einem intensivierten Interesse, das einerseits gestillt werden konnte und andererseits anziehende Notierungen verursachte. In Hamburg verfestigten sich die Preise von niederländischen und belgischen Runden Tomaten und Rispentomaten, während die italienischen qualitativ nicht überzeugten und günstiger wurden. Erste geringe türkische und spanische Zufuhren brachten Abwechslung in das Angebot. Die Bewertungen bröckelten in der Folge mancherorts ein wenig ab. Einheimische, türkische und albanische Zuflüsse komplettierten den Handel.

Gemüsepaprika
Die Güte des Sortimentes sprach durchaus an. Die Bedeutung der polnischen und spanischen Früchte wuchs an und dies hatte Auswirkungen auf die Bewertungen der dominierenden niederländischen Partien: Diese sanken angesichts der erstarkten Konkurrenz sukzessive ab, punktuell bereits am Montag, an einigen Plätzen ab Dienstag. Die türkischen Importe mussten ebenso Verbilligungen hinnehmen, was ihre Unterbringung jedoch beschleunigte. Bloß die roten Produkte verteuerten sich in München etwas. Deutschland und Belgien hatten abrundenden Charakter. Rote und gelbe Kultivare aus Spanien in Kaliber G, 70-90 mm, waren lokal ab günstigen 6,- € je 5-kg-Karton schnell vergriffen.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Das Interesse an Satsumas, Okitsu aus Spanien und Myagawa aus Italien, hielt sich in engen Grenzen. Dafür wurden südafrikanische Mandarinen, Nadorcott, flott geräumt. Knappe deutsche Brombeeren kosteten stolze 3,30 € je 200-g-Schale. Als Alternative konnten niederländische Artikel zu 1,80 bis 2,50 € je 125 g gekauft werden. Kaktusfeigen stammten aus Italien und Spanien. Frische brasilianische Melonen trafen am Dienstag ein. Neben den spanischen Granatäpfeln waren inzwischen türkische in 3,6-kg- und 4,7-kg-Kartons am Markt. Die Saison von Quitten wurde am Montag mit französischen Anlieferungen eröffnet, es folgten spanische und am Donnerstag inländische zu 1,60 € je kg. Für erste frische Walnüsse aus Frankreich in 38/42 mm sollte man 6,- € je kg und für einheimische Chargen 7,- € je kg zahlen. Die Präsenz von Rosenkohl und Pastinaken stieg an und auch die Nachfrage intensivierte sich. Mangold, Fenchel und glatte Petersilie aus Italien traten ab Donnerstag auf. Die Kampagne von spanischem Brokkoli startete zu 12,- bis 13,- € je 5-kg-Styroporbox. Die Notierungen von Steinpilzen bröckelten aufgrund vermehrter Zufuhren ab.
Hamburg
Mit der Premiere italienischer Kiwis zu 6,50 € je 3-kg-Steige und 16,- € je 10-kg-Abpackung senkten die Vertreiber ihre Aufrufe für Importe aus Neuseeland und Chile. In Kürze sollen Satsumas aus Spanien ankommen. Schalenreine spanische Gemüsezwiebeln verteuerten sich. Frische schmale Schneidebohnen aus der Türkei generierten zu 17,- € je 7,5-kg-Kollo kaum Beachtung. In Anbetracht reichlicher Vorräte konnten die bisherigen Forderungen für Dill, Spinat und Kohlrabi aus Deutschland nicht bestätigt werden.
Köln
Nur noch sporadisch waren Wassermelonen aus Spanien im Sortiment. Das Geschäft mit spanischen Kakis verlief freundlich. An einigen Ständen wurden der Jahreszeit entsprechend Kürbisse offeriert, die Abwicklung gestaltete sich aber sehr schleppend. Ab Montag konnte auf Rosenkohl aus den Niederlanden zugegriffen werden. Zum Wochenende hin stellte der Handel mit Pfifferlingen, hauptsächlich aus Russland, sehr zufrieden.
München
Die Räumung des kleiner gewordenen Angebotes an europäischen Himbeeren gelang kaum, da sich neben der Nachfrage auch die Güte abschwächte. Peruanische und argentinische Kulturheidelbeeren trafen angesichts der inländischen Konkurrenz auf kein wesentliches Interesse. Mit dem Herbstwetter stagnierte die Unterbringung von Wassermelonen aus der Mittelmeerregion. Die Preise von einheimischem Kohlrabi veränderten sich nicht. Gleiches galt für Brokkoli, der anfangs knapp war und weiter hoch gefordert wurde. Auf festem Niveau notierten Buschbohnen und Stangenbohnen sowie Zucchini und Auberginen. Mit stabilen Bewertungen vermarktete man ausreichend verfügbare Rettiche und Radieschen. Dill vergünstigte sich kontinuierlich. Pfifferlinge wurden gerne mitgenommen. Steinpilze waren bloß begrenzt vorhanden.
Berlin
Auberginen aus den Niederlanden verteuerten sich immens, was den Abverkauf merklich abbremste. Als Alternative kamen spanische Artikel an, qualitativ ebenbürtig, aber ca. 35 % günstiger. Rosenkohl aus den Niederlanden wurde beständig beachtet und verbilligte sich mengenbedingt etwas. Die Saison von Speisekürbissen ist endgültig eröffnet. Bei Hokkaidokürbissen bestimmten einheimische Partien das Geschehen, welche man zufriedenstellend absetzen konnte. Muskatkürbisse aus Frankreich und Butternut aus Deutschland rundeten das Sortiment ab. Speisepilze, allen voran Pfifferlinge aus dem Baltikum und Weißrussland, waren beliebt und behielten ihr bekanntes Preislevel bei. Exklusive Steinpilze wurden zu Rarität, denn die meisten Produkte kämpften mit Schwammigkeit und rutschten demzufolge häufig in die Klasse II. Für Artikel der Klasse I rief man 42,- € je kg auf. Polnische Maronenröhrlinge gewannen ein wenig an Bedeutung.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 37 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 20.09.2018

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