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GfK: Schweizer Discounter machen 2016 mehr Umsatz

26. Juni 2017

Die Umsätze im Schweizer Detailhandel gingen im Jahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Prozent auf 92,5 Milliarden Franken zurück. Der Umsatz ist damit so tief wie letztmals 2007. Dies teilte das Marktforschungsinstitut GfK am Donnerstag mit.  

  Lidl Schweiz

Während Aldi Suisse, Lidl und Denner ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern konnten, stagnierten andere Food-Detaillisten und Grossverteiler, wie der Landwirtschaftlicher Informationsdienst Lid berichtet. An der Spitze stehen nach wie vor Migros und Coop. Lidl ist mit einer Umsatzzunahme von 10 Prozent auf 960 Millionen Franken letztes Jahr schneller gewachsen als all ihre Konkurrenten und liegt nun auf Platz 9 unter den Top 10 der Schweizer Detailhändler.

Seit 2010 sind nach GfK-Hochrechnungen rund 5’000 Verkaufsstellen verschwunden. Heute bieten aber über 10’000 Schweizer-Online-Shops und Millionen ausländische Anbieter ihre Produkte und Dienstleistungen an. Im Online- und Versandhandel konnte 2016 eine Umsatzsteigerung von über 8 Prozent auf 7,8 Milliarden im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden.

Auch 2017 wird sich der Verdrängungskampf weiter fortsetzen, schreibt GfK. Bis Ende Mai 2017 erzielte der Schweizer Detailhandel einen leichten Umsatzrückgang von minus 0,3 Prozent.

Nebst dem Einkaufstourismus gehört auch die Digitalisierung in Zukunft zu den grossen Herausforderungen der Detailhändler. Behaupten wird sich längerfristig nur, wer den Trend der Digitalisierung mitmacht und sowohl im On- also auch im Offlinehandel mithalten kann, heisst es beim GfK.

Quelle: lid.ch

Veröffentlichungsdatum: 26.06.2017

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