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Rekordzuwachs bei Ökolandbau in Hessen: 10.000 Hektar zusätzlich im Jahr 2016

08. Dezember 2016

Ministerin Priska Hinz: „Vor drei Jahren haben wir die Förderung für den Ökolandbau ganz neu ausgerichtet, heute können wir den Erfolg ernten. In diesem Jahr haben wir einen Flächenzuwachs im Ökolandbau von 10.000 Hektar. Das ist ein hervorragendes Ergebnis, das selbst die optimistischsten Prognosen übertrifft. Hessen hat seine Spitzenposition beim Ökolandbau damit weiter ausgebaut“, sagte
Landwirtschaftsministerin Priska Hinz in Wiesbaden bei einer Pressekonferenz zur Entwicklung des Ökolandbaus in Hessen. 
 

Bildquelle: Shutterstock.com Ökolandbau
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„Vor meinem Amtsantritt lag das Jahresmittel beim Zuwachs an ökologisch bewirtschafteter Fläche bei ungefähr 2.500 Hektar. Wir haben im Jahr 2016 also eine Vervierfachung erreicht. Das ist ein großer Erfolg unserer Agrarpolitik, bei der finanzielle Unterstützung, Beratungsleistungen und der Aufbau von Vermarktungsstrukturen aufeinander abgestimmt sind“, sagte Hinz.

Von den zusätzlichen 10.000 Hektar im Ökolandbau entfallen 8.700 Hektar auf Betriebe, die sich entschlossen haben, auf ökologische Landwirtschaft umzustellen. Das ist eine Verdopplung der Fläche im Vergleich zum Vorjahr. „Wir sehen hier einen deutlichen Trend: Immer mehr Landwirtinnen und Landwirte entscheiden sich, auf Ökolandwirtschaft umzustellen: In diesem Jahr waren es fast so viele wie in den Jahren 2014 und 2015 zusammen“, betonte Hinz. Insgesamt sind es 155 Betriebe, die 2016 entschieden haben, auf biologische Landwirtschaft umzustellen, in den zwei Jahren zuvor waren es 180.

Mehr Ackerbaubetriebe stellen um

Insgesamt wurden über das HALM in diesem Jahr knapp 300 Anträge für eine Förderung in Höhe von rund elf Millionen Euro gestellt, um auf Ökolandbau umzustellen oder die Ökoanbaufläche zu erweitern. Von den elf Millionen entfallen auf die Umsteller 10,2 Millionen Euro und auf die Erweiterer 800.000 Euro. Von den neuen Betrieben wurden zu 55 Prozent Maßnahmen im Grünland, zu 44 Prozent im Ackerland und zu einem Prozent in Weinbau und Gemüseanbau über das HALM gefördert. Auch das ist ein positiver Trend: „Bisher lag der Schwerpunkt der Ökolandwirtschaft in der extensiven Grünlandbewirtschaftung. Daher freuen wir uns sehr, dass jetzt auch zusehends mehr Ackerbaubetriebe auf eine ökologische Bewirtschaftung umstellen. Denn so produzieren wir mehr an pflanzlichen, biologischen Lebensmitteln, die den regionalen Ökomarkt versorgen können“, sagte Hinz. In den Vorjahren lag der Ackerlandanteil nur bei etwa einem Drittel. Argumente für Ökolandbau: Stabile Preise und steigende Nachfrage.

Erfreulich ist auch die Anzahl der Ökobetriebe, die ihre Anbaufläche erweitert haben. Im Jahr 2016 waren dies 139 Betriebe mit 1.300 Hektar und einer Bewilligungssumme von etwa 800.000 Euro. „Das zeigt uns sehr deutlich: Öko lohnt sich!“, sagte Hinz.

Quelle: Hessen

Veröffentlichungsdatum: 08.12.2016

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