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Chile: Regen zu Weihnachten hat nur geringe Auswirkungen auf Obstexportsektor

03. Januar 2017

In einem ersten Bericht, der von der Vereinigung der Obstexporteure von Chile AG (ASOEX) herausgegeben wurde, heißt es, dass es im Allgemeinen nur geringe Auswirkungen auf den Export der saisonalen Früchte gab. Das teilte der Präsident von ASOEX, Ronald Bown, letzte Woche mit.

Bildquelle: Shutterstock.com Blaubeeren
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Bown betonte, dass „es in einem ersten Bericht, der sich auf den atypischen Regen vor kurzem über dem Land der Region Coquimbo bis Los Lagos bezog, nur geringe Auswirkungen auf die Menge der saisonalen Früchte wie Blaubeeren, Kirschen, Tafeltrauben und Steinobst gibt.“

Der Leiter kommentierte, dass es laut Informationen von der Foundation for Fruit Development (FDF, Stiftung für Obstentwicklung) basierend auf Daten von www.agroclima.cl bis zum Montag, dem 26. Dezember, generell auf jenen Farmen, wo es weniger als 5 mm geregnet hat, möglich war, Gebläse einzusetzen, um das Wasser zu beseitigen. Dort, wo es mehr Regen gab, ist es notwendig zu warten, dass der Regen abnimmt, um die Felder zu kontrollieren, zum Beispiel durch Anwendung von Pflanzenschutzmitteln. Das bedeutet zusätzliche Kosten für die Erzeuger, aber ist notwendig, um ein mögliches verfaulen zu vermeiden.

Bowen fügte hinzu: „Bezüglich der Exportkirschen gibt es keinen Schaden, weil die Ernte praktisch beendet war.“

Andererseits erklärte der Vorsitzende des Blaubeerkomitees von ASOEX, Felipe Jullierat, in den produktiven Gegenden könnte es Verluste von rund zwei Tagen Ernte geben, worauf die entsprechenden Anwendungen durchgeführt werden müssen, und viele Früchte werden in die Weiterverarbeitung gehen, da sie nicht frisch exportiert werden können. Das lag auch an dem Hagel. Aber die Industrie hat in der Saison 2016-2017 40% mehr Lieferungen, wobei mehr als 37.000 Tonnen Blaubeeren an verschiedene Zielmärkte exportiert werden.

Bezüglich Tafeltrauben sagte der Präsident des Traubenkomitees von ASOEX, Fernando Sat, dass „eine erste Analyse nur punktuelle Auswirkungen auf die Mengen beinhalten kann, weil es in den Gegenden größerer Produktion nicht geregnet hat. Wo es allerdings Regen gab, werden Anwendungen vorgenommen werden müssen und es könnte Verluste durch Aufplatzen oder Verderben geben, vor allem bei Sorten wie Flame und Superior.“

Quelle: SimFRUIT

Veröffentlichungsdatum: 03.01.2017

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