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In Ostdeutschland 46.000 Hektar mit Kartoffeln bepflanzt

02. August 2017

Vorläufigen Angaben zu Folge wurden für die diesjährige Ernte in Ostdeutschland 46.000 Hektar mit Kartoffeln bepflanzt. Damit ist die Anbaufläche im Osten 10,5 % größer als im Vorjahr. Den größten Zuwachs weist mit 22 % Sachsen-Anhalt auf, aber auch Mecklenburg-Vorpommern ist mit 10,2 % erstmals seit Jahren im Anbau nicht rückläufig.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffelpflanzen
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Der Kartoffelmarkt stellt sich in der letzten Juliwoche weitgehend ausgeglichen dar. Die Verfügbarkeit von heimischen Knollen ist für die saisonbedingt schwächere Nachfrage ausreichend. Der Bedarf an allen Sortentypen wird auch weiterhin vor allem aus den Frühanbaugebieten Niedersachsen und der Pfalz sowie Sachsen-Anhalt abgedeckt. Die Erzeugerpreise für Speiseware aus Hannover wurden um 2 EUR/dt zurück genommen und liegen aktuell für runde Sorten bei 20 EUR/dt und lang-ovale 22 EUR/dt. Auslaufend finden sich immer noch spanische und israelische Frühkartoffeln am Markt. Packbetriebe stellen zunehmend ihr Angebot auf schalenfeste Frühkartoffeln aus ihrer Region um.

Der LEH und Discounter bieten deutsche Speisefrühkartoffeln in Packungsgrößen von 1 bis 5 kg zu Preisen von 0,40 bis 1,00 EUR/kg an. Die Erträge der derzeit geernteten sehr frühen Sorten schwanken in Abhängigkeit der Standort- und Witterungsbedingungen zwischen 180 und 350 dt/ha. Die Qualität der geernteten Kartoffeln ist überwiegend gut. Ab kommender Woche nimmt auch Pfanni Kartoffeln aus dem regionalen Vertragsanbau in die Verarbeitung auf. Derzeit werden die Stärkegehalte untersucht. Der Infektionsdruck in den Beständen bleibt hoch, Folgebehandlungen werden konsequent durchgeführt.

Die Sommerflaute macht sich auch am Schälkartoffelmarkt bemerkbar. Mit dem Ferienbeginn in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, herrscht nun in ganz Ostdeutschland Haupturlaubszeit. An der Ostseeküste sorgt diese für einen großen Touristenansturm, insbesondere auf den Inseln Rügen und Usedom. Die reduzierte Nachfrage aus Großküchen kann, zumindest hier, durch die lebhafte Nachfrage aus der Gastronomie kompensiert werden. Die Umstellung auf neue Speisekartoffeln in den Schälbetrieben ist problemlos zu unveränderten Preisen erfolgt. 

Quelle: MIO-Lallf - Marktinformation Ostdeutschland 30. KW 2017

Veröffentlichungsdatum: 02.08.2017

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