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BLE-Marktbericht KW 43 / 17

Cox Orange und Royal Gala bei den Kunden beliebt

02. November 2017

Die Märkte wurden mit den vorherrschenden inländischen Partien, vorrangig Boskoop, Elstar und Jonagold, hinreichend versorgt. Bei den Kunden beliebt waren zudem Cox Orange und Royal Gala. Italien beteiligte sich hauptsächlich mit Royal Gala und Golden Delicious am Geschehen.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Aus Frankreich kamen Granny Smith und Braeburn; Jazz wurden punktuell flott umgeschlagen. Ungarische Importe ergänzten die Warenpalette. Diese erweiterte sich unter anderem mit ersten einheimischen Pinova, Jonagored und Red Jonaprinz, die in Frankfurt das Sortiment abrundeten. Eingeschränkte Zufuhren sowie ein begrenztes Interesse mündeten in stabilen Preisen, die sehr häufig auf dem Niveau der Vorwoche verharrten. Nur in München vergünstigten sich manche Produkte, gleich welcher Herkunft, mengeninduziert ein wenig.

Birnen
Italien prägte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Szenerie. Aus Deutschland stammten insbesondere Alexander Lucas und Boscs Flaschenbirne. Die Präsenz von Conference aus den Niederlanden, Belgien und dem Inland stieg in Frankfurt an; in München hingegen verminderte sie sich. Bereitstellung und Nachfrage verringerten sich, der Bedarf wurde problemlos gedeckt. Die Händler bestätigten in der Regel ihre bisherigen Forderungen. Ab und an zogen die Kurse infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten an. Deutsche Xenia, eine Kreuzung von Triomphe de Vienne und Decana N. Krier, komplettierten in Frankfurt unter dem Synonym Novembra zu 1,80 bis 1,90 € je kg in 7-kg-Kartons den Verkauf.

Tafeltrauben
Wie zuvor dominierten türkische Sultana, griechische Thompson Seedless und italienische Italia die Geschäfte. Aus Italien kamen viele weitere Sorten, unter anderem Regal Seedless und Red Globe. Französische Alphonse Lavallée verteuerten sich mengeninduziert in Frankfurt und München. Spanische, türkische und griechische Crimson Seedless rundeten das Angebot ab. Kernlose Früchte befanden sich im Fokus der Kunden. Meist blieben die Notierungen konstant. Im Süden Deutschlands indes kletterten sie interessenbedingt aufwärts. Brasilianische Thompson Seedless trafen inzwischen auch in Frankfurt ein: Sie kosteten dort 19,- € je 4,5-kg-Kollo. In Hamburg, wo sie schon seit einigen Wochen verfügbar sind, ließen sie hinsichtlich Zuckergehalt und Aroma Wünsche offen, weshalb man hier für sie nur ca. 17,- € je 4,5 kg zahlen musste.

Kiwis
Italien herrschte augenscheinlich vor, Neuseeland folgte. Spanische Partien ergänzten in Frankfurt, griechische zudem in München den Handel. Die Qualität überzeugte in der Regel. Die Nachfrage steigerte sich mancherorts, wurde dennoch ohne Anstrengung gestillt. Daher verharrten die Kurse auf bisherigem Niveau.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Es zeigte sich je nach Platz ein uneinheitliches Bild: Während in Hamburg und Frankfurt das Interesse eher verhalten ausfiel, stießen die Offerten in München auf eine freundliche Beachtung. Dort trafen türkische Satsumas zunehmend ein. Dank ihrer niedrigen Preise und einer verbesserten Güte gestaltete sich deren Abwicklung recht flott. Spanische Clementinen, Clemenules, dehnten ihr Wichtigkeit aus und konnten nicht vollständig geräumt werden. In Frankfurt senkten die Verkäufer ihre Aufrufe für die spanischen Clementinen, um das Geschehen zu beleben. Die italienischen Mitstreiter generierten hier genü- gend Zuspruch, was sich in erhöhten Absätzen bemerkbar machte. In Hamburg beeinträchtigte das spätsommerliche Wetter die Vermarktung negativ. Dabei traten kleinfallende spanische Clemenules verstärkt auf und flankierten die schon etablierten Oronules und Marisol. In der Hansestadt vergünstigten sich Satsumas aus Spanien bedarfsbedingt. Mandarinen stammten nur noch aus Südafrika und Peru und hatten insgesamt bloß eine sehr geringe Bedeutung. 

Bananen
Die Bereitstellung wurde an die Nachfrage angepasst. Diese präsentierte sich ruhig, aber kontinuierlich. Die Notierungen verharrten in der Regel auf dem Level der Vorwoche. Lediglich in Hamburg kletterten sie infolge gestiegener Unterbringungsmöglichkeiten leicht nach oben.

Blumenkohl
Hauptsächlich wurden inländische Chargen offeriert. Je nach Platz rundeten belgische oder niederländische Zugänge die Warenpalette ab; spanische tauchten nur am Montag auf. Die Versorgung fiel aufgrund des sommerlichen Wetters Mitte Oktober recht üppig aus. Das Interesse verstärkte sich jedoch erst mit den kühleren Temperaturen. Parallel dazu verringerten sich wieder zeitgleich die Mengen. Zum einen vermochten die Händler daher Verteuerungen zu etablieren. Zum anderen mussten sie wegen der unbefriedigenden Geschäftslage Vergünstigungen gewähren oder waren froh, wenn sie die Bewertungen mindestens auf einem konstanten Niveau fixieren konnten.

Salat 
Bei Eissalat herrschte Spanien insgesamt gesehen vor. Die einheimischen Abladungen verkleinerten sich offensichtlich; ähnlich die unbedeutenderen Ergänzungen aus den Niederlanden. Dennoch verschärfte sich der Abgabedruck. Dies mündete meistens in Verbilligungen, die hier und da allerdings am Freitag in ihr Gegenteil umgekehrt werden konnten. Die Anlieferungen an inländischem Kopfsalat wurde durch belgische und niederländische Importe komplettiert. Der Umfang des Angebots korrelierte für gewöhnlich auskömmlich mit dem der Nachfrage. In der Folge ließ sich das bisherige Level der Notierungen einigermaßen halten. Bloß ab und an brachen sie an ihren unteren Spannengrenzen ein wenig ein. Bunte Salate aus dem Inland vermochten kontinuierlich mit ihrer Güte zu überzeugen. Das brachte eine ausreichende Frequentierung durch die Kunden. Somit brauchten die Vertreiber in diesem Sektor ihre Aufrufe kaum zu modifizieren. Endivien aus deutschem Anbau generierten anwachsende Verkaufschancen. Da sich ihre Verfügbarkeit verdichtet hatte, waren sie nicht immer gefeit vor sinkenden Kursen. Bei Feldsalat verzeichnete man eine analoge Entwicklung, die aber auch auf einer zu langsamen Umschlagsgeschwindigkeit basierte.

Gurken
Die Bereitstellung von Schlangengurken aus dem Inland verringerte sich, dem Saisonfortschritt entsprechend, augenscheinlich. Zeitgleich verminderten sich die niederländischen und belgischen Zuführungen. Dafür dehnte sich die Präsenz der spanischen Partien merklich aus: Neben den Zugängen vom Festland tauchten inzwischen erste Chargen von den kanarischen Inseln auf. Zudem stieg Griechenland in den Handel ein. Die Preise milderten sich aufgrund der üppigen Versorgung überwiegend ab. Dabei schmolz die Distanz zwischen den süd- und mitteleuropäischen Offerten weiter dahin. Örtlich erschwerten die häufig wechselnden Einstände die Geschäfte mit den niederländischen und belgischen Produkten. Das Sortiment an Minigurken passte genügend zu dem eher unaufgeregten Bedarf. Die Forderungen der Vermarkter verharrten gemeinhin auf einem relativ stabilen Niveau, bewegten sich dank rückläufiger Mengen verschiedentlich leicht nach oben.

Tomaten
Die niederländischen und belgischen Abladungen herrschten zwar kontinuierlich vor, doch sie hatten sich erkennbar begrenzt. Die Verfügbarkeit der türkischen und polnischen Ergänzungen veränderte sich nicht wesentlich. Die Alternativen aus Spanien und Marokko verstärkten ihre Bedeutung nur graduell. Der Verkauf entschleunigte sich ein wenig. Die Kurse von Runden Tomaten und Rispentomaten schwächten sich generell sukzessive ab. Bloß vereinzelt tendierten sie bei einer hervorragenden Qualität nach oben. Marokkanische Angebote verloren dabei bisweilen an Relevanz, da sie hinsichtlich ihrer Organoleptik nicht völlig punkten konnten. Die Güte der niederländischen und belgischen sowie der inländischen Konkurrenz vermochte ebenfalls nicht mehr immer zu überzeugen. Beides verbesserte unterdessen die Chancen für die spanischen Mitstreiter. Die Bewertungen von Kirschtomaten hielten sich vielfach auf einem recht konstanten Level. Dem entgegen schwankten sie teils von Tag zu Tag, teils brachen sie ein. Gerade die niederländischen Artikel aber verteuerten sich ab und an. Die Versorgung mit Fleischtomaten beruhte auf belgischen Kulturen, hinzu kam in einem spärlichen Umfang niederländische Ware. Ihre Notierungen sackten manchmal ab oder zeigten sich ziemlich volatil. 

Gemüsepaprika
Den Markt dominierten die angewachsenen spanischen Anlieferungen. Komplettiert wurden diese durch die abflauenden niederländischen und ausgedehnten türkischen Importe sowie abgerundet durch die gedrosselten belgischen Zuflüsse. Die polnischen und deutschen Zugänge hatten sich merklich verringert. Mit marginalen Mengen waren fortlaufend rote Spitzpaprika aus Italien sowie grüne und rote Früchte aus Marokko im Handel zu finden. Örtlich verzichtete man auf die Disponierung von marokkanischen Chargen am Platz, da diese in Schalen aufgemacht eintrafen. Meistens wurde ein genügender Absatz generiert. Dennoch sanken die Preise häufig ab. Das galt gleichermaßen für die Produkte aus Mitteleuropa wie für die aus dem Mittelmeerraum. Selten konnten die Vertreiber ihre Forderungen etwas befestigen.

Zwiebeln
Das Geschäft mit den Gemüsezwiebeln basierte ausschließlich auf den spanischen Zufuhren. Die Umschlagsgeschwindigkeit stellte in der Regel zufrieden. Daher konnte man ohne Problem die Bewertungen auf einem recht starren Niveau fixieren. Manchmal ließen diese jedoch wegen eines regen Zugriffs eine aufsteigende Tendenz erkennen. Das stattliche Angebot an Haushaltsware bestimmten die inländischen Erzeugnisse; die österreichischen wurden einzig in München veräußert. Die niederländischen Offerten tauchten unterdessen sehr spärlich auf. Die Nachfrage war überwiegend freundlich, zumindest so stark, dass die Verkäufer ihre bisherigen Aufrufe nicht zu modifizieren brauchten. Hier und da hatte sich die Abnahme verlangsamt, allerdings ohne negative Einwirkung auf die Notierungen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Kampagne von spanischen Orangen, Navelina, begann am Dienstag mit unterschiedlichen Kalibern. Am Mittwoch folgte Italien mit einigen Abladungen. Die Kurse von den Importen aus Südafrika und Uruguay bröckelten angesichts der europäischen Konkurrenz ab. Da kaum Interesse an niederländischen und belgischen Erdbeeren bestand, wurden die Forderungen gesenkt. Flott räumten üppige Mengen an Granatäpfeln. Das umfangreiche Sortiment an niederländischen und inländischen losen Möhren verbilligte sich auf bis zu 35 Cent je kg. Auch Lauch musste wegen eines abgeschwächten Bedarfs günstiger abgegeben werden. Die Zuflüsse von marokkanischen und spanischen Bohnen verdichteten sich. Dank niedriger Preise fanden Zucchini und Auberginen aus Südeuropa genügend Beachtung. Kopfkohl verteuerte sich aufgrund verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. Die Umsätze von Kürbissen entsprachen nicht ganz den Erwartungen.
Hamburg
Spanischen Orangen, Navelina, fehlte es zwar an süßlichem Geschmack, da sie aber bezüglich Größe und Ausfärbung überzeugten, zeigte sich die Kundschaft aufnahmebereit. Die Verfügbarkeit von Kakis intensivierte sich und der Verkauf wurde durch Aktionen im LEH forciert. Die Früchte wickelte man zu 0,29 € je Stück ab. Frischer Staudensellerie aus Italien kostete 10,- € je 10-kg-Karton. Italienischer Spinat wurde zu 10,- € je 5 kg veräußert. Löwenzahn gleicher Herkunft startete zu 8,- € je 5-kg-Karton in die Saison.
München
Das stark ausgedünnte Angebot an Erdbeeren bestand nur noch aus wenigen süddeutschen Partien, komplettiert von norditalienischen und belgischen Offerten. Bei Pflaumen verminderte sich die Nachfrage aufgrund der konditionellen Verschlechterungen von Presenta aus dem Inland sowie von Stanley vom Balkan. Quitten und erste Grapefruits aus der Türkei ließen sich flott unterbringen und waren eine dankbare Ergänzung des Obstsortimentes. Die Zuflüsse von italienischen und spanischen Kakis verdichteten sich. Die Kampagne der spanischen Orangen begann mit Navelina. Einheimische Buschbohnen und Stangenbohnen wurden lediglich in Kleinstmengen umgeschlagen. Weißkohl und Rotkohl gab es reichlich. Erste Radieschen und erster Kohlrabi aus Italien traten auf. 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 43 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 02.11.2017

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