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BLE-Marktbericht KW 7 / 18

Äpfel: Deutschland dominierte das Geschehen

22. Februar 2018

Deutschland dominierte das Geschehen, vorrangig mit Elstar, Jonagold und Braeburn. Italien beteiligte sich hauptsächlich mit Golden Delicious und Granny Smith. Aus Frankreich flossen unter anderem Granny Smith und Pink Lady zu.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
Bildquelle: Shutterstock.com

Polen schickte einige Varietäten, zum Beispiel Gloster und Idared, die sich in Berlin zu 1,- € je kg flott verkaufen ließen. In Frankfurt komplettierten chinesische Fuji in 80/85 mm zu 17,- € je 10-kg-Karton das Angebot. Der Karneval trug zu einem recht ruhigen Handel bei. Dazu kam das winterliche Wetter, das für wenig frequentierte Wochenmärkte sorgte. Dennoch konnten Vergünstigungen in der Regel vermieden werden. Nur bei Produkten mit erkennbaren Mängeln, wie sie in München ab und an auftauchten, musste man Verbilligungen gewähren. Trotz einer eher eingeschränkten Warenpalette, wie sie in Frankfurt vorzufinden war, oder einer zu üppigen Bereitstellung wie in Hamburg, veränderten sich die Preise nicht wesentlich. Lediglich in München tendierten sie für inländische, italienische und französische Offerten leicht nach oben.

Tafeltrauben
Südafrika prägte die Geschäfte und sendete insbesondere Thompson Seedless, Prime Seedless und Crimson Seedless. Mit La Rochelle wurde das Sortiment erweitert: In Hamburg musste man 14,50 € je 4,5-kgKollo bezahlen. Auf erste Victoria konnte in München zugegriffen werden. Reichliche Abladungen und ein zu schwaches Interesse führten auf vielen Plätzen zu sinkenden Notierungen. Dies betraf ebenso die Anlieferungen aus Namibia und Peru, die insgesamt ergänzenden Charakter hatten. Chilenische Thompson Seedless kosteten in Berlin bloß 14,70 € je 8,2-kg-Abpackung. Indische Sonaka traten in München auf. Mit einer merklichen Ausdehnung der Chargen aus Indien und Chile wird in der 8. KW gerechnet.

Kiwis
Italienische Offerten bestimmten die Vermarktung, günstigere griechische und teurere französische komplettierten das Angebot. Türkische Partien gab es nur tageweise in Frankfurt. In der Regel überzeugte die Qualität und die Kurse bewegten sich bei einer bedarfsgerechten Versorgung selten. Lediglich örtlich erhöhten die Vertreiber ihre Aufrufe ein wenig, so etwa in Frankfurt für italienische und zum Wochenende hin auch für französische Produkte.

Orangen
Bei den Blondorangen schloss die Saison von Navelina langsam ab; Lane Late übernahmen die Vorherrschaft und die Präsenz von Navel dehnte sich augenscheinlich aus. Türkische Washington Navel litten punktuell unter einer schwachen Kondition. Navel und Valencia Late aus Ägypten hatten diese Probleme ebenso, weshalb sie nicht besonders viel Zuspruch generierten. In Berlin tauchten Rückläufer von Navel aus dem LEH auf, die für 1,- € je 1,5-kg-Netz veräußert wurden. Im Segment der Blutorangen dominierten Moro und Tarocco aus Italien. Washington Sanguinelli aus Marokko und Spanien rundeten ab. Generell konnte in beiden Bereichen von konstanten Notierungen berichtet werden, sofern die Güte keine Wünsche offenließ. Bei den italienischen Blutorangen weitete sich in München die Preisschere aus, da Moro und Tarocco inzwischen in unterschiedlichen Kalibern zur Verfügung standen.

Zitronen
Spanien bestimmte das Geschehen, die Türkei komplettierte es mit einigen und Griechenland sowie Italien mit sehr geringen Mengen. Obwohl sich die Zufuhren etwas verminderten, konnte die Nachfrage problemlos befriedigt werden. Die Preise bewegten sich bloß selten, in München kletterten sie für spanische Primofiori leicht aufwärts.

Bananen
Die Geschäfte verliefen uneinheitlich, so gestaltete sich die Unterbringung mal flott und mal stockend. Dementsprechend entwickelten sich die Notierungen, die in Frankfurt für das gesamte Angebot und in Köln vorrangig für die Drittmarken nach oben tendierten. In München hingegen verbilligte sich die Warenpalette, da sich die Kundenbeachtung ferienbedingt reduziert hatte. Berlin und Hamburg berichteten von einem steten Handel. Da sich dort Verfügbarkeit und Bedarf die Waage hielten, veränderten sich die Bewertungen nicht wesentlich.

Blumenkohl
Italienische Offerten überwogen erkennbar; französische ergänzten, fehlten unterdessen punktuell inzwischen völlig infolge ihrer hohen Kurse. Spanische Zuströme rundeten das Sortiment ab. 6erAbpackungen aus Frankreich vermochten örtlich mit einer strahlend weißen Blume zu überzeugen. Doch die Qualität der italienischen Mitstreiter war wie die der kleinen Importe aus Spanien in der Regel ebenso hervorragend. Teilweise befestigten sich die Forderungen der Vermarkter auf maximal 10,50 € je 6erSteige aus Italien. Ansonsten wurden die Chargen aber auch schon ab 7,- € verkauft. Nach den Faschingstagen hatte sich das Interesse verschiedentlich etwas verdichtet.

Salat
Eissalat floss einzig aus Spanien zu. Aufgrund der kühlen Witterung in den Ursprungsregionen verringerten sich die Angebote. Die Preise konnten sich zunächst zögerlich erholen und bewegten sich aufwärts. Hier und da mussten sie freilich bald darauf wieder reduziert werden, da die Räumung, trotz eines gelegentlich verbesserten Zugriffs, nicht immer glatt verlief. Bei Kopfsalat herrschten mal die belgischen und mal die italienischen Abladungen vor; französische komplettierten diese. Die Aufrufe der Händler schwankten anfangs häufiger. Dann fanden sie zu einer gewissen Stabilität und stiegen hinterher zum Wochenende hin oftmals an. Das war wohl einer intensivierten Order zuzuschreiben. Bunte Salate trafen aus Italien und aus Frankreich ein. Die Ernte hatte sich eingeschränkt. Daher hob man die Einstände an. Die Kunden bevorzugten Mix-Salate. Monochrome Aufmachungen oder Kollis mit lediglich einer Varietät ließen sich weniger schnell unterbringen. Die Bewertungen von Endivien, die hauptsächlich aus Italien und nachgeordnet aus Frankreich zugingen, divergierten augenscheinlich: Sie blieben konstant oder sie strebten nach oben dank einer flotten Abnahme. Zudem sackten sie bei französischen Produkten manchmal wegen eines zu langsamen Absatzes ab. Die Geschäfte mit Feldsalat stützten sich auf den Anlieferungen aus Italien, Frankreich und Deutschland. Ungeachtet einer beschleunigten Abgabe tendierten die Notierungen nach unten, da die Versorgung meistens zu sehr drängte.

Gurken
Die Vermarktung von Schlangengurken dominierten kontinuierlich die spanischen Zuströme. Griechische Früchte waren allein in München vorrätig. Die Mengen aus Belgien verdichteten sich stärker als die aus den Niederlanden; bei beiden überwiegend die kleineren Sortierungen. Die Bereitstellung fiel generell nicht zu üppig aus. Örtlich verharrten somit die Kurse auf einen recht festen Level. In der Regel zeigte sich der Bedarf aber viel zu leblos. In der Folge etablierten sich gemeinhin Vergünstigungen, selbst bei den überschaubaren mitteleuropäischen Offerten. Eine anschließend begrenzte Verfügbarkeit bewirkte punktuell Verteuerungen. Minigurken kamen den Umschlag bestimmend aus der Türkei. Die Ergänzungen aus den Niederlanden hatte man kaum modifiziert. Spärlich wurden Importe aus Marokko und Spanien getätigt. Inländische Erzeugnisse erzielten zum Start ihrer Kampagne bis zu 20,- € je 5-kg-Steige. Bei einer genügenden Nachfrage brauchten die Verkäufer ihre Forderungen nicht gravierend zu modulieren. Verschiedentlich mussten sie sie leicht vermindern. Ein Trend nach oben war nur temporär zu verzeichnen. Marginale Chargen aus Ägypten oder dem Iran kosteten 12,- bis 13,- € je 5-kg-Abpackung.

Tomaten
Die spanischen Abladungen prägten das Geschäft, die marokkanischen und türkischen komplettierten sie in einem nahezu unveränderten Rahmen neben den bloß graduell bedeutender gewordenen Partien aus der Beneluxregion. Es gab drei Parameter, die die Räumungsgeschwindigkeit verlangsamten: Fasching, Schulferien und natürlich die niedrigen Temperaturen. Zudem drängten zusehends immer mehr spanische Produkte auf den Platz, die eine mangelhafte Ausfärbung aufwiesen. Einige türkischen Angebote waren dem entgegen schon zu reif und zu weich. Die Bewertungen mussten äußerst flexibel gehandhabt werden. Die Vertreiber versuchten zwar, sie auf einem starren Niveau halten, doch oftmals konnte man Reduzierungen nicht umgehen. Ein Anheben gelang für gewöhnlich lediglich kurzfristig. Die Aufrufe bei den eher knappen niederländischen und belgischen Zufuhren blieben vorrangig stabil. Durch die Güteschwächen der spanischen Ware gewannen die marokkanischen und türkischen Zuflüsse zum Teil ersichtlich an Relevanz.

Gemüsepaprika
Kontinuierlich überwogen die spanischen Zuströme. Neben den türkischen Chargen spielten die kleineren marokkanischen Importe eine Rolle. Die Verkaufszahlen entsprachen nicht den Erwartungen, hatten sich hier und da sogar unbefriedigend vermindert. Nach der Bereinigung von punktuellen Überhängen verdichtete sich manchmal der Zugriff. Die Einstände waren andauernd relativ fest. Wegen des damit verbundenen ungenügenden Interesses musste man von den vielfach konstanten Preisen immer häufiger abweichen und Vergünstigungen gewähren. Zum Wochenende hin vermochten die Vermarkter, wenn auch unter Schwierigkeiten, zunehmend Verteuerungen zu etablieren. Bei den türkischen Erzeugnissen unterlag das Kursbild kaum irgendeiner Modifizierung, da sie in einem angemessenen Umfang stetig umgeschlagen wurden.

Zwiebeln
Die Geschäfte mit Gemüsezwiebeln basierten auf den Zugängen aus Spanien. Der Grad der Versorgung harmonierte hinlänglich mit den eher unaufgeregten Unterbringungschancen. Die Notierungen verharrten somit für gewöhnlich auf ihrem bisherigen Niveau. Vereinzelt auftauchende Abladungen mit Qualitätsmängeln hatten darauf keine Auswirkung. Als Gegenmodell für die dominierende Haushaltsware aus dem Inland gab es österreichische, niederländische und italienische Partien. In diesem Sektor korrelierten die Anlieferungen ebenso vertretbar mit dem leicht eingeschränkten Bedarf. In der Folge konnten die Vertreiber für die Bewertungen ein recht stabiles Level sichern.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Kurse für begrenzte spanische Erdbeeren kletterten auf 1,30 bis 2,- € je 250-g-Schale. Am Freitag waren portugiesische Offerten in 500-g-Schalen als Alternative verfügbar. Die hohen Forderungen der Vorwoche für Ananas entschleunigten die Geschäfte, was wiederum zu sinkenden Preisen führte. Das Angebot an peruanischem weißem Spargel fiel zu umfangreich aus und vergünstigte sich daher. Die Nachfrage nach Zucchini und Auberginen befriedigte. Marokko stellte üppige Mengen an Stangenbohnen bereit, zu reduzierten Aufrufen war die Räumung möglich. Austernpilze aus dem Inland, den Niederlanden und Italien kosteten mehr als zuvor. Das Interesse an Saubohnen und frischen Erbsen konnte kaum gestillt werden. Deutscher Wirsing und Chinakohl waren zu schwer, was Verbilligungen initiierte.

Hamburg
Die witterungsbedingten Ernteeinschränkungen in Spanien und Marokko verteuerten Erdbeeren aus Ägypten. Früchte aus Griechenland feierten ihr Debüt zu 1,20 € je 250-g-Schale. Das breite Sortiment von Melonen aus Brasilien und Honduras wurde von Importen aus Costa Rica abgelöst. Ausgehend von erheblichen marokkanischen Abladungen bröckelten die Notierungen von Zucchini ab. Die Bewertungen für knappe Lauchzwiebeln aus Ägypten zogen an.

Köln
Feiertag am Montag, am Dienstag nur vereinzelte geöffnete Stände und am Mittwoch kaum Kundschaft, somit war die Woche praktisch schon gelaufen. Das bloß tageweise präsente Beerenobst spielte so gut wie keine Rolle.

München
Der Kälteeinbruch in Südspanien sorgte für deutlich geringere Anlieferungen von Erdbeeren, was sich unmittelbar auf die Notierungen niederschlug. Italienische, griechische und marokkanische Offerten füllten die Sortimentslücke auf. Limetten und Frischfeigen aus Brasilien wurden nach den vorangegangenen Vergünstigungen wieder teurer, weil das Interesse anwuchs. Die Bewertungen von Wassermelonen aus Lateinamerika stiegen sukzessive an. Brokkoli verbilligte sich ebenso wie belgischer und einheimischer Lauch. Trotz des üblichen vermehrten Bedarfs zu Aschermittwoch kletterten die Preise von spanischem und italienischem Dill nicht an.

Berlin
Erdbeeren aus Spanien, Griechenland und Marokko ließen sich flott verkaufen. Eingeschränkten Abladungen standen viele potenzielle Kunden gegenüber. Die Kurse schwankten in Abhängigkeit von der Güte und der Intensität der Nachfrage doch sehr. Für nicht komplett ausgereifte marokkanische Früchte mussten zwischen 1,70 und 2,- € je 250-g-Schale gezahlt werden. Am Freitag trafen qualitativ exklusive griechische Partien zu 3,25 € je 500 g ein. Eine Besonderheit stellten gelegte Produkte aus Marokko zu 7,- € je 1-kg-Holzkiste dar. Kirschen der Varietät Bing aus den USA stießen zu 22,- € je kg kaum auf Abnehmer. Melonen, hauptsächlich aus Brasilien und seltener aus Costa Rica, traten mittlerweile verstärkt in Erscheinung; beliebt waren vor allem große Wassermelonen und auch Honigmelonen sowie Galiamelonen.

 

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 7 / 18
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Veröffentlichungsdatum: 22.02.2018

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